Schweiß-Tracker auf dem Vormarsch: Konkurrenz für Fitness-Tracker

Daniela Li Träumt von der "Walker Stalker Cruise" – oder einem Urlaub in Hauros wandelndem Schloss.

Fitness-Tracker gehören mit ihren Herzfrequenzmessern derzeit zu den Lieblingskindern der medizinischen Forschung. Doch Schweiß-Tracker könnten den smarten Wearables schon bald den Rang ablaufen.

Bisher gelten Herzwerte als das Nonplusultra, wenn es darum geht, mit Wearables der Gesundheit auf den Zahn zu fühlen. Doch es gibt noch andere Daten, mit denen uns unser Körper ganz beiläufig versorgt und die ebenfalls Rückschlüsse auf zahlreiche Vitalwerte und mögliche Krankheiten erlauben – durch Schweiß.

Schweiß-Tracker werden zum neuen Lieblingsprojekt vieler Forscher

"Schweiß ist überaus vielversprechend, weil es die beste nicht-invasive Quelle zur Echtzeitmessung und -Analyse von molekularen Biomarkern ist", heißt es dazu etwa von Firma Eccrine Systems, einem Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Gesundheitsdaten aus Schweiß zu gewinnen. "Die Werte können in direkte Wechselbeziehung mit den Biomarkern aus Blut und anderen medizinischen Goldstandardwerten gesetzt werden und liefern aussagekräftige Ergebnisse und belegbare Informationen."

Auch an verschiedenen Universitäten gehören Schweiß-Tracker längst zu den besonders enthusiastisch verfolgten Projekten. Bereits im April 2017 machten Meldungen die Runde, dass Wissenschaftler der Stanford University und der UC Berkeley ein Wearable entwickelt haben, das über Schweißanalyse Krankheiten diagnostizieren kann.

Zu einfach gedacht?

"Ein einfaches Device zu haben, das Echtzeitinformationen zu Gesundheitswerten liefert, ist die grundlegende Idee hinter dem Schweiß-Tracker-Projekt", erklärt Professor Ali Javey, der Leiter des Projekts, dazu im Gespräch mit Wareable. "Es könnte beispielsweise als Alarm dienen, und Nutzer darüber informieren, dass sie ein Medikament einnehmen müssen. Oder warnen, dass man dehydriert und etwas trinken muss."

So gut das alles klingt, haben Schweiß-Tracker im Vergleich zu herkömmlichen Herzfrequenzmessern doch einen entscheidenden Nachteil: Nutzer müssen tatsächlich schwitzen, damit das Gerät Werte ermitteln kann. Die Tatsache, dass nicht jeder immer schwitzt (außer vielleicht beim Sport oder Hitze), schränkt den Einsatzspielraum der neuen Wearables deutlich ein.

Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Beliebteste Artikel bei Smart Living

  • Letzte 7 Tage
  • Letzte 30 Tage
  • Alle
close
Bitte Suchbegriff eingeben