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Kühlschrank 2.0: Das bedeuten Low-Frost, No Frost und 0-Grad-Zone

Viele aktuelle Kühlschränke sind mit Low-Frost oder No-Frost sowie 0-Grad-Zone ausgestattet.
Viele aktuelle Kühlschränke sind mit Low-Frost oder No-Frost sowie 0-Grad-Zone ausgestattet. Bild: © Thinkstock/antoniotruzzi 2016

Kühl- und Gefrierschränke haben immer mehr Zusatzfunktionen. Was steckt eigentlich hinter den Begriffen Low-Frost, No Frost und 0-Grad-Zone?

Mit Kühlen allein ist es nicht mehr getan. Einst war der Kühlschrank eine bahnbrechende Innovation, inzwischen hat sich das praktische Gerät weiterentwickelt. Funktionen wie Low-Frost, No-Frost und verschiedene Temperaturzonen sollen Dir das Leben erleichtern – sind aber nicht immer unbedingt notwendig.

Abtauen ade: Von Low-Frost bis No-Frost

Das kennt jeder: Obwohl die Tür des Eisfaches immer vorbildlich geschlossen wird, bilden sich nach einer Weile Reif und Eis an den Wänden und der Ablage im Kühlfach. Spätestens wenn das Eis überhandnimmt, sollte das Gefrierfach abgetaut werden. Und das ist nervig, denn der Kühlschrank muss dafür komplett ausgeräumt und das sich verflüssigende Eis mühsam aufgefangen werden. Sogenannte SmartCool-Geräte wollen ihren Nutzern diese Arbeit deutlich erleichtern, werben mit einer Low-Frost oder No-Frost-Funktion.

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Vereiste Gefrierschränke sollen mit Low-Frost und No-Frost der Geschichte angehören. Bild: © Thinkstock/PhonlamaiPhoto 2016

Und das steckt dahinter: Dank eines um den Gefrierschrank herum verbauten Verdampfers verringert sich die Luftfeuchtigkeit im Gerät. Je nach Modell bildet sich durch diese Abtau-Automatik wenig Eis (Low-Frost) oder gar kein Eis (No-Frost) mehr. Im Idealfall muss ein Gerät mit Low-Frost-Funktion nur ein- bis zweimal jährlich abgetaut werden.

Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen

Das ist ohne Frage praktisch, die No-Frost- und Low-Frost-Geräte haben jedoch auch Nachteile: Zum einen verkleinert sich durch diese Funktionen der Innenraum des Kühlfaches. Zum anderen erhöht sich nach Angaben des ETM Testmagazins der Stromverbrauch bei einem No-Frost-Gerät um bis zu 20 Prozent. Für die Low-Frost-Alternative gilt das allerdings nicht. Darüber hinaus sind SmartCool-Geräte teurer in der Anschaffung als Kühlschränke ohne diese Zusatzfunktion. 

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Ob ein Low- oder No-Frost in die Küche einzieht, sollte überlegt werden. Bild: © LG 2019

Bei all diesen Faktoren sollte eines bedacht werden: Auch wer einen herkömmlichen Kühlschrank besitzt, kann die Stromkosten in die Höhe treiben – wenn er das Gerät nicht regelmäßig abtaut. Je dicker die Eisschicht im Gefrierfach ist, desto höher der Energieverbrauch. Schließlich muss der Kühlschrank abgetaut werden. Da er anschließend wieder heruntergekühlt werden muss, entsteht hier auch ein hoher Stromverbrauch. Letztlich gleicht sich der höhere Energieverbrauch der No-Frost-Geräte durch ihre bessere Energieeffizienz laut GIGA wieder aus. In der Regel besitzen Geräte mit diesen Abtaufunktionen die Energieeffizienzklasse A+++ oder A++.

Nicht nur für Menschen, die das Abtauen als lästig empfinden, kann sich die Anschaffung eines Gerätes mit No- oder Low-Frost-System also durchaus lohnen. Gerade, wenn Du Dein Gefrierfach häufig nutzt und dementsprechend häufig öffnest, kannst Du von den Abtaufunktionen profitieren. Natürlich solltest Du das Eisfach auch bei SmartCool-Funktion möglichst nur kurz öffnen.

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0-Grad-Zone: Längere Frische um den Gefrierpunkt

Im Kühlschrank herrschen je nach Fach unterschiedliche Temperaturen. Mit zwei bis drei Grad ist das Fach über dem Gemüsefach am kühlsten. Mehrzonenkühlgeräte setzen noch einen drauf: Sie verfügen über eine 0-Grad-Zone, auch Biofresh-Zone genannt. Diese soll Lebensmittel, die in ihnen gelagert werden, besonders lange frisch halten. Dafür spielt die Luftfeuchtigkeit eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund besitzen größere Geräte oft mehrere 0-Grad-Zonen, die an die Anforderungen von verschiedenen Lebensmitteln angepasst sind.

Lebensmittel, die in der 0-Grad-Zone aufbewahrt werden, bleiben länger frisch.fullscreen
Lebensmittel, die in der 0-Grad-Zone aufbewahrt werden, bleiben länger frisch. Bild: © Thinkstock/ViktorCap 2016

Es gibt dann einen Bereich mit nur etwa 50 Prozent Luftfeuchtigkeit, also mit trockenen Bedingungen, der sich gut für die Lagerung von Fleisch, Fisch und Milchprodukten eignet. Die Aktivität von Mikroorganismen, die die Verderblichkeit beschleunigen, wird hier merklich eingedämmt. Die Lebensmittel sind unter diesen Bedingungen bis zu dreimal länger haltbar. Gemüse und Obst hingegen bleiben bei hoher Luftfeuchtigkeit länger frisch und knackig, kommen daher besser in eine 0-Grad-Zone mit bis zu 95 Prozent Luftfeuchtigkeit. Hier trocknen sie nicht aus und behalten zudem ihre Vitamine.

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Für wen lohnen sich Geräte mit 0-Grad-Zonen?

Lohnt sich die Anschaffung eines Kühlschranks mit 0-Grad-Zone? Dazu sollte sich jeder vor dem Kauf sein Kauf- und Lagerverhalten vor Augen führen. Wer gern Fleisch isst, es aber meist nur in kleinen Mengen kauft und sofort verbraucht, benötigt kein zusätzliches Fach, um es länger aufzubewahren. Für Obst und Gemüse gilt letztlich dasselbe. Doch wenn einem Lebensmittel regelmäßig verderben, sollte man die Anschaffung eines SmartCool-Gerätes in Betracht ziehen.

Zusammenfassung

  • Bei Kühlschränken oder Gefrierschränken mit Low-Frost oder No-Frost bildet sich wenig beziehungsweise kein Eis.
  • Dafür sorgt ein Verdampfer, der um den Gefrierschrank herum verbaut ist und die Luftfeuchtigkeit im Inneren verringert.
  • Deshalb müssen entsprechende Geräte gar nicht (No-Frost) oder nur maximal zweimal im Jahr (Low-Frost) abgetaut werden.
  • No-Frost-Geräte sind jedoch teurer als herkömmliche Geräte
  • Die 0-Grad-Zone bezeichnet eine Frischezone im Kühlschrank, in der Lebensmittel länger haltbar sind.
  • 0-Grad-Zonen mit 50 Prozent Luftfeuchtigkeit eignen sich für die Lagerung von Fleisch und Fisch.
  • 0-Grad-Zonen mit bis zu 95 Prozent Luftfeuchtigkeit bieten gute Bedingungen für Gemüse und Obst.
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