Frontlader oder Toplader? Die Waschmaschinentypen im Vergleich

Bei der Frage "Frontlader oder Toplader?" ist auch der verfügbare Platz mitentscheidend.
Bei der Frage "Frontlader oder Toplader?" ist auch der verfügbare Platz mitentscheidend. (©AEG/Saturn; Paylessimages/AdobeStock 2018)
Daniela Li Träumt von der "Walker Stalker Cruise" – oder einem Urlaub in Hauros wandelndem Schloss.

Deine alte Waschmaschine ist kaputt oder Du möchtest Dir aus einem anderen Grund ein neues Gerät zulegen und fragst Dich, ob Frontlader oder Toplader die bessere Wahl ist? Im folgenden Ratgeber erklären wir Dir genau, welche Vor- und Nachteile beide Waschmaschinenbauarten besitzen.

Frontlader oder Toplader? (Auch) eine Frage des Platzangebots

Einer der größten und augenscheinlichsten Unterschiede zwischen Frontlader- und Toplader-Waschmaschinen ist das Format der Geräte. Während Frontlader klassisch eher quadratisch, praktisch, gut daherkommen, sind Toplader in der Regel relativ schmal und dafür hoch gebaut. Maße von 85 x 60 x 60 Zentimetern beziehungsweise 90 x 40 x 60 Zentimetern sind größtenteils Standard.

Das hat seine ganz eigenen Vor- und Nachteile. Während Toplader auch in schmalere Lücken passen, können Frontlader dafür meist relativ problemlos unter Arbeitsplatten aufgestellt werden. Auch in Regalsysteme lassen sich Frontlader leicht integrieren. Du kannst die Oberseite alternativ als zusätzliche Ablagefläche für (leichte) Gegenstände nutzen. Dafür musst Du bei Frontlader-Waschmaschinen ausreichend Platz vor der Maschine einplanen, um das "Bullauge" richtig öffnen zu können.

Diese Platzfrage stellt sich bei Topladern nicht, da die Wäsche durch eine Luke in der Oberseite der Waschmaschine befüllt und entnommen wird. Ein weiterer Vorteil: Während des laufenden Waschprogramms kannst Du beim Toplader einzelne Wäschestücke nachträglich dazu geben oder vorzeitig entnehmen. Bei Frontladern geht das nicht. Dafür entfällt bei Topladern die zusätzliche Abstellfläche.

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Eine Frontlader-Waschmaschine kann auch unter der Arbeitsplatte positioniert werden.

Standfeste Variante: Frontlader kommen nicht so schnell ins Schleudern

In Sachen Standfestigkeit kommen Toplader oft nicht an Frontlader heran. Durch die eben erwähnte schmale Bauform besitzen die Waschmaschinen eine deutlich kleinere Standfläche – und wandern im Schleuderprogramm gerne auch mal durch die Gegend. Das ist zwar vor allem bei älteren Modellen ein Problem. Doch auch generell kannst Du von einer Toplader-Waschmaschine weniger Laufruhe erwarten als von einem Frontlader.

Um dieses Problem so klein wie möglich zu halten, empfiehlt es sich, ganz genau auf die korrekte Ausrichtung der Waschmaschine zu achten. Steht die Maschine auch richtig gerade? Werden alle vier Standfüße gleichmäßig belastet? Auch für die Laufruhe einer Frontlader-Waschmaschine sind diese Aspekte übrigens nicht ganz unwichtig ...

Welche Waschmaschine passt zu mir (und meiner Größe)?

Ein weiterer Faktor, wenn es um die Frage Frontlader oder Toplader geht, ist die eigene Körpergröße. Weil beim Toplader die Wäsche von oben eingefüllt wird, muss sie natürlich auch auf diesem Wege wieder herausgefischt werden. Bei einer Gerätehöhe von im Schnitt 90 Zentimetern kann das für etwas kleinere Menschen leicht umständlich werden, wenn die letzte Socke vom Boden der Trommel geangelt werden muss.

Bei einer Frontlader-Waschmaschine kann der Wäschekorb dagegen einfach vor die Maschine gestellt und die Wäsche herausgezogen werden. Allerdings kann das Hocken vor dem Haushaltsgerät auf die Knie und den Rücken gehen, wenn man nicht aufpasst.

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Toplader werden von oben befüllt und entleert, was den Rücken schonen kann.

Nicht zu unterschätzen: So viel Wäsche passt in Frontlader und Toplader

Genauso individuell wie die Körpergröße ist das persönliche Wäscheaufkommen. Und das sollte bei der Frage "Frontlader oder Toplader?" unbedingt auch miteinbezogen werden. Durch die schmalere Bauart besitzen Toplader nämlich ein deutlich kleineres Trommelvolumen als ihre frontbefüllten Kollegen.

Rund 5 Kilogramm Füllmenge sind bei den meisten Toplader-Waschmaschinen Standard, in wenigen Fällen kommen die Maschinen auf bis zu 7 Kilogramm. Frontlader glänzen dagegen mit Füllmengen zwischen durchschnittlich 7 bis 12 Kilogramm und eignen sich daher vor allem für Familien und Menschen, die aus anderen Gründen viel Wäsche zu waschen haben.

Natürlich kannst Du größeren Wäschebergen auch mit einer Toplader-Waschmaschine effektiv zu Leibe rücken. Allerdings musst Du dafür deutlich häufiger waschen, was nicht nur mehr Aufwand, sondern auch tendenziell höhere Wasser- und Stromkosten bedeutet.

Warum sind Toplader eigentlich teurer als Frontlader?

Geht es an den Kauf eines neuen Haushaltsgroßgerätes, ist die Preisfrage natürlich ebenfalls ein wichtiges Entscheidungskriterium. Obwohl es in beiden Fällen selbstverständlich günstigere und teurere Modelle gibt, sind Toplader in der Anschaffung und Instandhaltung generell teurer, als Frontlader. Warum? Weil die ganze Technik durch die schmale Bauweise auf deutlich kleinerem Raum komprimiert werden muss. Das macht nicht nur die Herstellung kostspieliger, sondern auch anfallende Reparaturen, falls bei Deiner Waschmaschine mal etwas kaputtgehen sollte.

Zusammenfassung

  • Toplader sind deutlich schmaler gebaut als Frontlader, dafür sind sie höher
  • Frontlader benötigen ausreichend Platz vor der Maschine, damit die Tür geöffnet werden kann
  • Toplader können nicht unter Arbeitsplatten positioniert werden
  • Toplader sind weniger laufruhig und standfest als Frontlader
  • In einen Toplader passen im Schnitt 5 bis 7 Kilogramm Wäsche, in einen Frontlader 7 bis 12 Kilogramm
  • Frontlader eignen sich vor allem für Familien und Menschen, die viel Wäsche zu waschen haben
  • Toplader sind teurer als Frontlader, weil die Technik auf kleinerem Raum komprimiert werden muss
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