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Revival des Brotbackautomaten? Darum lohnt sich die Anschaffung

Brotbackautomaten erleben aktuell ein echtes Revival.
Brotbackautomaten erleben aktuell ein echtes Revival.

In den 1990er-Jahren waren sie schon einmal sehr beliebt, jetzt erleben sie ein regelrechtes Revival: Brotbackautomaten sind wieder auf dem Vormarsch. Doch warum ist das so? Und vor allem: Lohnt sich die Anschaffung? Unser Ratgeber klärt auf.

Die Vorteile von Brotbackautomaten: (Auch) eine Kostenfrage

Brot ist in Deutschland eines der mit Abstand am meisten verzehrten Lebensmittel. Allein 2018 hat jeder von uns im Schnitt insgesamt rund 74 Kilogramm Brot und andere Backwaren gegessen und dafür pro Kopf rund 150 Euro ausgegeben. Nur in Norwegen, den Niederlanden und Irland essen die Menschen noch mehr Brot.

Ein Wert, der für sich genommen Brotbackautomaten bereits attraktiv erscheinen lässt. Immerhin entstehen nach der Anschaffung kaum noch Folgekosten. Dank guter Energiewerte musst Du bei neueren Geräten nur mit geringen Betriebskosten rechnen. Auch die Zutaten für einen Laib selbst gebackenem Brot schlagen selten mit mehr als insgesamt rund einem Euro zu Buche und sind leicht zu bekommen. Gerade in Haushalten, in denen viel Brot gegessen wird, amortisiert sich der Kaufpreis des Brotbackautomaten im Vergleich zum gekauften Brot somit relativ schnell.

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Brot gehört in Deutschland zu den besonders beliebten Lebensmitteln.

Warum nicht einfach im Backofen?

Klingt alles schön und gut, aber könnte man dann nicht einfach die Zutaten nehmen, und das Brot im ohnehin meist bereits vorhandenen Backofen backen? So naheliegend dieser Gedanke sein mag, können die meisten modernen Brotbackautomaten doch, verglichen mit herkömmlichen Backöfen, mit einem niedrigeren Energieverbrauch punkten.

Zum Vergleich hier einmal die Werte des Bauknecht Einbauherd/Backofen BAR2 KH8V2 IN und des Brotbackautomaten Unold 8695 Onyx 750-1000GR: Während der Backofen mit Energieeffizienzklasse A+ je nach Programm auf einen Stromverbrauch zwischen 0,69 und 0,99kWh kommt, sind es beim Brotbackautomaten bei einer Leistung von 600 Watt "nur" 0,6kWh.

Zudem musst Du den Backvorgang – anders als im Backofen – nicht überwachen. Dank geregelter Temperaturen ist ein Anbrennen im Brotbackautomaten nämlich quasi unmöglich. Viele Fans von Brotbackautomaten schwärmen zudem davon, dass die Brote nicht so leicht austrocknen wie in der herkömmlichen Backröhre.

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Natürlich kannst Du Brot auch in Deinem Backofen backen.

Kein Muskelkater dank Brotbackautomat

Und noch etwas spricht für die kleinen Küchengeräte: Neben dem reinen Backvorgang an sich, nimmt ein Brotbackautomat Dir nämlich auch das Kneten des Teiges und das Überwachen der perfekten Gehtemperatur ab. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Muskelschmalz. Denn mehrere Minuten kräftiges Kneten eines festen Teiges können ganz schön auf die Arme gehen.

Wer sich für einen Brotbackautomaten mit Timer-Funktion entscheidet, kommt zudem auf Wunsch auch in den Genuss von backfrischem Brot am Morgen. Und das, ohne selbst früher aufstehen zu müssen. Einfach die Zutaten am Abend in das Gerät einfüllen, die gewünschte Uhrzeit aka Frühstückszeit einstellen – den Rest übernimmt das Küchengerät.

Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt

So viel zu den rein praktischen Argumenten, die mit verantwortlich für das Revival des Brotbackautomaten sind. Doch auch aus ernährungstechnischer Sicht spricht einiges dafür, sprichwörtlich seine eigenen Brötchen – oder in diesem Fall Brote – zu backen. Anders als bei gekauftem Brot weißt Du nämlich wirklich ganz sicher und genau, was tatsächlich in dem Lebensmittel drin steckt. Unerwünschte Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker und Co. haben keine Chance. Und auch persönliche Bedürfnisse wie etwa Allergien können deutlich leichter berücksichtigt werden.

Dank freier Zutatenauswahl kannst Du bestehende Rezepte zudem nach Lust und Laune abwandeln und aufpeppen. Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt: So können statt der "normalen" Vertreter wie Roggen-, Weiß- und Mischbrot auch schon mal "exotische" Varianten wie Malzbier-, Karotten- oder Curry-Weizenbrot auf dem Tisch landen. Auch süße Backwaren wie Rosinenbrot und Stollen können einige Brotbackautomaten backen – und manche kochen sogar Marmelade ein.

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Mit einem Brotbackautomaten lassen sich auch ungewöhnliche Rezepte umsetzen, etwa ein Schmand-Schnittlauch-Brot.

Die Nachteile von Brotbackautomaten: (Vor allem) eine Frage der Optik?

Trotz all der Vorteile darf natürlich nicht verschwiegen werden, dass auch hinsichtlich der aktuell wieder so beliebten Brotbackautomaten nicht alles Gold ist, was glänzt. Vor allem die integrierten Knethaken sorgen bei einigen Brotfans für mehr oder weniger großen Unmut, denn sie müssen entweder vor dem Start des Backvorganges manuell herausgenommen werden. Oder sie werden mit eingebacken, falls Du kein Modell besitzt, das die Haken eigenständig wegklappen kann.

In den meisten Fällen ist daher am Ende ein mitunter leicht friemeliges Entfernen der Knethaken aus dem fertigen Lebensmittel nötig. Und das wiederum hinterlässt grundsätzlich ein Loch in der Mitte des Brotlaibes.

Ein weiterer Wermutstropfen vor allem für Fans einer krossen Kruste: Da bei Brotbackautomaten im Deckelbereich keine Heizstäbe angebracht sind, werden die Brote zumindest im oberen Bereich nicht so dunkel und kross wie etwa Laibe aus dem Backofen. Und auch Fans einer runden oder ovalen Brotform haben beim Brotbackautomaten das Nachsehen: Das Küchengerät kann nämlich nur (mehr oder weniger) eckig.

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So rund und kross werden Brote aus dem Brotbackautomaten nicht ...
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