Braten im Akkord: Fast-Food-Roboter Flippy macht sich an die Arbeit

Küchenmaschine der etwas anderen Art: Burger-Roboter Flippy hat seinen ersten Dienst angetreten.
Küchenmaschine der etwas anderen Art: Burger-Roboter Flippy hat seinen ersten Dienst angetreten. (©Miso Robotics 2018)
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Knapp ein Jahr, nachdem die US-Firma Miso Robotics und die Burgerkette CaliBurger ihre Zusammenarbeit verkündeten, ist es so weit: Flippy hat seinen ersten Arbeitstag. Der Roboter brät ab sofort in einem Fast-Food-Restaurant im amerikanischen Pasadena Burger – und das soll sowohl für Mitarbeiter als auch Kunden Vorteile mit sich bringen.

Flippy hat seine Arbeit an den Grills und Fritteusen des Restaurants aufgenommen – also genau an den Arbeitsplätzen, die bei den Mitarbeitern aufgrund von spritzendem Öl und der damit verbundenen Verbrennungsgefahr nicht sonderlich beliebt sind. Der Roboter hingegen stört sich an dem heißen Fett nicht. Er lernt dank künstlicher Intelligenz weiter fleißig dazu und soll die Angestellten so auf Dauer entlasten.

CEO ist überzeugt von Flippy

Miso-CEO Dave Zito setzt große Hoffnungen in die neue Technologie, wie er im Gespräch mit TechCrunch betont.

"Da er [Flippy] seine Geschwindigkeit und seine Fähigkeiten wie Braten, Wenden und Grillen der Menü-Bestandteile sowie das Hinzufügen von Gewürzen oder Käse zu den Patties mit der Zeit verbessert, wird CaliBurger einen Anstieg der Produktivität verzeichnen. Zudem haben wir unser Preissystem angepasst basierend auf dem erwartbaren Mehrwert, den jeder Robo-Küchen-Assistent im Durchschnitt leisten kann."

Vorteile für die Kunden

Auch die Kunden sollen so von dem erfolgreichen Einsatz von Flippy profitieren, denn der Roboter ist keinesfalls nur als Marketinggag gedacht. Die Preise für das Fast Food dürften, den Schätzungen des CEO zufolge, etwas sinken und auch die Wartezeiten und die Lebensmittelverschwendung sollen abnehmen. Die Kunden können sich über den Dienstantritt von Flippy demnach durchaus freuen. Und Flippy wird schon bald weitere Robo-Kollegen bekommen: Künftig soll der rund 60.000-Dollar-teure Küchenhelfer in rund 50 internationalen Standorten der Kette zum Einsatz kommen. Und wer weiß: Vielleicht begrüßt uns ja bald überall hinter der Theke der Mitarbeiter 2.0?

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