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EMS-Training für zu Hause: Das können die kleinen EMS-Geräte

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EMS-Geräte sollen den Muskelaufbau mit Stromstößen gezielt fördern (im Foto: ein Gerät Beurer). Bild: © Beurer 2020

Muskeln aufbauen durch Stromstöße – das mag schmerzhaft klingen, ist aber das Grundprinzip der Elektromuskelstimulation, auch EMS-Training genannt. EMS-Geräte für zu Hause sind gefragt. Worauf Du beim Kauf achten solltest, erfährst Du hier.

So funktioniert EMS-Training

Während die Muskeln bei normaler körperlicher Aktivität Impulse durch die Nerven erhalten, kommen die Impulse bei einem EMS-Trainingsgerät durch sogenannten Reizstrom von außen. Die Muskeln ziehen sich durch die leichten Stromstöße zusammen, so wie bei körperlicher Betätigung auch. Regelmäßig angewendet kann das EMS-Training ganze Muskelpartien effektiv aufbauen und sogar schmerzhafte Verspannungen lösen.

Netter Nebeneffekt: Der Kalorienverbrauch steigt, lästige Fettpolster lassen sich leichter loswerden. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen EMS-Geräte kaufen wollen, um vom heimischen Sofa aus zu "trainieren". Es gibt aber einen Haken.

EMS-Geräte sind nichts für Anfänger

Genau genommen gibt es sogar zwei Haken. Der erste: Das EMS-Training allein reicht nicht aus. Zwar lassen EMS-Geräte regelmäßig angewendet die Muskeln wachsen, doch dieses Training fördert durch den Muskelaufbau lediglich die Kraft, nicht die Ausdauer. Und die ist ebenfalls wichtig, um sich wirklich fit zu halten.

Der zweite Haken: EMS-Training sollte von Experten individuell im Hinblick auf die gesundheitlichen Voraussetzungen des Trainierenden zugeschnitten und intensiv betreut werden. Unter Umständen ist das EMS-Training für Dich gar nicht geeignet. Insbesondere Schwangere, Personen mit Herzschrittmachern und Epileptiker sollten die Finger von der Stromstoß-Therapie lassen.

Für Einsteiger gilt generell: Du solltest einige Monate lang ein- bis zweimal wöchentlich für etwa 20-minütige Einheiten ein EMS-Studio aufsuchen, bevor Du von zu Hause aus Muskelaufbau über ein EMS-Gerät betreibst.

Modelle in verschiedenen Ausführungen

Wer sich anschließend ein EMS-Gerät zulegen möchte, sollte zunächst seinen Arzt aufsuchen, um gesundheitliche Probleme auszuschließen. Vor dem Kauf heißt es dann: ausführlich vergleichen, die Geräte unterscheiden sich. Hersteller Slendertone etwa entwickelt EMS-Geräte, mit denen sich verschiedene Körperregionen wie Bauch, Arme oder Po gezielt trainieren lassen. Darunter sind auch Bauchmuskeltrainer, die sich wie ein Gürtel umschnallen lassen.

Flexibler bist Du mit EMS-Trainern mit separaten Elektroden von Herstellern wie Beurer und Dittmann. Die Elektroden befinden sich auf Geldpads, die Du an unterschiedlichen Körperpartien befestigen kannst. EMS-Geräte lassen sich häufig auch zur Schmerztherapie verwenden, aus der die Reizstrombehandlung ursprünglich stammt. Schließlich gibt es Funktionstights und -shirts, die statt auf Klebeelektroden auf Stimulatoren (Stims) setzen, die magnetisch an die Kleidung angeheftet werden.

Egal für welche Ausführung Du Dich entscheidest, es ist wichtig, dass Du Dich an die Anwendungshinweise des Herstellers hältst. Einsteiger unterschätzen häufig die Stärke der elektrischen Muskelstimulation, die nur als Kribbeln wahrnehmbar ist. Wer die EMS-Geräte zu lange, zu häufig oder zu intensiv nutzt, kann seiner Muskulatur eher schaden als nützen.

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Zusammenfassung

  • Regelmäßiges EMS-Training unterstützt den Muskelaufbau durch leichte elektrische Impulse.
  • Eine ärztliche Untersuchung vor dem ersten Training sowie eine Betreuung durch Profis ist empfehlenswert.
  • Wer eines der zahlreichen EMS-Geräte für zu Hause kaufen will, sollte ein besonderes Augenmerk auf die jeweiligen Modelle und ihre Ausführungen legen.

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