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Funktionskleidung waschen: Das solltest Du beachten

So robust Funktionskleidung auch ist, beim Waschen muss sie geschont werden.
So robust Funktionskleidung auch ist, beim Waschen muss sie geschont werden. Bild: © BartekSzewczyk/iStock/Thinkstock 2017

Ob beim Sport, beim Wandern oder Campen: Funktionskleidung sorgt dafür, dass Du für jeden Fall optimal gerüstet bist. Doch so praktisch die spezielle Kluft ist, so ratlos sind viele beim Waschen – und das zurecht, denn hier zeigt sich die Kleidung von seiner empfindlichen Seite.

Unter Funktionskleidung werden Textilien verstanden, die aus synthetischen Fasern bestehen. Diese sind atmungsaktiv, wärmeisolierend und wasserabweisend, sodass sie bei Wind und Wetter sowie beim Sport für möglichst viel Komfort und ein angenehmes Körpergefühl sorgen.

Ein weiterer Vorteil: Der Schweiß kann bei Funktionskleidung verdunsten. So wird die Gefahr einer Unterkühlung nach sportlicher Aktivität reduziert.

Funktionskleidung waschen: Hinweise auf dem Etikett beachten

Allerdings benötigt diese Art von Kleidung besondere Pflege, da sich durch Bakterien, die den Schweiß zersetzen, sonst nach kurzer Zeit üble Gerüche in den Sportsachen entwickeln. Außerdem bleibt die äußere Membran nur dann intakt, wenn Du sie von Schmutz und anderen Ablagerungen befreist.

Aber: Wenn Du Deine Funktionskleidung waschen möchtest, beachte unbedingt die Pflegehinweise auf dem Etikett. Jacken, T-Shirts und Co. bestehen aus unterschiedlichen Materialien wie beispielsweise Nylon oder Gore-Tex. Generell lässt sich jedoch sagen, dass die empfindlichen Fasern keine hohen Temperaturen und nicht jedes Waschmittel vertragen. Sollten die Pflegehinweise verblichen sein, gehst Du auf Nummer sicher, wenn Du die Funktionskleidung bei 30 Grad Celsius im Feinwaschprogramm wäschst.

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Waschmittel für Funktionskleidung: Besser flüssig

Nicht jedes Waschmittel ist für Funktionskleidung die richtige Wahl. Lass Deine Finger vor allem von Pulverwaschmittel: Es kann sich in den Poren der Sportsachen festsetzen und diese verstopfen. Tief in den Stofffasern verankert, löst sich das Waschmittel dann nicht mehr richtig auf. Dadurch kann die Kleidung nicht nur ihre Atmungsaktivität einbüßen, sondern auch Deine Haut reizen, wenn sich das Waschmittel beim Schwitzen löst.

Und was ist mit Weichspüler?
Gib zur Wäsche mit Funktionskleidung niemals Weichspüler. Dieser verstopft nämlich die Poren der Stoffe. Dadurch verlieren sie ihre Atmungsaktivität und ihre funktionalen Eigenschaften sind dahin.

Verwende aus diesem Grund lieber Flüssigwaschmittel. Hier bietet sich vor allem spezielles Waschmittel für Funktionskleidung. Es ist besonders schonend für die Materialien und strapaziert die Imprägnierung nicht.

Flecken entfernen: Verschmutzte Stellen sanft vorbehandeln

Ist Deine Funktionskleidung an bestimmten Stellen stark verschmutzt? Dann ist bei der Reinigung etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Die verschmutzten Bereiche solltest Du vor dem Waschgang vorbehandeln. Verzichte allerdings auf den Einsatz aggressiver Substanzen wie Fleckenentferner. Stattdessen solltest Du die Flecken mit einem feuchten Tuch und etwas Gallseife entfernen.

Achtung: Reiben ist kontraproduktiv, da es den Schmutz nur tiefer ins Gewebe drückt.

Achte zudem darauf, die Maschine nicht zu voll zu machen, da das Gewebe dadurch zusätzlich mechanisch belastet wird. Schließe zusätzlich alle Reiß- und Klettverschlüsse und drehe besonders empfindliche Kleidung – aus Fleece und Wolle – auf links. Schnurzüge von Kapuzen und Co. solltest Du vor dem Waschgang komplett entfernen, um Verheddern zu vermeiden.

Funktionskleidung neu imprägnieren

Da Funktionskleidung nur bedingt Hitze verträgt, sollte sie nach dem Waschen möglichst nicht in den Trockner wandern. Häng die Kleidung stattdessen auf den Wäscheständer – jedoch nicht in die direkte Sonne – und lass sie an der Luft trocknen.

Funktionsjacken und Co. sollten je nach Gebrauch mindestens zweimal im Jahr auf diese Weise behandelt werden. Lässt der Abperleffekt mit den Jahren nach, kannst Du die Funktionskleidung mit Imprägnierspray einsprühen. Dabei sprühst Du ein wasserlösliches Mittel direkt auf die nasse Kleidung. Lass alles über nacht lufttrocknen und gib die Wäsche am Morgen noch für eine Stunde im Schongang in den Trockner. Dann ist die Funktionskleidung bereit für ihren nächsten Einsatz.

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