Kupol: Fahrradhelm aus dem 3D-Drucker setzt auf Design mit Köpfchen

3D-Fahrradhelm Kupol punktet mit seinem bis ins Detail durchdachten Design.
3D-Fahrradhelm Kupol punktet mit seinem bis ins Detail durchdachten Design. (©Kupol3Dhelmet 2018)
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Fahrradhelm Kupol ist eine "revolutionäre" Neuheit für Radfahrer. Das zumindest versprechen die Entwickler auf Kickstarter. Teile aus dem 3D-Drucker würden den Helm sicherer und bequemer machen als "alles andere, was gerade auf dem Markt erhältlich ist" – und das soll vor allem dem cleveren Design zu verdanken sein.

Der Clou: Der kanadische Hersteller nutzte die Teile aus dem 3D-Drucker, um das "Kollide Safety System" für seinen Fahrradhelm zu entwerfen: ein weiches, flexibles 3-Schichten-System in der Helmschale. Diese Schichten können sich unabhängig vom Rest des Helms bewegen und so bei einem Sturz oder Zusammenprall mit anderen Fahrzeugen Stöße von allen Seiten optimal abfangen.

Fahrradhelm Kupol wirkt Kräften beim Sturz entgegen

Die innerste Schicht ist der nachgiebige 3D-Kern. Er absorbiert die eigentliche stumpfe Kraft in Form eines Schlags, die beim Aufprall auf den Kopf des Radfahrers einwirkt. Er stellt eine Art Knautschzone des Helms dar.

Sogenannte kinetische Stoßfänger in der mittleren Lage des Kupol sollen derweil die Aufprallgeschwindigkeit absorbieren, die bei einem Unfall meist einen ebenso harten Rückstoß zur Folge hat.

Fahrradhelm aus dem 3D-Drucker Kupol
Von Außen mag der Kupol-Helm aussehen wie jeder andere. Ein Blick ins Innere enthüllt jedoch einige Neuerungen.

Integrierte Dämpfer für mehr Tragekomfort

Zu guter Letzt sollen sogenannte "Oktopus Pods", bewegliche Dämpfer an der Innenseite des Helms, im Falle eines Aufpralls die Rotationsbewegung des Kopfes abschwächen. Sie sorgen zudem für den idealen Sitz des Helms, indem sie sich an die individuelle Kopfform anpassen – ohne lästige Druckstellen.

Die äußere Hülle des Helms trägt ebenfalls zur Bequemlichkeit bei: Hunderte kleiner Löcher sorgen für Luftdurchlässigkeit. So soll der Träger weniger mit Hitze und Schweiß zu kämpfen haben als bei den üblichen Helmen mit Polystyrol-Hartschaum im Inneren.

Und als wäre das alles noch nicht genug, kommt Kupol auch noch mit einem abnehmbaren Visier, sodass der Fahrradhelm sowohl abseits als auch auf der Straße zum Einsatz kommen kann.

Kupol ist noch nicht abfahrbereit

Kupol ist aktuell in sieben Farbkombinationen auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter erhältlich. Kostenpunkt: 249 Kanadische Dollar, was umgerechnet etwa 166 Euro entspricht. Ausrollen soll der Fahrradhelm aus dem 3D-Drucker allerdings erst im Juni 2019 – und das natürlich nur, wenn die Crowdfunding-Kampagne erfolgreich finanziert wird.

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