TURN ON Innovation: Mückenschutzarmband Nopixgo imitiert ein Gewitter

Das Wearable Nopixgo soll den Mückenschutz revolutionieren.
Das Wearable Nopixgo soll den Mückenschutz revolutionieren. (©Nopixglobal 2018)
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Grillen im Garten, Picknick am See oder Chillen im Park: So schön diese Freiluftaktivitäten auch sind, können Mücken sie einem schnell verleiden. Auf die juckenden Stiche der Blutsauger würden wir allzu gerne verzichten. Mit Chemie gegen die Übeltäter vorzugehen, schadet auch Mensch und Natur, doch mit dem Mückenschutzarmband Nopixgo gibt es endlich eine Alternative. 

Es ist laut dem Schweizer Hersteller Nopixglobal "der ultimative Mückenschutz" und reduziert Stiche, indem es durch elektromagnetische Wellen ein Unwetter nachahmt. Doch wie funktioniert das?

Elektromagnetische Wellen treiben Mücken in die Flucht

Dazu muss man zunächst einmal wissen, dass Mücken keine großen Fans von Gewittern sind. Sie sind für die Blutsauger tatsächlich eine lebensbedrohliche Gefahr, die sie durch die atmosphärischen Ladungen und elektromagnetischen Wellen und Felder, die damit einhergehen, schon aus der Ferne wahrnehmen. Spüren sie, dass eines aufzieht, suchen sie instinktiv Schutz. Der Stechimpuls wird da hintenan gestellt. Diesen Umstand macht sich Nopixgo zunutze. Das Wearable imitiert ein Unwetter, indem es schwache elektromagnetische Wellen abgibt.

Für die Mücken fühlt sich das wie ein nahendes Gewitter an und ihr Stechverhalten wird in einem Radius von zwei Metern um das Wearable unterdrückt. Das heißt jedoch nicht, dass durch Nopixgo alle Mücken zwangsläufig vertrieben werden. Während einige ein ausgeprägtes Fluchtverhalten an den Tag legen, bleiben manche in der Nähe, da Mücken die Richtung aus der das Signal kommt, nicht erkennen können. Doch stechen sollen auch diese dank Nopixgo nicht – und darum geht es dem Hersteller in erster Linie.

Nopixgo ist für bis zu eine Woche im Betrieb

Das hautverträgliche und größenverstellbare Armband selbst erinnert optisch an einen Fitness-Tracker und besitzt ein schlichtes LED-Display. Blinkt es Weiß, ist der Schutz aktiv, Rot bedeutet, dass der Ladezustand gering ist. Wenn es aufgeladen wird, leuchtet es schließlich Blau. Einen Power-Button gibt es allerdings nicht. Einmal über Mikro-USB aufgeladen ist Nopixgo für ca. eine Woche ständig in Betrieb und schützt seinen Träger durchgehend vor Mückenstichen.

Ob beim Sport ... fullscreen
Ob beim Sport ... (©Nopixglobal 2018)
... beim Angelausflug ... fullscreen
... beim Angelausflug ... (©Nopixglobal 2018)
... oder im Café – Nopixgo hält Mücken angenehm fern. fullscreen
... oder im Café – Nopixgo hält Mücken angenehm fern. (©Nopixglobal 2018)
Ob beim Sport ...
... beim Angelausflug ...
... oder im Café – Nopixgo hält Mücken angenehm fern.

Laut Hersteller ist die Strahlung, die Nopixgo dabei abgibt, minimal und sowohl für Mensch als auch Tier unbedenklich. Die Strahlung, die ein modernes Smartphone abgäbe, wäre 180 mal höher als die des Wearables. Spritzwasser kann Nopixgo nichts anhaben, fürs Schwimmen eignet sich das Armband allerdings nicht.

Einsatz des Wearables zur Vorbeugung von Malaria?

Die Idee zu dieser neuen Form der Mückenbekämpfung kommt von dem Schweizer Forscher Kurt Stoll, der entdeckte, dass Stechmücken nicht nur auf chemische, sondern auch auf elektromagnetische Reize reagieren. Letztere gelangen über den Panzer ins zentrale Nervensystem und schließlich ins Mückenhirn. Das elektromagnetische Signal löst dann die tief in der DNA verwurzelte Schutzreaktion aus.

Mit Nopixgo sind... fullscreen
Mit Nopixgo sind... (©Nopixglobal 2018)
... Ausflüge in die Natur ... fullscreen
... Ausflüge in die Natur ... (©Nopixglobal 2018)
... nicht mehr mit Mückenstichen verbunden. fullscreen
... nicht mehr mit Mückenstichen verbunden. (©Nopixglobal 2018)
Mit Nopixgo sind...
... Ausflüge in die Natur ...
... nicht mehr mit Mückenstichen verbunden.

Nopixgo ist jedoch nicht nur hierzulande nützlich. Vor allem in Gebieten, in denen Malaria verbreitet ist, kann das Wearable tatsächlich Leben schützen. Denn "erst gar nicht gestochen werden", bietet laut Hersteller nicht nur den besten Schutz gegen Malaria, sondern auch gegen Erkrankungen wie Gelb-, Dengue- und West-Nil-Fieber. 

Kickstarterkampagne soll Forschung vorantreiben

Obwohl Nopixgo bereits im Handel erhältlich ist, hat Hersteller Nopixtglobal eine Kickstarter-Kampagne für seinen unkonventionellen Mückenschutz ins Leben gerufen. Mit dem gesammelten Geld soll vor allem die Forschung vorangetrieben werden, um die Wirkung des Wearables weiterhin zu verbessern – und das möglichst für alle über 3.000 Moskitoarten, die existieren.

Auch soll eine Smartphone-App entwickelt werden, die das Nopixgo je nach vorherrschender Mücken- oder Moskitoart in der Region mit individuellen, abschreckenden Signalen konfigurieren kann. Auf der Crowdfunding-Plattform können sich Interessierte Nopixgo ab umgerechnet 60 Euro sichern. Im Oktober sollen die Armbänder verschickt werden.

Innovation
Jede Woche Donnerstag nehmen wir ein neues spannendes Crowdfunding-Projekt genauer unter die Lupe und berichten darüber ausführlich in TURN ON Innovation. Vergangene Themen unserer Innovations-Kolumne findest Du in dieser Übersicht.

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