Streaming-Dienste im Vergleich: Dagegen tritt Apple Music an

Zu den großen Konkurrenten von Apple Music zählt Spotify. Zu den großen Konkurrenten von Apple Music zählt Spotify. (© 2015 picture alliance / dpa)

Zum Monatsende wird iOS 8.4 mit Apple Music verfügbar sein – dann muss sich der Musik-Streaming-Dienst aus Cupertino gegen eine Vielzahl an Konkurrenten beweisen. Zum Vergleich  haben wir das Angebot der Alternativen wie zum Beispiel Spotify, Deezer und Juke zusammengestellt.

Apple Music

Apple_Music
Apple Music will es mit allen anderen Diensten aufnehmen. (© 2015 Apple/TURN ON)

Der Streaming-Dienst von Apple umfasst rund 30 Millionen Songs und bietet zur besseren Übersicht verschiedene Playlists, die nach Genres oder Themen sortiert sind. Als Zusatzfeatures wartet Apple mit dem Online-Radiosender Beats 1 sowie der  Social-Media-Plattform Connect auf. Die Bitrate der Streams liegt mit 256 kbps unter dem Industriestandard von 320 kbps, der von den meisten Konkurrenten verwendet wird. Nach einer kostenlosen Testphase von drei Monaten kostet Apple Music 9,99 Euro im Monat. Ein attraktives Familienpaket für bis zu sechs Personen bietet Apple für 14,99 Euro an. Ein dauerhaft kostenloses Grundangebot gibt es nicht. Alles Weitere zu Apple Music erfährst Du in unserer Übersicht.

Spotify

Der Marktführer unter den Streaming-Diensten aus Schweden wird mittlerweile von mehr als 60 Millionen Hörern genutzt. Spotify hat etwa 30 Millionen Songs in seiner Datenbank. Derzeit lässt sich die Premium-Variante 60 Tage kostenlos testen, anschließend fallen bei Spotify pro Monat 9,99 Euro an. Die Plattform hat aktuell etwa 30 Millionen Titel zu bieten. Besonders praktisch ist der Offline-Modus, mit dem sich auf bis zu drei Geräte gleichzeitig und ohne Internetverbindung Musik hören lässt. Neben dem Client, der mobilen App und dem Web-Browser ist Spotify auch per App auf Smart TVs verfügbar. Anders als Apple Music bietet Spotify auch ein kostenloses Grundangebot.

Deezer

Mit Deezer kostet auch der zweite große Fisch im Musikstreaming-Becken 9,99 Euro im Monat. Dafür bekommen Nutzer des aus Frankreich stammenden Musikdienstes sogar mehr als 35 Millionen Titel auf Laptop, Smartphone und Co. Deezer kann 30 Tage lang kostenfrei getestet werden. In der Premium-Version lassen sich zudem Playlisten erstellen und eigene MP3s importieren. Ein großer Pluspunkt ist, dass Deezer zusammen mit Spotify derzeit der einzige Wettbewerber mit Smart TV-App ist. Genau wie der Konkurrent stellt der Anbieter zudem ein kostenloses Grundangebot zur Verfügung.

Juke

Was möchtest du hören? Juke bietet Songs aus allen Genres an.
Was möchtest du hören? Juke bietet Songs aus allen Genres an. (© 2015 Screenshot: Juke/TURN ON)

Auch bei Juke ist die Auswahl an Songs riesengroß. Momentan befinden sich 30 Millionen Lieder im Online-Musikdienst. Wie die Konkurrenz kann auch Juke ohne Kosten ausprobiert werden. Die Laufzeit der Testphase beträgt 30 Tage. Anschließend hast Du drei Bezahlmodelle zur Auswahl, die mit zunehmender Laufzeit günstiger werden. Das Monatsabo ist für 9,99 Euro zu haben, das Drei-Monatspaket kostet 29,50 Euro. Buchst Du Juke gleich für ein halbes Jahr, sparst Du insgesamt knapp zwei Euro. Dank Dolby Pulse kommen Klang-Fetischisten voll auf ihre Kosten. Nachteil bei Juke ist hingegen, dass Du keine eigene Musik importieren kannst.

Napster

Jederzeit und überall Musik hören. Das vespricht auf Napster.
Jederzeit und überall Musik hören. Das vespricht auf Napster. (© 2015 Screenshot: Napster/TURN ON)

Der Schlagwort Napster erinnert an die Kindertage der Musik im Netz. Mit der umstrittenen Tauschbörse hat der Musikdienst aber nicht viel mehr als den Namen und das Logo gemein. 30 Millionen Musikstücke und – das ist sicher eine Besonderheit – Tausende Hörbücher werden zum Anhören bereitgestellt. Wie bei Deezer und Spotify gibt’s Napster 30 Tage lang gratis zum Test, anschließend kostet der Musikspaß 9,95 Euro monatlich. Wer den Dienst nur am heimischen Rechner verwenden möchte und auf die mobile Nutzung verzichten kann, hat auch die Möglichkeit, ein Abo für 7,95 Euro im Monat abzuschließen.

TIDAL

Relativ jung und dennoch bekannt ist TIDAL. Das liegt vor allem einem Namen: JayZ. Der HipHop-Megastar kaufte die Technologie-Schmiede und bewarb die Plattform mit bekannten Künstlern wie Daft Punk, Arcade Fire und Madonna. TIDAL spielt preislich in derselben Liga wie die großen Anbieter. 9,99 Euro kostet das Monatsabo, bei dem Du immerhin 25 Millionen Lieder bekommst. Eine Besonderheit ist das HiFi-Abo, für das immerhin 19,99 Euro aufgerufen werden. Ein weiteres Extra sind die mehr als 75.000 Videos sowie exklusiv Hintergrundgeschichten und Interviews. Die kostenlose Testphase dauert hier ebenfalls 30 Tage.

Google Play Music

Software-Gigant Google hat seinen eigenen Streaming-Dienst am Start.
Software-Gigant Google hat seinen eigenen Streaming-Dienst am Start. (© 2015 Screenshot: Google Play Music/TURN ON)

Wo sich online Daten bewegen, ist Google nicht weit. Der Softwareriese hat mit Google Play Music sein eigenes Streaming-Angebot. Mit mehr als 30 Millionen Stücken ist Google im Vergleich ähnlich gut aufgestellt wie die Konkurrenten. Mit einem Preis von 9,99 orientiert sich der Dienst ebenfalls an den Alternativen, ebenso mit der der 30-tägigen Testphase. Sehr praktisch ist, dass sich die iTunes-Bibliothek problemlos hinzufügen lässt.

Soundcloud

Stellt dir Musiker in den Vordergrund: Auf Soundcloud können Künstler ihre Musik präsentieren.
Stellt dir Musiker in den Vordergrund: Auf Soundcloud können Künstler ihre Musik präsentieren. (© 2015 Screenshot: SoundCloud/TURN ON)

Einen etwas anderen Weg als die bisher genannten Plattformen geht Soundcloud. Hier sind es vor allem die Künstler selbst sowie kleine Labels, die kostenlos Musik zur Verfügung stellen. Das kann die neuste EP oder eine erste Demo-Aufnahme sein. Nutzer können die Stücke anschließend herunterladen, kommentieren und bewerten. So dient Soundcloud einerseits als Plattform zum Kennenlernen neuer Musik, anderseits bietet sie eine tolle Möglichkeit, um den Austausch zwischen Künstler und Hörern herzustellen. Nutzer können auch ohne Registrierung und Kosten auf Soundcloud Musik hören. Wer aktuelle Chart-Titel sucht, wird hier allerdings nicht fündig.