Urlaub von Instagram & Co: Hotelkette bietet Social-Media-Sitting an

Wer im Urlaub mal wieder ohne Smartphone abhängen möchte, kann jetzt einen Social-Media-Sitter engagieren.
Wer im Urlaub mal wieder ohne Smartphone abhängen möchte, kann jetzt einen Social-Media-Sitter engagieren. (©foxyburrow - stock.adobe.com 2018)
Jutta Peters Wartet noch immer auf ihren Brief aus Hogwarts. Erwägt alternativ eine Laufbahn bei den Avengers.

Auch das Leben als Social-Media-Influencer kann bisweilen anstrengend sein – meint zumindest die Hotelkette Ibis. Damit ihre Gäste sich einmal nicht um die schönsten Schnappschüsse für Instagram und Co. Gedanken machen müssen und stattdessen den Urlaub genießen können, bieten die Ibis-Hotels in der Schweiz jetzt den Service von Social-Media-Sittern an.

Im Grunde bedeutet das nichts anderes, als dass Du die Login-Daten für Deine Social-Media-Accounts an ausgewählte Influencer aus Deiner Urlaubsregion übergibst. Diese übernehmen dann für Dich das Knipsen und Teilen von Fotos.

Vermeiden von "digitalem Stress"

Der Sinn des Ganzen? Ganz einfach: Du kannst in der Zwischenzeit Deinen Urlaub genießen. Dein Essen verputzen, statt es für Fotos hübsch anzurichten, bis es kalt ist. In den Pool hüpfen statt geschminkt und frisiert zu posieren. Und Du musst auch nicht stundenlang wandern, nur um einen Schnappschuss von dem Foto-Spot zu kriegen, den man "unbedingt gesehen haben muss".

Bei all diesen vermeintlichen Kleinigkeiten handelt es sich um ein ernsthaftes Problem. Der sogenannte "digitale Stress" im Social-Media-Zeitalter, der Druck, ständig und überall präsent und vorzeigbar sein zu müssen, ist längst Bestandteil vieler Studien. Ibis verspricht nun: "Genießt euren City-Trip ohne digitalen Stress."

Schräger Clip holt Social Media ins echte Leben

Für diesen neuen Service wirbt Ibis mit einem beinahe verstörenden Werbeclip. Darin unternimmt ein Paar eine romantische Fahrt mit dem Ruderboot. Der Mann greift zum Smartphone und knipst seine posierende Liebste. Prompt tauchen diverse Menschen aus dem See auf, um wie wild drauf los zu "liken" und Hashtags zu hinterlassen. Am Ende zetert sogar noch eine Ex-Freundin des Mannes weinend dazwischen – ein schräger Reminder daran, wie nervtötend die Kommunikation in den sozialen Medien sein kann.

Da ist man doch froh, dass Ganze mal aus der Hand geben zu können, oder? Alternativ kann man das Smartphone aber auch einfach mal ausschalten ...

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