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Können Fitbit und Co. künftig per Kleidung aufgeladen werden?

Beim Joggen die Fitbit laden? Das könnte bald Realität werden.
Beim Joggen die Fitbit laden? Das könnte bald Realität werden.
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Wie ärgerlich: Da möchte man die Trainingseinheit ins Freie verlegen, doch dann versagt der Akku von Fitbit, Smartphone und Co. Das war's dann mit dem Tracken von verbrannten Kalorien und zurückgelegter Strecke. Die Lösung könnte nun allerdings ausgerechnet in unserer Kleidung stecken.

Denn eine Gruppe von Wissenschaftlern der Nottingham Trent University (NTU) hat einen Weg gefunden, wie mithilfe der Kleidung unsere Fitness-Tracker und sogar Smartphones künftig auch unterwegs geladen werden können.

Klein, aber oho!

Wie ihnen das gelungen ist? Sie haben Solarzellen erschaffen, die so klein sind, dass sie in ein Garn eingearbeitet werden können. Damit sie auch problemlos mitgewaschen werden können und Regen trotzen, sind sie mit einer dünnen Harzschicht umgeben.

Eine einzelne Zelle misst drei Millimeter in der Länge und anderthalb Millimeter in der Breite und ist damit nicht größer als ein Floh. Angeblich, so schreibt Innovation in Textiles, soll die Technik beim Tragen von Kleidung, in die die Zellen integriert sind, nicht zu spüren sein.

Fitbit-Tracker könnte unterwegs geladen werden

In einem Test wurden 200 der neuartigen Solar-Zellen in einem Kleidungsstück der Probe aufs Exempel unterzogen. Dabei kam heraus, dass sie zwischen 2,5 und 10 Volt und bis zu 80 Milliwatt generieren können. Damit könnte, so die Forscher, zum Beispiel ein Fitness-Tracker von Fitbit problemlos aufgeladen werden. Werden bis zu 2000 Solarzellen in der Kleidung verwoben, würde es sogar für ein Smartphone reichen.

Vielversprechender Prototyp

"Es ist eine aufregende Technologie, die die Art und Weise, wie wir über Solarenergie, Kleidung und Wearable-Technologie denken, revolutionieren könnte", wird Achala Satharasinghe zitiert. Er hat den Prototypen im Zuge seiner Doktorarbeit entwickelt.

Laut Gadgets and Wearables ist der Smart-Clothing-Bereich der zweitstärkste, was die Wachstumsprognosen über die kommenden fünf Jahre angeht. Spitzenreiter sind sogenannte Hearables, die in Zukunft offenbar immer wichtiger werden.

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