Aus einem Guss: Dieses Fahrrad stammt aus dem 3D-Drucker

Daniela Li Träumt von der "Walker Stalker Cruise" – oder einem Urlaub in Hauros wandelndem Schloss.

Ein Fahrrad komplett aus dem 3D-Drucker? Was bis vor Kurzem vielleicht noch absolute Zukunftsmusik war, ist einem Unternehmen aus Amerika nun gelungen. Und: Der fahrbare Untersatz glänzt mit einem Rahmen aus Carbon, der vermutlich einige Radlerherzen höherschlagen lassen dürfte.

Fahrradreifen aus dem 3D-Drucker kennen wir inzwischen. Dank luftlosem Design sollen sie platte Reifen in Zukunft zu einem Relikt der Vergangenheit degradieren. Noch besser könnten es Radler nun mit einer Innovation von US-Unternehmen Arevo getroffen haben. Die Firma hat eine Technik entwickelt, um komplette Fahrradrahmen per 3D-Drucker herzustellen – aus Carbonfaser.

Vom Luxusartikel zum (Carbon-) Fahrrad für Jedermann?

Carbon wird von zahlreichen Fachleuten als Material der Zukunft angepriesen. Die Fasern sind besonders leicht, zugleich überaus stabil und erlauben beinahe grenzenlose Freiheit in Sachen Produktdesign. Das macht etwa Fahrräder aus Carbon aber zugleich aktuell auch noch zu einem kostspieligen Vergnügen. Immerhin wird jede einzelne Schicht von Hand aufgetragen.

Ein Prozess, den Arevo mit seinem neuen Druckkopf nicht nur vereinfacht, sondern auch beschleunigt hat. Anstatt durchschnittlich 18 Monate dauert die Herstellung eines Carbon-Fahrradrahmens mit der neuen Technik des Unternehmens nur noch unter 18 Tage – und ist für rund 300 US-Dollar (knapp 255 Euro) herstellbar.

Sogar die CIA hat ihre Finger im Spiel

Aktuell befindet sich das Unternehmen bereits in Verhandlungen mit mehreren Fahrradherstellern, doch das große Ziel ist eigentlich, Teile für die Luftfahrtbranche herzustellen. "Wir können in jeder Größe drucken – den Rumpf eines Flugzeugs, die Tragfläche", zitiert Reuters Jim Miller, CEO von Arevo.

Um die Technik bis zur jetzigen Marktreife zu bringen – und darüber hinaus zu entwickeln – hat sich das Unternehmen aber ohnehin bereits zahlungskräftige Unterstützung gesucht. Darunter auch In-Q-Tel, den Wagniskapitalfonds der CIA.

Wann es das Fahrrad aus dem 3D-Drucker regulär zu kaufen geben wird und was das Carbon-Fahrrad dann genau kosten wird, hat das Unternehmen bisher leider noch nicht bekannt gegeben.

Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Beliebteste Artikel bei Smart Living

  • Letzte 7 Tage
  • Letzte 30 Tage
  • Alle
close
Bitte Suchbegriff eingeben