Studie belegt: Apple Watch erkennt Vorhofflimmern äußerst zuverlässig

Die Apple Watch und andere Smartwatches sollen künftig beim frühzeitigen Erkennen von Herzrhythmusstörungen helfen.
Die Apple Watch und andere Smartwatches sollen künftig beim frühzeitigen Erkennen von Herzrhythmusstörungen helfen. (©Apple 2018)
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Kaum ein Thema wird aktuell so intensiv untersucht wie die Möglichkeiten, Smartwatches zum Erkennen gesundheitlicher Probleme einzusetzen. Die Apple Watch scheint in diesem Punkt nun einen wichtigen Schritt vorangekommen zu sein: Eine Studie belegt, dass das Wearable aus Cupertino ein Vorhofflimmern mit hoher Genauigkeit feststellen kann.

Die klinische Studie wurde von den Entwicklern der App Cardiogram, die auch für die Apple Watch erhältlich ist, in Zusammenarbeit mit der UC San Francisco (UCSF) durchgeführt. Die Ergebnisse wurden anschließend im Journal Jama Cardiology veröffentlicht. Es ist die erste umfangreiche Untersuchung, die belegt, dass die Apple Watch und ähnliche Wearables Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern mit einer Treffgenauigkeit von 97 Prozent erkennen können.

Umfangreiche Studie mit klarem Ziel

An der Studie nahmen 9.750 Testpersonen teil. Sie alle nutzten Cardiogram auf ihren Smartwatches und ließen so ihre täglichen Schritte sowie ihre Herzfrequenzen tracken. Mit diesen Daten wurde wiederum das Deep-Learning-Modell der App gefüttert, die daraufhin annähernd präzise ermitteln konnte, ob einer der Teilnehmer an Vorhofflimmern leidet.

Für Cardiogram und smarte Wearables wie die Apple Watch sei diese Erhebung ein Meilenstein, hielt Cardiogram-Mitbegründer Brandon Ballinger fest. Schließlich müsse man Gesundheitsfeatures auf klaren Beweisen begründen, um das Vertrauen von entsprechenden Experten zu gewinnen.

Die Sache hat einen Haken

Doch auch, wenn die Ergebnisse zunächst vielversprechend erscheinen, muss berücksichtigt werden, dass alle Teilnehmer der vorliegenden Studie bekanntermaßen ein erhöhtes Risiko zum Vorhofflimmern hatten. Wie hoch die Genauigkeit bei Patienten ohne eine entsprechende medizinische Vorgeschichte ist, müssen zukünftige Studien zeigen.

Zudem bleibt laut Techcrunch die Frage: Was soll der Nutzer tun, wenn seine Apple Watch ein Vorhofflimmern erkennt? Besucht er direkt den Arzt? Sollen bestimmte Selbsttests durchgeführt werden? Die aktuelle Studie ist sicher nur ein erster Schritt auf dem Weg zum medizinischen Nutzen von Smartwatches.

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