Zehn Film-Gadgets, die wir uns im wahren Leben wünschen

Besser bekannt als "Blitzdings" - der Neuralisator aus "Men in Black" Besser bekannt als "Blitzdings" - der Neuralisator aus "Men in Black" (© 2014 picture alliance)

Sie lassen Menschen schweben, Blinde wieder sehen oder helfen beim Vergessen: Gadgets in Film und Fernsehen kennen keine technischen Grenzen. In der Realität ist das leider anders. Wir präsentieren die zehn coolsten Helferlein aus Kino und TV, die im Alltag manchmal ganz praktisch sein könnten.

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, mit einer Röntgenbrille wie Superman durch Wände zu gucken? Denn wer keine Superkräfte hat, braucht das entsprechende Gadget. In Film und Fernsehen ist das kein Problem. Die kreativen Macher stellten ihren Film- und Serienhelden bereits fast alles zur Seite, was die Vorstellungskraft hergibt. Und damit fingen sie schon sehr früh an.

1. Der Vorläufer von modernen Handys? Das Schuhtelefon aus "Get Smart"

Schuhtelefon aus Get Smart
Maxwell Smart alias Agent 86 mit einem Schuhtelefon in "Get Smart". (© 2014 picture alliance / United Archives)

Eines den frühen Beispielen für ein extrem cooles Gadget bietet die Comedy-Serie "Get Smart" (im Deutschen: "Mini-Max)". Von 1965 bis 1970 erdachte die Satire auf das Geheimagenten-Genre viele kreative Helferlein, die Maxwell Smart alias Agent 86 in Bond-Manier unterstützen sollten. Legendär ist beispielsweise das Schuhtelefon – damals noch völlig abwegig. Doch mit dem Aufkommen der ersten Mobiltelefone wurde aus der Fiction Science. Außer mit einem Schuh konnte Agent 86 übrigens auch mit einem Butterbrot telefonieren.

2. Schlösser knacken und Aliens orten mit dem Sonic Screwdriver aus "Doctor Who"

Sonic Screwdriver aus Doctor Who
Bleibt bis heute mysteriös: der Sonic Screwdriver aus "Doctor Who". (© 2014 CC: Wikipedia/Sonicdrewdriver)

Ein wenig mysteriös bleibt der Schallschraubenzieher aus der Science-Fiction-Serie "Doctor Who" auch nach über 50 Jahren noch. Immer mal wieder tauchte er auf, wurde zerstört und durch ein neueres Modell ersetzt. Seine Funktionen sind selbst mit dem mittlerweile zwölften "Doktor" noch nicht vollständig bekannt. Allerdings soll er mindestens 2420 Einstellungen besitzen. Der Schallschraubenzieher (im Original: Sonic Screwdriver) kann Schlösser knacken, Türen öffnen – solange diese nicht aus Holz sind – und außerirdische Aktivitäten orten. Da er anscheinend auch medizinische Scans durchführen und fremde Geräte fernsteuern kann, finden wir: ein durchaus praktisches Allround-Gadget!

3. Technologiewunder und Berater: JARVIS aus "Iron Man"

J.A.R.V.I.S. aus Iron Man
Hilft nicht nur technisch weiter: JARVIS aus "Iron Man". (© 2014 YouTube/Marvel Entertainment)

J.A.R.V.I.S., auch JARVIS, könnte wohl jeder Held des Alltags gebrauchen. Die Abkürzung steht für "Just A Rather Very Intelligent System" und stammt aus dem Marvel-Universum. Die hochentwickelte künstliche Intelligenz hilft Tony Stark alias Iron Man bei nahezu jeder Tätigkeit. Sie ist in der Regel als Stimme zu hören und erscheint in Form von Hologrammen oder im Iron Man-Anzug. Doch nicht nur technisch hat die KI so einiges auf dem Kasten. JARVIS ist auch ein Freund für Tony Stark und hilft bei persönlichen Problemen weiter. Nicht nur aufgrund der abgefahrenen Hologramm-Technik wünschen wir uns daher ein JARVIS fürs echte Leben. iOS-Nutzer können sich immerhin die passende App kostenlos herunterladen.

4. Blinde lernen zu sehen – mit dem VISOR aus "Star Trek"

VISOR aus Star Trek
Hat nichts mit Google Glass zu tun: der VISOR aus "Star Trek". (© 2014 picture alliance _ Mary Evans Picture Library)

Auch hinter dem VISOR steckt eine Abkürzung: Das "Visual Instrument and Sensory Organ Replacement" aus "Star Trek" ist ein technisches Hilfsmittel, das Blinde sehen lässt. Bekannt wurde das Gadget durch die Rolle des Geordi La Forge, Leitender Ingenieur auf der USS Enterprise. Da er seit Geburt an blind ist, nutzt er das an seine Gesichtsform angepasste Hilfsmittel, um seine Aufgabe ausführen zu können. Der VISOR wird an Implantaten hinter den Schläfen befestigt und stellt darüber eine Verbindung zum Gehirn her. Da das Gadget nicht nur den fürs menschliche Auge sichtbaren Teil des Lichts erfasst, kann sein Träger deutlich mehr wahrnehmen. Zudem lässt sich Bild des VISORs auf einen Bildschirm in einigen Kilometern Entfernung streamen. Waren nur nicht die ständigen Schmerzen, die der Träger des Gadgets empfindet!

5. Achtung vor dem Blitzdings: Der Neuralisator aus der "Men in Black"-Trilogie

Men in Black Neuralisator
Besser bekannt als "Blitzdings": der Neuralisator aus "Men in Black". (© 2014 picture alliance)

Peinliche Situationen einfach vergessen machen? Der Neuralisator aus "Men in Black" macht's möglich. Besser bekannt als "Blitzdings" zählt das Gadget zur Standard-Ausrüstung der Agenten in Schwarz. Werden nichts ahnende Bürger Zeugen von außerirdischen Aktivitäten, werden sie einfach "geblitzdingst" – ein bestimmter Zeitabschnitt ihres Gedächtnis' wird somit ausgelöscht. Dass Hauptdarsteller Will Smith auch im wahren Leben Gefallen an einem solchen Gadget finden könnte, gestand er 2007 in einem Interview mit dem Magazin "Empire". Er würde den Neuralisator nach dem Sex einsetzen, um hinterher sagen zu können: "Hey, ich war der Beste, den du je hattest."

6. Schon längst keine Zukunftsmusik mehr: Die Motion Control aus "Minority Report"

Motion Control aus Minority Report
Maus und Tastatur? Dank Motion-Control-Technologie überflüssig. (© 2014 Facebook/Minority Report)

Der Film "Minority Report" kam 2002 in die Kinos – technologisch gesehen ist das eine Ewigkeit her. Damals war eine Gestensteuerung, wie Tom Cruise sie in seiner Rolle als Polizist John Anderton benutzt, um Daten und Voraussagungen auszuwerten, noch Teil der futuristischen Science-Fiction-Welt. Zwar gibt es heute schon Konsolenspiele, die per Gesten gesteuert werden. Und auch die im Film zur Identifizierung von Personen eingesetzten Netzhautscanner gibt es bereits. Wir würden uns allerdings wünschen, dass die Motion Control bald auch unser Arbeitsleben erleichtert. Zumindest sieht es außerordentlich cool aus, vor einer großen Glasfläche stehend Bilder und Videofetzen wie wild hin- und herzuschieben.

7. Die Uhren von James Bond sind niemals reine Zeitmesser

James Bond Uhr aus Moonraker
Kam bei einer Auktion unter den Hammer: die James Bond-Uhr aus dem Film Moonraker. (© 2014 picture alliance / dpa)

Wenn einer umfassend mit coolen Gadgets ausgestattet ist, dann ist es James Bond. Von Sean Connery bis Daniel Craig – im Laufe der Jahre hatten die Bond-Darsteller unzählige praktische Utensilien mit auf Mission. Darunter fallen unter anderem zahlreiche Uhren, die stets mehr konnten, als nur die Uhrzeit anzuzeigen. Wie wäre es zum Beispiel mit diesem Exemplar aus "Moonraker – Streng geheim"? Der Giftpfeil, den die Uhr abschießt, muss ja nicht gleich tödlich sein. Aber so ein kleines Betäubungsgewehr fürs Handgelenk wäre vielleicht auch in der einen oder anderen Alltagssituation ganz praktisch.

8. Der Gadget-König: John Brown alias Inspector Gadget

Inspector Gadget
Mit dem Propeller aus seinem Hut kann Inspector Gadget fliegen. (© 2014 picture-alliance / KPA Copyright)

Hier ist der Name Programm: Eine ganze Wagenladung voller cooler Gadgets bringt der aus einer Zeichentrickserie bekannte Inspector Gadget mit. Seine Abenteuer wurden im Jahr 1999 noch einmal mit realen Darstellern verfilmt. Allein der Propeller, der aus seinem Hut kommt und ihm das Fliegen ermöglicht, wäre es Wert, einen Tag in die Haut des Cyborgs zu schlüpfen. Ganz zu schweigen von seinen vielen Händen, den Sprungfedern, die seine Beine erweitern, und den Rollschuhen oder Skiern, die bei Bedarf aus seinen Schuhen kommen.

9. Nicht nur der Traum eines jeden Kindes: Ein Lichtschwert aus "Star Wars"

Lichtschwert aus Star Wars
Aus der Saga nicht mehr wegzudenken: das Lichtschwert. (© 2014 picture alliance / kpa)

Wer an "Star Wars" denkt, hat automatisch Lichtschwerter vor Augen. Und bei dem Geräusch, den die Jedi-Waffe mit hochenergetischer Lichtklinge macht, bekommt so mancher Fan eine Gänsehaut. Zugegeben: Im Alltag gäbe es wohl nicht allzu viele Einsatzzwecke für das Gadget. Da es aber einfach mit seiner Coolness besticht, würde ein reales Lichtschwert vermutlich unzählige Abnehmer finden. Außerdem könnte es ja auch nicht schaden, direkt an der Farbe des Lichtschwertes zu erkennen, ob man es mit einem guten oder bösen Menschen zu tun hat.

10. Fast wie Fliegen: Das Hoverboard aus "Zurück in die Zukunft" II und III

Bis heute legendär: das Hoverboard aus "Zurück in die Zukunft"
Bis heute legendär: das Hoverboard aus "Zurück in die Zukunft" (© 2014 picture-alliance / KPA Honorar & Belege)

Wer beneidete Michael J. Fox damals nicht, als er in seiner Rolle als Marty McFly in "Zurück in die Zukunft" Teil II und III auf einem Hoverboard unterwegs war? Wusstest Du, dass sich in den 90ern hartnäckig das Gerücht hielt, dass die schwebenden Skateboards tatsächlich existierten? Angeblich waren es allerdings besorgte Eltern, die eine Vermarktung verhinderten. Das stimmt natürlich nicht. Viele Firmen versuchten lange Zeit vergeblich, ein reales Hoverboard zu entwickeln. Den jüngsten Durchbruch feierte Greg Henderson im Oktober 2014. Er stellte den Prototyp eines solchen Gadgets vor, der Magnetfelder erzeugt und sich so von einer nicht eisenhaltigen Metalloberfläche abstößt. Aktueller Kostenpunkt für ein fertiges Hoverboard: rund 10.000 US-Dollar.