Intel arbeitet an smarter Brille mit Head-up-Display

Christin Ehlers Würde ein "König der Löwen"-Remake mit Benedict Cumberbatch notfalls aus eigener Tasche zahlen.

Das US-Unternehmen Intel ist bekannt für seine leistungsstarken Prozessoren, die in vielen Computern verbaut werden. Aber smarte Brillen? Damit hätte den Halbleiterhersteller vermutlich niemand so schnell in Verbindung gebracht. Doch mit ihrer Vaunt stellen sie genau das vor.

Smarte Brillen gibt es bereits viele – den meisten sieht man es allerdings auch an. Sie sind klobig oder haben eine auffällig integrierte Kamera im Gestell. Intel geht mit Vaunt andere Wege.

Intel entwirft smarte Brillen

Das Gestell der smarten Brille sieht auf den ersten Blick kaum anders aus als jene vom Optiker. Das liegt daran, dass Intel bei der Entwicklung der Vaunt komplett auf Knöpfe, kleine Kameras, Mikrofone oder hervorstehende Rahmenteile verzichtet hat. Und trotzdem projiziert die smarte Brille Informationen in digitaler Form ins Sichtfeld, wie The Verge exklusiv berichtet. Aber wie funktioniert das?

Vaunt projiziert Informationen direkt auf die Retina

Als Außenstehender soll man von der Projektion nichts sehen können. Das liegt laut The Verge daran, dass die digitalen Informationen nicht auf das Brillenglas, sondern direkt auf die Retina gestreamt werden. So entsteht ein monochromes Bild von 400 x 150 Pixeln, das die Informationen darstellt. Es erscheint aber nicht permanent auf dem Auge, sondern nur, wenn man durch einen bestimmten Bereich auf den Brillengläsern schaut. Blickt man darüber hinaus oder daran vorbei, verschwindet das monochrome Informationsbild gänzlich. Ein Head-up-Display der anderen Art ...

Mit 50 Gramm ist Vaunt sogar um einiges leichter, als Konkurrenzprodukte wie beispielsweise Google Glass. Der Verge-Redakteur, der einen Prototypen der smarten Brille bereits im Dezember 2017 testen durfte, gab sogar an, dass er beim Tragekomfort keinen Unterschied zu einer herkömmlichen Brille feststellen konnte.

Ungefährlicher Laser?

Die Projektion kommt direkt per Laser auf die Retina, allerdings gibt es keinen Grund zur Sorge, wie Mark Eastwood, Design Director von Intels New Devices Group (NDG) versichert. "Es ist ein Laser der Klasse 1. Er ist so schwach, dass wir dafür nicht einmal eine Lizenz benötigen und im Fall von Vaunt ist es sogar ein so schwacher Laser, dass er am unteren Ende der Klasse 1 rangiert."

Preis und Release?

Laut Tech Radar könnte Ende dieses Jahres ein Early-Access-Programm für Entwickler starten. Von einer zeitnahen Markteinführung ist noch nicht die Rede, ebenso wenig von einer Preisvorstellung.

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