Zeitreise: Die ersten Apps für iOS und Android

Eine Ebay-App gibt es bereits seit 2008. Eine Ebay-App gibt es bereits seit 2008. (© 2015 CC: Flickr/Sooyong Wang)

Vor etwa sieben Jahren öffnete der AppStore in iTunes seine virtuellen Pforten. Einen Monat später folgte dann auch der Android Market – mittlerweile zu Google Play umbenannt. Diese Apps gehörten zu den ersten ihrer Zunft.

Affiger Spaß mit Bällen: Super Monkey Ball

Mit einem Affen und einem Ball revolutionierten Sega und Apple einst das mobile Gaming. Super Monkey Ball war die erste App, die auf der WWDC 2008 präsentiert wurde. Der Beschleunigungssensor des iPhones ermöglichte eine ganz neue Art der Steuerung, die bis heute in zahlreichen Games Anwendung findet. Mittlerweile hüpft der Ball und der Affe in ihm. Und das Spiel kostet auch keine sechs Euro mehr, sondern setzt auf das Freemium-Modell.

Wie im Supermarkt: Barcode Scanner

barcode scanner app 2008
So wurden 2008 Bar- und QR-Codes gescannt. (© 2015 CC: Flickr/Andrew Mager)

Barcode-Scanner gibt es wie Sand am Meer. Doch die unscheinbare Variante von ZXing war bereits in der Beta des Android Markets zu finden. 2008 war die Möglichkeit Bar- und QR-Codes zu scannen nämlich ziemlich revolutionär.

Bildbearbeitung ohne Selfies: PicSay

Noch lange bevor es Instagram, Retrica und Co. gab, gab es PicSay. Filter und Co.? Fehlanzeige! Die App wurde bereits 2008 bei der Android Developer Challenge unter die Top 50-Applikationen gewählt. Heute kann sie allerdings nicht mit den aktuellen Bildbearbeitungs-Apps mithalten und erwirkt kaum mehr als Gelächter.

Unterwegs bieten: Ebay

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So wurde die Ebay-App fürs iPhone auf dem WWDC 2008 präsentiert. (© 2015 CC: Flickr/Sooyong Wang)

Auktionen auch unterwegs nicht verpassen: Ebay präsentiert bereits 2008 eine offizielle Anwendung. Sowohl auf dem iPhone als auch auf Android-Smartphones konnte also von Anfang an mobil mitgeboten werden.

App zum Mitsingen: TuneWiki

Karaoke für die Hosentasche war 2008 ebenfalls schon ein Thema. TuneWiki besorgte schon damals die aktuellen Songlyrics und brachte sie direkt auf den mobilen Bildschirm. Die App gehörte ebenfalls zu den ersten bei iTunes und zu den aller ersten Android-Apps überhaupt.

Kurz notivert: Evernote

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Evernote will Zettel und Stift ersetzen. (© 2015 CC: Flickr/Johan Larsson)

Das Handy als digitalen Notizzettel nutzen war jetzt nicht unbedingt die neueste oder revolutionärste Idee. Doch Cloudanbindung und Synchronisation machten das Ganze schon smarter. 2008 startete Evernote in die Beta-Phase und gehört mittlerweile zu jeder Smartphone Grundausstattung.

AR before it was cool: Wikitude

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Virtual Reality war für Wikitude auf iPhone und Android bereits im letzten Jahrzehnt Thema. (© 2015 CC: Flickr/Marcin Polak)

Augmented Reality ist "the next big thing"? Weit gefehlt! Schon 2008 reichte Philipp Breuss den damals noch mobilen Travelguide Wikitude bei der Android Developer Challenge ein. Mittlerweile steckt ein ganzes Unternehmen hinter der AR-App.

Luftige Höhen bei Doodle Jump

Mit Doodle Jump wollte Lima Sky 2009 auf dem iPhone hoch hinaus. Per Neigung musste man den "Doodler" vorbei an Hindernissen und über Plattformen so hoch wie möglich manövrieren. Das Spiel zählte später auch zu den ersten Apps im Android Market und im Windows Phone Marketplace. Gedanken darüber, was mit der kleinen grünen Figur passiert, wenn sie fällt, hat sich auch jemand gemacht.

Ganz ohne "The": Facebook

facebook app 2010
Schon besser: Die 2010er Version der Facebook-App war deutlich besser als der Vorgänger. (© 2015 CC: Flickr/)

Zusammen mit dem AppStore und später dem Android Market erblickten auch die Facebook-Apps das Licht der Welt. Zuvor gab es bereits eine für das Smartphone optimierte mobile Ansicht. Heute ist die App von keinem Smartphone der Welt mehr wegzudenken und häufig auch vorinstalliert.

Eine Box voller Musik: Pandora

Musik hat schon immer eine Rolle auf dem Smartphone gespielt. Der Erfolg der Internetradio-App Pandora ist deshalb wenig verwunderlich. Bereits im Juli 2008 erschien sie bei iTunes und brach in den USA viele Rekorde – in Deutschland ist sie bis heute nicht verfügbar.

Physikpuzzler: Enigmo

Knifflige Puzzle-Games gab es 2008 auch schon. Enigmo war eines davon und bekam auf dem WWDC sogar etwas Redezeit. Auch heute gibt es das Spiel noch. Statt knapp 6 Euro muss man heute nur noch etwa 2 Euro auf den Tisch legen.

Fast wie Super Mario: Crash Bandicoot Nitro Kart 3D

Kaum zu glauben, aber wahr: Crash Bandicoot Nitro Kart 3D war ziemlich lange die meistverkaufteste App bei iTunes – und das für einen Preis von 6 Euro! Mittlerweile kostet das Spiel nur noch die Hälfte, wurde allerdings auch seit fünf Jahren nicht mehr aktualisiert.

Zeit ist Geld: OmniFocus

Omnifocus App
Später gab es die Omnifocus App auch fürs iPad – zum stolzen Preis versteht sich. (© 2015 CC: Flickr/See-ming Lee)

OmniFocus gehört vermutlich mit zu den teuersten Frühstartern bei iTunes. Satte 20 Euro kostete die To-Do- und Zeitmanagement-Anwendung damals. Mittlerweile gibt es bereits einen Nachfolger: OmniFocus 2. Um Faktor 2 stieg auch der Preis: Für den aktuellen Ableger werden fast 40 Euro berechnet.