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Studie beweist: Fitness-Tracker überschätzen den Kalorienverbrauch

Wie viele Kalorien habe ich schon verbrannt? Ein Blick auf den Fitness-Tracker liefert nur eine grobe Einschätzung.

Keine Frage: Fitness-Tracker sind praktische Hilfsmittel, wenn es darum geht, sich für das nächste Workout zu motivieren oder die eigene Gesundheit im Blick zu behalten. Vollkommen verlassen sollte man sich auf die angezeigten Werte aber nicht. Der Grund: Eine neue Studie hat nun belegt, dass die Wearables oft daneben liegen, wenn es um die Messung der verbrannten Kalorien geht.

Tatsächlich neigen Fitness-Tracker dazu, den Kalorienverbrauch zu überschätzen – in einem Fall sogar um mehr als 50 Prozent! So lautet zumindest das Ergebnis, zu dem ein Team der Aberystwyth University in einem Test für BBC gekommen ist.

So lief die Studie ab

Für den Test banden die Forscher zwölf bereitwilligen Probanden die Tracker Fitbit Charge 2, Letscom HR und Letsfit um. Für die Ermittlung des exakten Kalorienverbrauchs schloss man die sechs weiblichen und sechs männlichen Testpersonen zusätzlich an ein Sauerstoffmessgerät an. Die Menge an verbrauchtem Sauerstoff einer Person stehe in direktem Zusammenhang mit dem Kalorienverbrauch, erklärt Dr. Rhys Thatcher, der mit der Studie beauftragt wurde, auf der Website der Universität.

So ausgestattet ließen die Forscher die Probanden jeweils zehn Minuten auf einem Laufband gehen und rennen. Dabei taten sich enorme Unterschiede zwischen den gemessenen Werten auf. Alle getesteten Wearables lieferten immer ungenauere Ergebnisse, je aktiver die Testperson wurde.

Thatchers Fazit? Als "Tool zur Motivation oder um Fortschritte zu tracken" seien Fitness-Tracker durchaus geeignet. Absolut verlässlich sind die angezeigten Messwerte aber nicht.

Das sagen die Hersteller

Auf Nachfrage von BBCs X-Ray Programm erklärte Fitbit, man sei "überzeugt von der Performance der [eigenen] Produkte, basierend auf ausgiebigen wissenschaftlichen Nachforschungen". Andere Hersteller rechtfertigten die Ungenauigkeiten wiederum damit, dass es sich bei Fitness-Trackern "nicht [um] medizinische Geräte" handele.

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