Spülmaschine reinigen: So wird es richtig gemacht

Damit sie lange durchhält, muss die Spülmaschine regelmäßig gereinigt werden.
Damit sie lange durchhält, muss die Spülmaschine regelmäßig gereinigt werden. (©lulu - stock.adobe.com 2018)
Wolf Speer Wäre gern ein Baum. Wer würde schon einen Baum verdächtigen...?

So eine Spülmaschine ist schon eine enorme Erleichterung im Haushalt. Was viele jedoch vergessen: Auch sie muss regelmäßig gereinigt werden, sonst leidet ihre Leistung. Unsere Anleitung mit nützlichen Tipps hilft gegen Essensreste und unangenehme Gerüche.

Spülmaschine sauber machen: Regelmäßig das Sieb reinigen

Bei hartnäckigen Essensresten geht irgendwann auch der stärkste Geschirrspüler in die Knie. Damit das nicht passiert, kannst Du ihr die Arbeit schon vor dem Anstellen erleichtern. Die gröbsten Verschmutzungen solltest Du schon vor dem Spülgang vom Geschirr kratzen. Die Tür der Spülmaschine musst Du nach dem Reinstellen immer geschlossen halten. Denn durch die in der Maschine enthaltene Feuchtigkeit trocknen Speisereste nicht so leicht an.

Das alles ersetzt aber nicht die regelmäßige Reinigung per Hand: Einmal, am besten sogar zweimal im Monat, sollte das Maschinensieb mit Spülmittel unter fließendem Wasser mit einer Spülbürste gesäubert werden. Wenn Du schon dabei bist, kannst Du die Spülarme direkt mitschrubben, die kann man nämlich auch leicht ausbauen. Prüfe auch, ob die Düsen frei sind, damit das Wasser ungehindert versprüht werden kann.

Sollte ein Loch verstopft sein: Vorsicht mit einer Nadel oder eine verbogenen Büroklammer wieder frei stechen. Weisen die Spülarme Kalkbefall auf, hilft handelsüblicher Kalkreiniger oder ein Bad in verdünnter Zitronensäure. Für eine Tiefenreinigung kannst Du die Maschine einmal ohne Geschirr durchlaufen lassen, damit der Innenraum richtig sauber wird. Handelsübliche Tabs oder Pulver reichen vollkommen. Aber auch Hausmittel wie Essig und Zitronensäure können für die gründliche Reinigung alternativ verwendet werden.

Spülmaschine Geschirrspüler
Innerhalb der Spülmaschine kann es an vielen Stellen zu unerwünschten Ablagerungen kommen.

Noch ganz dicht? Türdichtung prüfen

Die Türdichtung ist ein weiterer Schmutzherd. Aus Fett und Ablagerungen bildet sich schnell ein unansehnlicher Film, der aber mit einem feuchten Tuch leicht zu entfernen ist. Auch hier solltest Du regelmäßig die Sauberkeit prüfen und gegebenenfalls eingreifen.

Vorsicht ist übrigens bei speziellen Sparprogrammen geboten, die bei niedriger Temperatur waschen. Die schonen zwar die Umwelt, haben aber meist einen Haken. Fett löst sich bei niedrigen Waschtemperaturen nämlich nur schwer ab. Die Folge: Es lagert sich oftmals an schwer zugänglichen Stellen wie Abwasserleitungen an. Daher empfiehlt es sich, etwa nach jedem zehnten Waschgang ein Programm mit höherer Temperatur durchlaufen zu lassen. Das beseitigt solche Ablagerungen, bevor sie zu einem echten Problem werden.

Und sollten die Gläser trotz aller Säuberungsmaßnahmen immer noch nicht richtig glänzen, liegt es vielleicht an den falschen Reinigungsmitteln. Neben dem Reiniger braucht eine Geschirrspülmaschine nämlich auch Regeneriersalz und Klarspüler. Das Salz hilft beim Entkalken, der Klarspüler verhindert unschöne Flecken beim Trocknen. Es gibt zwar bequeme Kombiprodukte auf dem Markt, die reichen unter Umständen aber nicht aus und funktionieren nur bis zu einer Wasserhärte von 21 Grad Deutscher Härte. Wohnst Du in einer Gegend, die besonders hartes Wasser hat, benötigst Du zusätzliches Regeneriersalz. Dein Wasserversorger kann Dir den exakten Härtegrad Deines Wassers nennen.

Zusammenfassung

  • Generell gilt: starke Essensreste vom Geschirr abkratzen; nach dem Reinstellen des schmutzigen Geschirrs Spülmaschine geschlossen halten
  • zweimal im Monat Maschinensieb mit Spülmittel unter fließendem Wasser reinigen
  • Spülarme ausbauen und schrubben
  • Prüfen, ob Düsen frei sind, mit einer Nadel vorsichtig frei machen
  • Maschine ohne Geschirr mit Tabs oder Pulver oder Essig und Zitronensäure durchlaufen lassen
  • Fettablagerungen aus der Türdichtung mit feuchtem Tuch entfernen
  • jeden zehnten Waschgang mit höherer Temperatur durchlaufen lassen, damit sich Fett löst
  • regelmäßig Regeneriersalz und Klarspüler verwenden, um die Maschine zu entkalken und Fleckenbildung zu vermeiden
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