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Smart Home: Rauchmelderpflicht – wie sind die Vorschriften?

Ein smarter Rauchmelder kann Warnungen aufs Smartphone schicken.
Ein smarter Rauchmelder kann Warnungen aufs Smartphone schicken.

Ist es eigentlich Pflicht, Rauchmelder zu installieren? Die klare Antwort: Ja, fast überall in Deutschland. Wer jetzt noch keinen hat, muss also entweder seinem Vermieter Beine machen oder – als Hauseigentümer – selber welche anschaffen und anbringen. Das ist in fast allen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben.

Text von Kai Lewendoski

Wer sowieso schon Geld für neue Rauchmelder ausgeben will, kann sich gleich auch fürs Smart Home geeignete funkvernetzte Geräte anschaffen. Mit solchen schlauen Geräten wird der Benutzer gewarnt, sobald Rauch registriert wird. Die Warnung wird dann per Handy angezeigt, und Du kannst darauf entsprechend reagieren und wertvolle Zeit gewinnen. Voraussetzung ist hier, dass das Gerät in eine mit dem Internet verbundene Smart-Home-Lösung eingebunden ist, wie es sie etwa von Qivicon oder von eQ3 im Homematic-System gibt.

Wer als Vermieter oder Eigentümer keine Rauchmelder installiert, riskiert übrigens Strafen und unter Umständen auch Ärger mit der Versicherung. Die Allianz hat zwar schon bestätigt, dass der Versicherungsschutz auch ohne Rauchmelder voll gilt, aber in einem Urteil hat ein Hamburger Gericht angemerkt, dass ohne Rauchmelder der Versicherungsschutz gefährdet sein könnte.

Rauchmelderpflicht in den einzelnen Bundesländern

Baden-Württemberg: Seit Juli 2013 müssen Neubauten mit einem Rauchmelder ausgestattet werden. Seit Ende 2014 sind sie auch in allen Wohnungen Pflicht.

Bayern: Seit Ende September 2012 gilt Rauchmelderpflicht für Neubauten. Alle anderen Wohnungen müssen bis Ende 2017 ausgestattet sein.

Berlin: In Neu- und Umbauten müssen Rauchmelder seit dem 1. Januar 2017 eingebaut werden. Für Bestandsbauten galt eine Übergangsfrist, diese endet jedoch spätestens am 31. Dezember 2020.

Brandenburg: Für Neu- und Umbauten gilt seit dem 1. Juli 2016 eine Rauchmelderpflicht, für Bestandsbauten spätestens bis zum 31. Dezember 2020.

Bremen: Neu- und Umbauten müssen seit Mai 2010 mit einem Rauchmelder ausgestattet sein. Für bestehende Wohnungen galt das ab Ende 2015.

Hamburg: Seit April 2006 besteht Rauchmelderpflicht für Neubauten und seit Januar 2011 für alle Wohnungen.

Hessen: Für Neubauwohnungen gilt die Pflicht seit Juni 2005 und seit 2015 für alle Wohnungen.

Mecklenburg-Vorpommern: In Neu- und Umbauten muss seit September 2006 ein Rauchmelder installiert sein, in allen anderen Wohnungen seit 2010.

Niedersachsen: Seit dem 1. November 2010 besteht eine Einbaupflicht von Rauchmeldern für Neu- und Umbauten. In anderen Wohnungen erst ab 2016.

Nordrhein-Westfalen: Wohnungen, die nach dem 1. April 2013 errichtet oder genehmigt wurden, müssen mit Rauchmeldern ausgerüstet sein. In anderen Wohnungen gilt die Pflicht seit 1. Januar 2017.

Rheinland-Pfalz: Für alle Wohnungen gilt bereits komplette Rauchmelderpflicht.

Saarland: Im Saarland besteht seit 2015 Einbaupflicht für Neu- und Umbauten. Für Bestandsbauten endete die Frist für eine Nachrüstung am 31. Dezember 2016.

Sachsen: Für Neu- und Umbauten gilt seit dem 1. Januar 2016 eine Rauchmelderpflicht. Für Bestandsbauten besteht in Sachsen derzeit noch keine Nachrüstpflicht.

Sachsen-Anhalt: Bei Neu- und Umbauten besteht seit Mitte Dezember 2009 Rauchmelderpflicht. Für bestehende Wohnungen galt eine Frist bis Ende 2015.

Schleswig-Holstein: Alle Wohnungen müssen seit Januar 2011 mit Rauchmeldern ausgestattet sein, Neubauten schon seit April 2005.

Thüringen: In Thüringen gibt es seit Februar 2008 eine Einbaupflicht in alle Neubauten und Umbauten. Bestandsbauten mussten bis spätestens Ende 2018 nachgerüstet werden.

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