Kooperation mit iRobot: Google will Daten von Roomba nutzen

Die Daten von Staubsaugerroboter Roomba sollen künftig nicht mehr nur beim Putzen helfen ...
Die Daten von Staubsaugerroboter Roomba sollen künftig nicht mehr nur beim Putzen helfen ... (©iRobot 2018)
Jutta Peters Wartet noch immer auf ihren Brief aus Hogwarts. Erwägt alternativ eine Laufbahn bei den Avengers.

iRobot, der Marktführer für Haushaltsroboter, und Internet-Riese Google haben sich mit einer neuen Kooperation zusammengetan, um das Smart Home einen weiteren Schritt voranzutreiben. Bislang können Staubsaugerroboter wie der Roomba i7+ per Sprachbefehl über Google Assistant gesteuert werden – jetzt will Google die Integration auch in die andere Richtung nutzen.

Staubsaugerroboter wie Roomba seien schlicht für personalisierte Smart-Home-Erfahrungen geschaffen, heißt es schwammig in einer Pressemitteilung von iRobot und Google. Deshalb wolle man nun die Kartierungsfunktion des Roomba nutzen, um beispielsweise das Einrichten und die Automatisierung anderer smarter Geräte zu verbessern.

Roombas Karten-Funktion soll Smart Home zugutekommen

Klingt erst mal kompliziert, heißt aber im Grunde nichts anderes, als dass Google künftig auf die Mapping-Daten zugreifen will, die der Staubsaugerroboter mit seiner integrierten Kamera sammelt. Dazu gehören detaillierte Grundrisspläne der Wohnungen und Häuser der Nutzer sowie Daten zur Zimmereinteilung. Diese ermöglichen es den Usern eigentlich, den Roomba per Sprachbefehl gezielt in bestimmte Räume zu schicken – der Roboter weiß, wo er hin muss.

Staubsaugerroboter Roomba i7 Smart Map Funktion iRobot
Der Putzroboter Roomba i7+ erstellt detaillierte Karten – und genau die sind für Google interessant.

Google will diese Raumpläne jedoch künftig auch für andere Geräte im Smart Home nutzen. Die Idee dahinter sei beispielsweise, dass der Nutzer den Befehl "Okay Google, schalte das Licht in der Küche an", geben könne und Google Assistant exakt zuordnen könne, welche Lichter sich dort befinden, erklärte der iRobot-Vorsitzende Colin Angle The Verge.

Saugt Roomba jetzt private Daten für Google ein?

Der eine oder andere Roomba-Nutzer dürfte allerdings nicht allzu begeistert von der Vorstellung sein, dass Google nun den exakten Grundriss der eigenen vier Wände kennen soll. Das weiß auch der Internetkonzern und versicherte im Gespräch mit The Verge bereits, dass die erhobenen Daten nicht zu Werbezwecken verwendet werden.

Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Beliebteste Artikel bei Smart Living

  • Letzte 7 Tage
  • Letzte 30 Tage
  • Alle
close
Bitte Suchbegriff eingeben