Apple Watch und Co. können schon jetzt Anzeichen von Diabetes erkennen

Dank DeepHeart kann die Apple Watch schon jetzt verschiedene Krankheiten erkennen.
Dank DeepHeart kann die Apple Watch schon jetzt verschiedene Krankheiten erkennen. (©Cardiogram 2018)
Daniela Li Träumt von der "Walker Stalker Cruise" – oder einem Urlaub in Hauros wandelndem Schloss.

Wearables entwickeln sich immer stärker von reinen Sport- und Lifestyle-Gadgets zu echten Medizin-Produkten. Schon jetzt können Apple Watch und Co. Herzrhythmusstörungen, Schlafapnoe und andere Erkrankungen mit hoher Sicherheit erkennen – und offenbar auch Diabetes. Das belegt jetzt eine neue Studie.

Zugegeben, die Wearables benötigen die Unterstützung ganz spezieller Programme, um Krankheiten (relativ) sicher erkennen zu können. Angesichts der Tatsache, dass beispielsweise die speziellen Diabetes-Sensoren für die Apple Watch derzeit noch mitten in der Entwicklungsphase stecken, sind die Ergebnisse der aktuellen Studie trotzdem ziemlich beeindruckend. Die wurde von Gesundheits-Start-up Cardiogram in Zusammenarbeit mit der University of California in San Francisco durchgeführt.

Wearables mit Herzfrequenzmesser können Diabetes erkennen

Die Studie basiert auf den Daten von über 14.000 Testpersonen und belegt, dass Cardiograms lernfähiges Computerprogramm DeepHeart in Kombination mit den passenden Wearables schon jetzt Diabetes mit einer Trefferquote von 85 Prozent erkennen kann. Dafür analysiert das Programm die Daten, die die Herzfrequenzmesser von Apple Watch und Co. ihm liefern. Und kann daraus auf frühe Anzeichen von Diabetes schließen.

Eine echte Diagnose beim Arzt ersetzten die Wearables damit definitiv nicht, sie können aber als erste Warninstanz dienen, stellt Brandon Ballinger, Mitgründer von Cardiogram, klar. "[Die Ergebnisse der Studie mit DeepHeart] versprechen, dass wenn man eine Apple Watch, Android Wear, Garmin, oder irgendein anderes Wearable mit Herzfrequenzmesser trägt und die Herzfrequenzvariabilität sinkt, weil man Diabetes entwickelt, eine Nachricht oder das Angebot bekommt, einen Bluttest zu machen", zitiert Wareable den Entwickler.

Apple Watch und Co. ohne Aussicht auf (endgültigen) Erfolg?

So gut das alles klingt: Ein vollkommener Ersatz für herkömmliche minimal-invasive Methoden zur Bestimmung und Behandlung von Diabetes werden Apple Watch und Co. wohl nie sein. So sehr sich vor allem das kalifornische Unternehmen auch um entsprechende Sensoren bemüht, die realen Erfolgschancen sind laut Experten wohl eher gering. So erklärt etwa Steven LeBoeuf, CEO von Sensor-Firma Valencell, im Gespräch mit Wareable, dass kein noch so guter Sensor einem Diabetiker je verraten können werde, wie er sein Insulin zu dosieren habe. Auch entsprechende dafür gedachte Kontaktlinsen würden demnach wohl nie an die Genauigkeit aktueller Bluttests heranreichen.

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