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Welcher Fitness-Tracker ist der richtige für mich? Tipps für den Kauf

Wer sich einen Fitness-Tracker zulegen möchte, sollte sich zuvor mit dessen Features vertraut machen.
Wer sich einen Fitness-Tracker zulegen möchte, sollte sich zuvor mit dessen Features vertraut machen.

Fitness-Tracker liegen voll im Trend, die smarten Wearables sind an unzähligen Handgelenken zu finden. Welcher Tracker der beste für Dich ist? Beantworte die sieben Fokusfragen in diesem Ratgeber, um Deiner Entscheidung näherzukommen.

1. Ganz grundsätzlich: Wofür willst Du Deinen Fitness-Tracker nutzen?

Nahezu alle Fitness-Tracker messen Werte wie Schritte, Distanz, Kalorienverbrauch und Schlafdauer. Zudem kannst Du die Wearables mit dem Smartphone vernetzen. In der Hersteller-App sind die gesammelten Daten in der Regel übersichtlich aufbereitet und geben interessante Einblicke in die Fitness. Doch es sind vor allem die Zusatzfunktionen, die ein Wearable zum idealen Fitness-Tracker für Dich machen können.

Fitbit Inspire fullscreen
Der Fitbit Inspire ist als Einsteigermodell konzipiert.

Als Erstes solltest Du Dir die Frage stellen: Was erwarte ich von meinem Fitness-Tracker? Bist Du eine bekennende Couch-Potato, geht es Dir wahrscheinlich in erster Linie darum, überhaupt mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Dann reicht ein Einsteigermodell mit Bewegungs- und Lagesensoren wie der Fitbit Inspire. Der Fitness-Tracker bietet die Grundfunktionen und vibriert, um Dich zu mehr Bewegung anzuspornen. Die HR-Version misst zudem die Herzfrequenz. Auf GPS kannst Du in diesem Fall verzichten und mit dem Kauf einer entschlackten Version Geld sparen.

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2. Bist du sportlich aktiv? Dann lohnen sich Zusatzfunktionen

Bist Du ambitionierter Hobbyläufer, reichen die Basisfunktionen eines Trackers nicht mehr aus. Dann kann es sinnvoll sein, in eine Laufuhr zu investieren, etwa aus Garmins Forerunner-Serie. Die Modelle können auch die Herzfrequenz messen und die Laufstrecke per GPS loggen. So kannst Du gezielt in bestimmten Herzfrequenzzonen trainieren, um den Trainingseffekt zu optimieren.

Wer nicht ständig auf GPS-Daten angewiesen ist, kann sich behelfen. So hat etwa der Fitbit Charge 3 zwar keinen GPS-Sensor, lässt sich aber mit dem GPS des Smartphones koppeln. Nachteil: Dein Handy muss bei jedem Training dabei sein.

Garmin Forerunner 45 Range-Garmin Deutschland GmbH fullscreen
Garmins Forerunner-Serie richtet sich vor allem an Läufer.

Die meisten Fitness-Tracker können Gehen, Laufen und Wandern relativ akkurat tracken. Für Radfahren, Crosstraining und Schwimmen gilt das nicht unbedingt. Gerade für den Einsatz beim Schwimmen sollte der Fitness-Tracker genau beäugt werden. Die Wasserdichte ist natürlich wichtig, sie beträgt bei vielen neueren Modellen bis zu 50 ATM (Druckeinheit). Die sind dann zum Schwimmen und Tauchen verwendbar.

Bei Trackern mit einer Wasserdichte unter 10 ATM ist Vorsicht geboten. Sie halten Wasserspritzer und eine Dusche aus, sind aber nicht für Wassersport geeignet. Willst Du ein Wearable gezielt fürs Schwimmen anschaffen, kannst Du auf Nummer sicher gehen und spezielle Schwimm-Tracker wie den Garmin Swim ins Auge fassen.

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3. Brauchst Du Extra-Features wie eine Schlafanalyse oder Gesundheitstracking speziell für Frauen?

Immer mehr Fitness-Tracker haben Funktionen an Bord, die über die reine Aktivitätsüberwachung hinausgehen. Viele Hersteller legen den Fokus hier auf das Schlaf-Tracking. Hier geht es nicht nur darum, die Schlafzeit zu erfassen, sondern sie auch nach Schlafphasen aufzuschlüsseln und Schlafmuster zu erkennen.

Ein integrierter Schlafphasenwecker kann Dich per Vibration gezielt in einer Leichtschlafphase wecken. Wirst Du häufig von Schlaflosigkeit geplagt, kann sich die Investition in einen Tracker mit tiefergehender Schlafanalyse durchaus lohnen. Gute Tracker mit dieser Funktion sind laut Techradar zum Beispiel die Hybriduhren Withings Steel (HR) oder Fitbit Versa.

Garmin Menstruations-Tracking-Garmin Deutschland GmbH
Garmin Menstruations-Tracking-Garmin Deutschland GmbH

Interessant für Frauen: Die Hersteller Fitbit und Garmin bieten in ihren Apps Gesundheitstracking speziell für Frauen an. Beispiel Garmin: Der Forerunner 645M, Tracker der Fenix-5-Plus-Serie sowie die Modelle Vivoactive (3M) tracken den weiblichen Zyklus und die Begleiterscheinungen, erinnern an Einsprung und Periode und geben hilfreiche Tipps zu Ernährung und Training. 

4. Möchtest Du Musik, Benachrichtigungen und Co.?

Für Musikfans spannend: Mit Modellen wie dem Garmin Forerunner 645M (M für "Music") kannst Du unterwegs Deine Lieblingssongs hören – ohne Smartphone. Beim 645M stehen Dir vier Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung, um sie mit Deiner Musik zu befüllen. Dank der Anbindung an Streamingdienste gibt es zudem noch viel mehr auf die Ohren.

Immer mehr Tracker haben ähnliche Funktionen wie eine Smartwatch, zeigen Anrufe und Benachrichtigungen an. Bei manchen Modellen ist es sogar möglich, direkt vom Handgelenk aus zu antworten. Du kannst Dich auch an wichtige Termine erinnern lassen. Spannend ist zudem die Möglichkeit, per NFC mit dem Wearable zu bezahlen.

Die Grenzen zwischen Fitness-Tracker und Smartwatch verschwimmen zunehmend, so etwa bei der Fitness-Smartwatch Fitbit Ionic. Wer jetzt überlegt, sich gleich eine Apple Watch anzuschaffen, sollte bedenken, dass die nur mit einem iPhone kompatibel ist.

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Fitbit Ionic ist ein Hybrid aus Fitness-Tracker und Smartwatch.

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5. Nicht zu unterschätzen: Welches Design bevorzugst Du?

Dein Fitness-Tracker muss Dir natürlich auch gefallen. Sein Einsatz ist schließlich nur sinnvoll, wenn du ihn durchgehend trägst. Zum Glück sind die Wearables nicht mehr so klobig wie zu ihren Anfängen, und es gibt runde wie auch eckige Tracker-Einheiten.

Beim Look dominieren derzeit vier Trends:

  1. Viele Tracker haben einen typisch sportlichen Look und austauschbare gummierte Bänder. Hier bilden Tracker-Einheit und Band eine nahezu feste Einheit.
  2. Andere Modelle wie Fitbit Versa erinnern optisch an eine Smartwatch im Stil der Apple Watch. Wer auf das Design von Analoguhren steht, muss also auch nicht beim Fitness-Tracker darauf verzichten.
  3. Ein dritter Trend sind Tracker, die kaum von einer herkömmlichen Armbanduhr zu unterscheiden sind. Darunter die Garmin Vivomove HR, eine Analoguhr mit integriertem Fitness-Tracker. Schließlich sind Tracker angesagt, die gar nicht als solche zu erkennen sind, sondern sich beispielsweise im Kettenanhänger oder Gürtel verbergen.
  4. Bei den Displays klassischer Fitness-Tracker gibt es große Unterschiede. Das Spektrum reicht von einigen LED-Lichtern über schwarz-weiße Bildschirme bis zu großen OLED-Displays. Wer beim Workout auf dem Laufenden bleiben möchte, wählt ein Wearable mit großem Display wie Fitbit Ionic, ein Hybrid aus Smartwatch und Fitness-Tracker. Möchtest Du Dich beim Training nicht ablenken lassen, reicht ein kleines Display wie bei der Xiaomi-Mi-Band-Reihe.

Wichtig: Probier Deinen Wunsch-Tracker vor dem Kauf unbedingt an. Dann bekommst Du ein Gefühl für den Tragekomfort und die Displaygröße.

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Kaum als Fitness-Tracker zu erkennen: die Hybrid-Smartwatch Garmin vívomove HR.

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6. Legst Du Wert auf eine einfache Bedienung?

Der Fitness-Tracker mag noch so viele Funktionen haben und noch so schmuck sein. Wenn er nicht einfach zu benutzen ist, trübt das die Freude am neuen Wearable merklich. Es gibt große Unterschiede beim Einrichten des Geräte und der Verwertung der gemessenen Daten. Während einige Tracker es dem Nutzer überlassen, die Daten zu analysieren und zu interpretieren, werden diese bei anderen Modellen anschaulich aufbereitet. Manche Tracker stellen Dir sogar virtuelle Fitness-Coachs zur Seite, die Dir täglich nützliche Tipps geben.

Withings Pulse HR 15 fullscreen
Der Withings Pulse HR muss nur selten an die Ladestation, der Akku hält bis zu 20 Tage.

Einige Tracker synchronisieren sich automatisch mit dem Smartphone, bei anderen musst Du selbst dran denken. Auch das Tracking von Aktivitäten und Schlaf geht nicht immer von allein.

Wichtig ist auch die Akkulaufzeit. Sie kann mehrere Tagen bis einige Monate betragen. Möchtest Du lange Zeit Ruhe haben, lohnt sich die Anschaffung eines Modells mit langem Atem wie der Tracker Withings Pulse HR, der bis zu 20 Tage durchhält. Bei Geräten mit GPS ist zu bedenken, dass die Funktion dem Akku viel abverlangt.

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7. Was darf es kosten?

Welcher Fitness-Tracker es wird, ist nicht zuletzt eine Frage des Budgets. Die Preisspanne bei Wearables ist groß. Wer mit den Grundfunktionen zufrieden ist, kann einen Fitness-Tracker für 50 bis 100 Euro erhalten. Je mehr Features dazukommen, desto tiefer musst Du in die Tasche greifen.

Es lohnt sich ein genauer Blick darauf, was Du wirklich brauchst. Reicht es Dir, auf das GPS und die Musik Deines Smartphones zurückzugreifen, benötigst Du diese Features nicht bei Deinem Fitness-Tracker. Möchtest Du vor allem eine bestimmte Sportart tracken, informiere Dich vorab, ob und wie Deine Lieblingssport von den zur Wahl stehenden Trackern aufgezeichnet wird.

Wenn möglich, nimm die Modelle aus der engeren Auswahl im Geschäft oder bei Freunden einmal direkt in die Hand und schaue Dir die Menüführung und Funktionen direkt an. Neben all den Features ist es vor allem wichtig, dass Du Dich mit dem Tracker wohlfühlst, der Dein neuer ständiger Begleiter sein soll.

Zusammenfassung

  • Tracking von Schritten, Distanz, Kalorienverbrauch und Schlafdauer ist Standard.
  • Zusatzfunktionen wie GPS und Messen der Herzfrequenz sind für Sportler sinnvoll.
  • Schwimmer sollten auf Wasserfestigkeit und Schwimm-Tracking achten.
  • Schlafanalyse gibt es von simpel bis ausgefeilt.
  • Garmin und Fitbit bieten Gesundheitstracking speziell für Frauen.
  • Fitness-Tracker und Smartwatch verschmelzen immer mehr.
  • Unterschiedliches Design von sportlich bis zur Analoguhroptik.
  • Die Displaygröße ist nicht entscheidend.
  • Handhabung und Akkulaufzeit sind von Modell zu Modell unterschiedlich.
  • Der Preis steigt mit den Zusatzfeatures.

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