Wall-E lässt grüßen: Diese Roboter schmeißen den Haushalt

Der kleine Roboter Wall-E – Held des gleichnamigen Animationsfilms Der kleine Roboter Wall-E – Held des gleichnamigen Animationsfilms (© 2014 picture alliance/Mary Evans Picture Library)

Müll stapeln, jeden Tag, für Hunderte von Jahren – der kleine Wall-E im gleichnamigen Animationsfilm ist natürlich nur Fiktion. Trotzdem: Schon heute gibt es praktische Haushaltsroboter, die den Alltag erleichtern. Wir stellen einige der praktischen Helfer vor.

Der Roomba 880 Staubsaugerroboter geht gegen Schmutz und Haare vor

Wer die Bezeichnung "Haushaltsroboter" hört, denkt wohl sofort an elektronische Staubsauger. Die kleinen, runden Bodenreiniger gibt es zwar schon länger zu kaufen – wirklich durchgesetzt haben sie sich aber noch nicht. Doch wer das regelmäßige Staubsaugen künftig vollautomatisch erledigt haben will, findet jede Menge Modelle im Handel. Einer von ihnen ist der iRobot Roomba 880.

Der iRobot Roomba 880 rollt selbstständig durch die Wohnung. Auf seinen Fahrten säubert er stark verschmutzte Stellen und speichert einen individuellen Reinigungsplan ab. Zu beachten ist aber: Aufgrund seiner Größe und Form kommt der Roboter nicht in alle Ecken. Zudem brummt er relativ laut und braucht gelegentlich Nachhilfe beim Wiederfinden seiner Ladestation – ganz so smart ist er noch nicht. Das High-End-Modell kostet rund 700 Euro. Natürlich gibt es günstigere Roomba-Modelle, die aber auch weniger leistungs- und saugstark sind.

Glasklare Sache: Der Winbot W710-Fensterreinigungsroboter

Es ist notwendig, aber ziemlich lästig: das Fensterputzen. Diese Aufgabe übernimmt auf Wunsch der W710-Fensterreinigungsroboter von Ecovacs. Einmal auf die Scheibe gesetzt, braucht die Mini-Putze etwa vier Minuten. Zumindest für eine Fensterscheibe von der Größe einer Terrassentür. Ganz schön schlau: Den optimalen Reinigungsweg errechnet der WinBot automatisch. Ganz ohne menschliche Hilfe kommt aber auch er nicht aus. Denn die zu reinigende Scheibe muss vorher mit Fensterreiniger eingesprüht werden – von Menschenhand. Auch in den Ecken muss oftmals nachgewischt werden. Neben dem W710 für Fenster mit Rahmen gibt es auch das W730-Modell für rahmenlose Glasflächen.

Der Gardena R40Li rückt Grashalmen zu Leibe

Spießig war gestern: Für viele gehört ein schöner Garten einfach dazu. Allerdings macht ein großes Gartengrundstück auch viel Arbeit – hier kommen Rasenmäherroboter ins Spiel. Sie fahren selbstständig eine festgelegte Fläche ab. Anschließend steuern sie automatisch ihre Ladestation an. Eines der beliebtesten Modelle ist der rund 1000 Euro teure Gardena R40Li. Laut Hersteller kann er eine Fläche von 400 Quadratmetern pflegen, was locker für die meisten Gärten in Deutschland reicht. Aufgrund seiner Geschwindigkeit und der mehrfachen Akkupausen ist der kleine Helfer damit aber auch vom frühen Morgen bis zum Abend beschäftigt.

Vor der nächsten Gartenparty: Grill säubern mit dem Grillbot

Wo wir beim Thema Garten sind: Ein Sommer ohne zünftiges Barbecue ist vielleicht möglich, macht aber auch weniger Spaß. Wenn sich die Freunde satt und zufrieden auf den Heimweg gemacht haben, muss der Grill jedoch gründlich gereinigt werden. Auch dafür stehen elektronische Aushilfen bereit. Einer von ihnen ist etwa der Grillbot vom gleichnamigen Hersteller. Er wird einfach auf dem Grillrost platziert und für 10, 20 oder 30 Minuten angestellt. Ruckelnd und zuckelnd fährt er über die Rillen, dabei entfernt er Speisereste und eingebranntes Fett. Zu diesem Zweck ist der Haushaltsroboter mit drei rotierenden Walzen ausgestattet, an denen Stahlbürsten befestigt sind. Die Walzen lassen sich ausklinken und separat reinigen – zum Beispiel bequem in der Spülmaschine.

Der Grillbot erleichtert die Säuberung eines benutzten Grills merklich. Trotzdem sollte man danach noch mal selbst ran – besonders hartnäckige Verschmutzungen schafft der Kleine nämlich nicht. Der Grillbot dürfte aber auf jeden Fall ein witziger Partygag sein. Importiert aus den USA kostet er bei uns etwa 150 Euro.

Die SensFloor-Sensormatte kann Leben retten

Zugegeben: Viele der hier vorgestellten Haushaltsroboter sind ganz nützlich, im Grunde aber als lustige Gadgets auch verzichtbar. Die SensFloor-Sensormatte hingegen kann im Ernstfall sogar Leben retten. Sie unterstützt etwa die Pflege älterer oder demenzkranker Patienten. Wie das funktioniert? Die zwei Millimeter dicke Matte gibt ein akustisches und optisches Alarmsignal an eine im Haus positionierbare Empfängereinheit aus, wenn eine Person auf die Matte stürzt. Sie ist näherungssensitiv – sie reagiert also auf Berührung, noch bevor sie mit einem Gewicht belastet wird. Außerdem kann sie unterscheiden, ob eine Person auf ihr steht oder nach einem Sturz liegt.

Erprobt wurde die SensFloor-Matte in Pflegeeinrichtungen. Mittlerweile gibt es sie in der Basisversion auch für Privatkunden zu kaufen. Je nach Modell schwankt der Preis zwischen 500 und 1.000 Euro. Dafür bildet die Matte aber auch das Herzstück eines ganzen Pflegesystems, das variabel erweitert werden kann