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AquaStop: Funktion & Anschluss des Sperrventils für die Waschmaschine

Moderne Waschmaschinen kommen meist mit AqauStop daher – damit Dein Zuhause vor einem Wasserschaden sicher ist.
Moderne Waschmaschinen kommen meist mit AqauStop daher – damit Dein Zuhause vor einem Wasserschaden sicher ist. Bild: © gerenme/GettyImages 2018

Der AquaStop bei der Waschmaschine oder dem Geschirrspüler ist so etwas wie eine kleine Lebensversicherung für den Fußboden. Der Sicherheitsmechanismus enthält ein Sperrventil, mit dem die Wasserzufuhr im Falle einer undichten Stelle verriegelt wird. Hier erfährst Du, wie ein AquaStop funktioniert und wie Du das Sicherheitssystem nachrüsten kannst.

Ein AquaStop ist ein Absperrventil, das in die Schlauchkupplung – also ins Endstück des Schlauchs – integriert wird und dann direkt unter dem Wasserhahn sitzt. Du erkennst ihn meist als kleinen Kasten am Wasserschlauch einer Waschmaschine oder eines Geschirrspülers.

Sollte ein Schlauch platzen, sorgt der AquaStop dafür, dass kein Wasser austritt und verhindert so einen teuren Wasserschaden. Bei vielen Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen sind solche oder ähnliche Sicherheitsmechanismen serienmäßig verbaut. Wer ein Gerät ohne Wasserstopp besitzt, kann diesen mit geringem Aufwand günstig nachrüsten.

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Funktionsweise des mechanischen AquaStops

Es gibt verschiedene Varianten von Wasserstopps. Grundsätzlich unterscheiden Techniker zwischen mechanischen und elektronischen Modellen:

  • Beim mechanischen AquaStop wird während des regulären Gebrauchs Druck aufgebaut. Platzt der Schlauch, verzeichnet eine Feder den abrupt sinkenden Druck und schließt das System. Diese Schlauchplatzsicherung erkennt jedoch meist keine kleineren Schäden, sondern nur einen komplett gerissenen Schlauch.
  • Elektronische Sperrventile überwachen mit Hilfe von Sensoren die Wassermenge. Wird die übliche Menge, die die Maschine für einen Waschgang benötigt, überschritten, stoppt der Aquastop den Wasserfluss automatisch.

Sicherheitsnetz für die Waschmaschine: AquaStop mit Doppelmantelschlauch

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In modernen Geräten ist der Wasserstopp oftmals bereits vorhanden. Bild: © Andreas Schwarz/Electrolux 2019

Besonders sicher funktionieren Doppelmantelschlauchsysteme, da der AquaStop hier schon kleine Risse im Schlauch bemerkt und das Ventil schließt. Statt nur eines Schlauchs verlaufen hier zwei Schläuche ineinander. Im inneren Schlauch fließt dabei das Wasser, während der äußere Schlauch mit einem Quellmittel gefüllt ist. Reißt der innere Schlauch, gelangt Wasser ins Quellmittel, das sich daraufhin plötzlich ausdehnt und so die Verriegelung aktiviert. Häufig arbeitet diese Art des AquaStops mit einem Magnetventil, das bei Bedarf die Wasserzufuhr verschließt.

AquaStop-Deluxe: In modernen Maschinen oft fest verbaut

Moderne Waschmaschinen oder Spülmaschinen verfügen häufig über einen elektronischen Wasserstopp. Diese sogenannten Watercontrol-Systeme überwachen mithilfe von Sensoren den Wasserzulauf und stoppen im nassen Notfall die Wasserzufuhr. Zudem besitzen Waschmaschine oder Geschirrspüler meist eine Bodenwanne, in der sich Wasser, das aus undichten Stellen stammt, ansammeln kann. Ein Schwimmerschalter kontrolliert den Wasserstand: Steigt das Wasser zu hoch an, wird das Zulaufventil elektronisch verschlossen und der Wasserstrom gestoppt.

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Dank AquaStop-Systemen musst Du Dir um einen Wasserschaden im Badezimmer oder der Küche keine Gedanken machen. Bild: © New Africa / Adobe Stock 2019

Beim sogenannten Waterproof-System wird der Sicherheitsmechanismus durch einen Doppelschlauch sowie ein Doppelmagnetventil ergänzt. Letzteres stellt sicher, dass die Wasserzufuhr auch dann fest geschlossen wird, wenn ein Ventil defekt ist. Einige Geräte verfügen sogar über Sensoren, die die Feuchtigkeit am Boden messen und Alarm schlagen, sobald irgendwo Wasser austritt. Die Maschine wird dann häufig sofort abgeschaltet. Über den Reset-Knopf oder den normalen An- und Ausschalter setzt Du das Gerät bei einem Fehlalarm wieder in Gang.

AquaStop nachrüsten: Sorgfalt ist wichtig!

Fehlt bei Deiner Maschine ein Wasserstopp oder ist das Ventil defekt, kannst Du häufig selbst einen (neuen) AquaStop anschließen. Beachte dabei aber, dass nicht jeder Sicherheitsmechanismus an jeder Wasch- oder Spülmaschine montiert werden kann. Informiere Dich vorher, welche Vorrichtungen Dein Gerät eventuell bereits besitzt und frage anschließend im Fachhandel nach einem kompatiblen Wasserstopp.

In der Regel lassen sich komplexe Sicherungssysteme nicht so leicht nachrüsten. Einen AquaStop in Form einer Schlauchplatzsicherung kannst Du hingegen meist ohne Weiteres nachträglich angeschließen. Bedenke aber: Falls es wegen einer falschen Montage zu einem Wasserschaden kommt, übernimmt Deine Versicherung die Kosten in der Regel nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt den AquaStop daher lieber von einem Fachmann anbringen. Dann erhältst Du eine Garantie und die Versicherung hilft im Schadensfall weiter.

AquaStop anschließen: So geht's

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Ein einfacher AquaStop lässt sich relativ problemlos nachrüsten. Bild: © yunava1/Getty Images/iStockphoto/Thinkstock 2017

Die Art der Montage variiert je nach Maschine oder AquaStop. Eine allgemeingültige Anleitung zum Anschließen eines Wasserstopps an eine Waschmaschine oder einen Geschirrspüler gibt es daher nicht. Bei einem Großteil der Geräte befinden sich die Anschlüsse allerdings an der Rückseite. Bevor Du hier Hand und Rohrzange anlegst, musst Du das Gerät vom Strom trennen und den Wasserzulauf schließen. Wird der AquaStop ausgetauscht, kann es sein, dass beim alten Wasserstopp ein Kabel zum Gerät führt. Ist dies der Fall, solltest Du das Kabel entfernen.

Schraube dann den bisher vorhandenen Schlauch mithilfe einer Rohrzange sowohl von der Maschine als auch vom Wasseranschluss ab. Jetzt kommt der neue Schlauch mit AquaStop zum Einsatz, der entsprechend an Maschine und Wasserhahn montiert wird. Sobald die Überwurfmuttern festgedreht sind, kannst Du das Wasser wieder aufdrehen. Bleibt alles trocken? Dann ist wahrscheinlich alles dicht. Andernfalls solltest Du die Muttern erneut überprüfen.

Etwas komplizierter wird es, wenn sich der Wasserstopp im Innenraum des Geräts befindet. Dann musst Du vorsichtig die Rückwand abmontieren, um an das Schlauchende zu gelangen.

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AquaStop reparieren und verlängern

Für einige Geschirrspüler und Waschmaschinen werden im Falle eines defekten AquaStops Reparatursets angeboten. Mit diesen lässt sich allerdings nur der AquaStop direkt am Hahn ausbessern. Ob es ein entsprechendes Ersatzteil für Dein Modell gibt, kannst Du beim Hersteller Deines Geräts in Erfahrung bringen. Auch Schlauchteile, mit denen Du den AquaStop verlängern kannst, bieten verschiedene Hersteller an. Hier sollte aber sehr genau auf die Kompatibilität der Verlängerung geachtet werden, damit die Garantie nicht erlischt.

Zusammenfassung

  • Der AquaStop ist ein Sicherheitsmechanismus, der die Wasserzufuhr bei einer undichten Stelle in der Wasch- oder Geschirrspülmaschine über ein Sperrventil verriegelt.
  • Es wird zwischen mechanischen und elektronischen Modellen unterschieden.
  • Die mechanische Variante erkennt nur große Schäden, Doppelmantelschlauchsysteme bemerken auch kleine Risse.
  • Moderne Maschinen verfügen oft über einen elektronischen Wasserstopp.
  • Eine Nachmontage ist mit Einschränkungen möglich, komplexe Sicherungssysteme sind schwer nachträglich anzuschließen.
  • Bei einer falschen Montage übernimmt die Versicherung die Kosten für einen Wasserschaden nicht.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt den AquaStop vom Fachmann anschließen.
  • Bei Defekten kann man auf Reparatursets zurückgreifen.
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