Soundbars: 12 Tricks für Aufbau und Platzierung

So holst Du mehr aus Deiner Soundbar heraus! So holst Du mehr aus Deiner Soundbar heraus! (© 2015 CC: Flickr/Cheon Fong Liew)

Mit diesen Tipps holst Du den besten Klang aus deinem Soundsystem – damit wird jeder Filmabend zum Genuss!

Fürs perfekte Heimkino ist mehr als nur der High-End Fernseher wichtig. Doch viele beschäftigen sich beim Einkauf in erster Linie mit Auflösung, Größe und Marke des TV-Geräts. Der Sound bleibt dabei auf der Strecke. Doch spätestens beim ersten Filmabend mit Freunden stellt sich heraus, dass der eingebaute Lautsprecher nichts taugt. Kaum Höhen und Tiefen – vom Surround-Erlebnis ganz zu schweigen. Wer glaubt, hierfür benötigt man mindestens 5.1 oder gar 7.1-Soundsysteme liegt nicht unbedingt richtig. Schon seit Längerem sehen sich mehrere kleine Boxen einer Einzigen gegenüber: der Soundbar. Doch unter der kompakten Haube steckt viel mehr als man denkt. Wie Du das Meiste aus Deiner Soundbar herausholst, zeigen unsere 12 Tipps zu Aufbau und Platzierung.

1. In welchen Räumen liefert eine Soundbar besonders gute Qualität?

In einem Soundriegel stecken einzelne, kleine Lautsprecher, die den Klang in alle Richtungen lenken sollen, um dann von den Wänden zu reflektieren – Tada der virtuelle Surround-Effekt ist da! Doch nicht in jeder Räumlichkeit macht solch ein System Sinn. Besonders in länglichen Räumen bekommen die Schallwellen Probleme und werden nicht ordnungsgemäß reflektiert. Selbiges gilt für besonders große Räume. In kleinen bis mittleren Zimmern fühlt sich der Lautsprecher hingegen richtig wohl. Zum einen ist oft der Platz für mehrteilige Anlagen nicht da und zum anderen entfaltet sich der gewünschte Effekt hier optimal.

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Je nach Zimmergröße kann das Sounderlebnis unterschiedlich sein. (© 2015 CC: Flickr/Brian Fagan)

2. Wie kommt der Sound optimal an?

Damit der Klang genossen werden kann, sollten keine Hindernisse die Schallwellen abfangen. Der Couchtisch kann da schon der Miesmacher sein und ein rundes Klangbild verhindern.

3. Auf Standortfaktoren achten

Genau wie der Fernseher findet die Klangleiste ihren besten Platz mittig vor einer Wand, damit der Weg zu den seitlichen Wänden möglichst gleich ausfällt. Der Abstand sollte mindestens einen Meter betragen.

4. Bild und Ton synchron

Egal ob der Fernseher an der Wand hängt oder einen Ständer hat, am besten wird der Klang, wenn die Soundbar mittig unter dem TV platziert wird. Bei der Wandvariante ist ein Abstand von 10 bis 15 Zentimetern zwischen Soundbar und Fernseher optimal. So kommen Bild und Ton ausgewogen aus der gleichen Richtung. Gerade bei Dialogen bekommt man sonst den Eindruck, als wären sie seitlich versetzt. Für noch mehr Details befindet sich der Lautsprecher in etwa auf der gleichen Höhe wie Deine Ohren beim Filmegucken.

5. Wohin mit dem Subwoofer?

Nicht alle Systeme kommen mit eigenem Subwoofer. Sollte beim Neukauf einer dabei sein, muss man einiges beachten. Entgegen der allgemeinen Meinung sollte der Subwoofer nicht auf dem Boden und erst recht nicht hinter der Couch stehen. Auch hierbei ist neben möglichst zentraler Lage zum Lautsprecher auch die Höhe von Bedeutung, damit alle Töne unverfälscht im Ohr ankommen. Der Grund dafür liegt in der Ausgabe von Frequenzen über 100 Hertz, die eine Tonlokalisierung möglich machen. Der Abstand zur Wand sollte mindestens zehn Zentimeter betragen.

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Manche Soundbars kommen mit Subwoofer - doch wohin damit? (© 2015 CC: Flickr/Samsung Belgium)

6. An der frischen Luft

Unter keinen Umständen sollten Lautsprecher und Subwoofer in Regalen oder Fernsehschränken platziert werden. Die Töne sollen schließlich nicht eingeschlossen werden, sondern sich im Raum verteilen. Nur so erfasst der Surround-Sound auch das ganze Zimmer.

7. Nicht im Wege stehen

Entscheidest Du dich gegen die Wandmontierung, kann es schnell passieren, dass die Soundbar den Bildschirm verdeckt. Zudem ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch das Signal der Fernbedienung blockiert wird. Wer keine Lust auf akrobatische Verrenkungen hat, um im richtigen Winkel die Fernbedienung zu drücken, sollte sich über Sounddecks informieren. Sie bieten intelligent Platz für Lautsprecher und TV-Gerät. Aber Achtung, manche Fernsehgeräte haben ausladende Standfüße, die nicht auf jedes Sounddeck passen.

8. Abstand zum Lautsprecher

Damit die Reflexion von den Wänden den maximalen Effekt erreicht, sollten zwischen Aufbau und Sitzfläche mindestens drei Meter Abstand liegen.

9. Realistischer Sound

Vorhänge und Teppiche können das Klangerlebnis noch realistischer werden lassen. Sie dämpfen die Geräusche und sorgen für authentischen Sound.

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Die Soundbar macht sich am besten zentral unter dem Fernseher. (© 2014 Facebook/Sonos)

10. Noch mehr rausholen

Bei einigen Systemen kann mit den richtigen Equalizer-Einstellungen das Nonplusultra aus der Soundbar geholt werden. Es lohnt sich, das Menü zu erkunden und unterschiedliche Modi für Musik, Film oder Nachrichten einzustellen.  Nicht nur Audiophile werden nun die Stimmen der Nachrichtensprecher besser hören oder Actionfilme auf einem anderen Level genießen.

11. Anschluss nicht verlieren

Im Normalfall wird die Soundbar per HDMI-Kabel mit Deinem Fernseher verbunden. Wer das macht, hat dank automatischer Nachjustierung eigentlich nicht mit Verzögerungen zwischen Bild und Ton zu kämpfen. Doch manchmal kommt es einem zu Ohren, dass der Hörgenuss asynchron mit dem Bild verläuft. Die meisten Soundbars bieten mit der Lip Sync-Funktion eine Hilfestellung. Schnell laufen Bild und Ton wieder wie aus einem Guss.

12. Weniger ist mehr

Manche Soundbars kommen ohne eigene Fernbedienung und manch einer hat mit BluRay-Player, Apple TV und Spielekonsole sowieso schon genügend Eingabegeräte auf dem Couchtisch liegen. Je nach Soundsystem kann die Standardfernbedienung des TVs so programmiert werden, dass sie  automatisch die Lautstärke der Soundbar justiert, statt die der eingebauten Lautsprecher. Mit wenigen Schritten hast Du so eine 2-in-1-Fernbedienung und weniger störende Geräte im Wohnzimmer herumliegen.