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Fitbit Inspire HR im Test: Der günstige Wunschlos-glücklich-Tracker

Der Fitbit Inspire HR möchte als Einsteigermodell überzeugen. Ob's klappt?
Der Fitbit Inspire HR möchte als Einsteigermodell überzeugen. Ob's klappt?

Ursprünglich waren die neuen Wearables Fitbit Inspire und Fitbit Inspire HR exklusiv für Firmenkunden gedacht. Doch jetzt haben die preiswerten Fitness-Tracker ihren Weg auch in den regulären Handel gefunden – und treten die Nachfolge der sehr populären Fitbit Alta und Alta HR an. Grund genug für uns, den Inspire HR einem eingehenden Test zu unterziehen.

Fitbit Inspire und Inspire HR unterscheiden sich technisch nur durch den Herzfrequenzsensor des HR-Modells. Dafür ist der Inspire etwas günstiger zu haben. Die meisten Aussagen im Test gelten also für beide Modelle.

Optik & Design: Schlicht, aber schick

Fitbit hat mit dem Inspire HR einen erfreulich schlanken Fitness-Tracker an den Start gebracht. Das zentrale Tracker-Element misst insgesamt gerade einmal 16,2 x 12,6 x 37 Millimeter, wobei auf das Touchscreen-OLED-Display selbst 37 x 16 Millimeter entfallen. Das Display zeigt übrigens nur Graustufen an, diese aber in so kräftiger Qualität, dass sich alles gut ablesen lässt und somit (für mich) kein Grund zur Klage bestand. Mit einem Gewicht von lediglich 20 Gramm ist das Wearable am Handgelenk zudem kaum zu spüren und kann auch nachts bequem getragen werden.

Über die Optik von Fitbits jüngstem Fitness-Tracker lässt sich eigentlich kaum streiten. Der aufgeräumte Look macht den Inspire HR zu einem unauffälligen Begleiter im Alltag ebenso wie beim Sport. Trotzdem kannst Du das Wearable ein Stück weit Deinem persönlichen Geschmack anpassen. So ist der Fitbit Inspire HR mit Silikonbändern in vier unterschiedlichen Farben erhältlich: Schwarz, Weiß, Flieder und dem Rotton Sangria. Das Tracking-Modul ist jeweils in Schwarz gehalten.

Die Modelle der Fitbit-Inspire-Familie lassen sich durch Wechselarmbänder optisch vielfältig anpassen. fullscreen
Die Modelle der Fitbit-Inspire-Familie lassen sich durch Wechselarmbänder optisch vielfältig anpassen.
Nicht ganz dick, aber auch nicht dünn: Das Kernmodul des Inspire HR. fullscreen
Nicht ganz dick, aber auch nicht dünn: Das Kernmodul des Inspire HR.
Der neue Fitbit-Tracker ist erfreulich schmal geraten. fullscreen
Der neue Fitbit-Tracker ist erfreulich schmal geraten.
Die Modelle der Fitbit-Inspire-Familie lassen sich durch Wechselarmbänder optisch vielfältig anpassen.
Nicht ganz dick, aber auch nicht dünn: Das Kernmodul des Inspire HR.
Der neue Fitbit-Tracker ist erfreulich schmal geraten.

Wem das standardmäßig in zwei Größen mitgelieferte Silikonarmband nicht zusagt, der hat dank optional erhältlichen Wechselarmbändern zusätzlich die Auswahl zwischen Versionen aus Premium-Horween-Leder, feinmaschigem Edelstahl und einer bedruckten Silikon-Variante. Jeweils in unterschiedlichen Farben, versteht sich.

Fazit Optik & Design: Der Fitbit HR überzeugt im Alltag als unauffälliger Begleiter. Individualisten freuen sich über die verschiedenen Armbänder.

Einrichtung und Bedienung: Selbsterklärend

Der Fitbit Inspire HR war tatsächlich mein erster "eigener" Fitness-Tracker von Fitbit. Weil ich aber vor einiger Zeit bereits den Kinder-Fitness-Tracker Fitbit Ace mit meinem Sohn getestet hatte, besitze ich trotzdem schon ein eigenes Fitbit-Konto. Zumindest diesen ersten Schritt  konnte ich mir somit sparen.

Die Einrichtung des Trackers ist selbsterklärend und vor allem erfreulich schnell zu machen. Die Smartphone-App führt Nutzer Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess, stellt sicher, dass die aktuellste Version des Betriebssystems auf das Wearable geladen ist, und hilft Dir dabei, Deinen Tracker startklar zu machen. Da sollten selbst weniger technikaffine Sportfans keine Probleme bekommen.

Die Fitbit-App führt Dich Schritt für Schritt durch die Einrichtung des Fitbit Inspire HR. fullscreen
Die Fitbit-App führt Dich Schritt für Schritt durch die Einrichtung des Fitbit Inspire HR.
In Deinem Fitbit-Konto kannst Du noch weitere Einstellungen vornehmen. fullscreen
In Deinem Fitbit-Konto kannst Du noch weitere Einstellungen vornehmen.
Auch das Ziffernblatt lässt sich anpassen. fullscreen
Auch das Ziffernblatt lässt sich anpassen.
Die Fitbit-App führt Dich Schritt für Schritt durch die Einrichtung des Fitbit Inspire HR.
In Deinem Fitbit-Konto kannst Du noch weitere Einstellungen vornehmen.
Auch das Ziffernblatt lässt sich anpassen.

Navigiert wird auf dem übersichtlichen Touchscreen des Trackers. Zusätzlich steht ein einziger physischer Button an der Seite des Tracking-Moduls zur Verfügung, mit dem einige weitere Features angewählt werden können. Durch Tippen und Wischen wechselst Du zwischen unterschiedlichen Anzeigen. Neben Uhrzeit und Datum kannst Du unter anderem die bisherigen Schritte sowie Schritte innerhalb der letzten Stunde, den aktuellen Herzschlag und die bisher verbrannten Kalorien einsehen.

Auch aktive Minuten, zurückgelegte Kilometer, aktive Tage, Menge der getrunkenen Flüssigkeit am Tag sowie aktuelles Gewicht zeigt der Fitbit Inspire HR direkt am Handgelenk an, sofern Du Flüssigkeit und Gewicht in der App angegeben hast. Wischst Du von der Uhrenanzeige ausgehend nach unten, gelangst Du zusätzlich zu direkt anwählbaren Features. Hier finden sich die Funktionen "Training", "Relax" und "Timer", jeweils mit weiteren Unterpunkten.

Ein physischer Button hilft beim Navigieren. fullscreen
Ein physischer Button hilft beim Navigieren.
Ladeanschluss und Herzfrequenzsensor finden sich auf der Tracker-Unterseite. fullscreen
Ladeanschluss und Herzfrequenzsensor finden sich auf der Tracker-Unterseite.
Auf dem OLED-Touch-Display kannst Du diverse Infos einsehen. fullscreen
Auf dem OLED-Touch-Display kannst Du diverse Infos einsehen.
Schlafdauer ... fullscreen
Schlafdauer ...
... aktuelle Herzfrequenz ... fullscreen
... aktuelle Herzfrequenz ...
... und weitere Funktionen sind direkt über das Display zugänglich. fullscreen
... und weitere Funktionen sind direkt über das Display zugänglich.
Ein physischer Button hilft beim Navigieren.
Ladeanschluss und Herzfrequenzsensor finden sich auf der Tracker-Unterseite.
Auf dem OLED-Touch-Display kannst Du diverse Infos einsehen.
Schlafdauer ...
... aktuelle Herzfrequenz ...
... und weitere Funktionen sind direkt über das Display zugänglich.

Hast Du in der zugehörigen App einen Wecker eingestellt, kannst Du die gewählte Weckzeit unter dem Punkt "Wecker" einsehen und an- oder ausschalten. Die Option "Einstellungen" gibt Dir Zugriff auf die Funktionen "GPS über Handy" (An / Aus), "Herzfrequenz" (An / Aus) sowie auf die aktuellen Geräte-Infos. Deine Benutzerdaten lassen sich hier zudem direkt am Tracker löschen. Hältst Du den Button am Gerät kurz gedrückt, gelangst Du zum aktuellen Akkustand und kannst das Display sowie die smarten Mitteilungen aktivieren oder ausschalten.

Fazit Einrichtung und Bedienung: Der Fitness-Tracker lässt sich erfreulich intuitiv einrichten und steuern.

Fitness-Tracking und Schlafüberwachung sind ein Träumchen

Technisch unterscheidet sich der Fitbit Inspire HR im Grunde kaum von den meisten anderen Fitness-Trackern im Angebot des Herstellers. Allerdings solltest Du Dir schon im Vorfeld klar machen, dass es sich hier um ein Einsteigermodell handelt. Ganz so umfangreiche Funktionen wie etwa vom deutlich teureren Fitbit Charge 3 sollte daher niemand erwarten. Beispielsweise ist kein GPS-Modul in den beiden Modellen der Inspire-Familie verbaut, die Ortung funktioniert also nur via gekoppeltem Smartphone.

Das, was der Fitbit Inspire HR an Leistung verspricht, hält er dann aber größtenteils auch. So zeichnet der Fitness-Tracker dank SmartTrack automatisch Trainings wie Gehen, Laufen und Radfahren auf, sofern Du länger als mindestens zehn Minuten aktiv bist. Ansonsten lässt sich das Tracking auch manuell starten. Das Gerät ist bis zu 50 Meter wasserdicht und kann daher sogar zum Schwimmen mitgenommen werden. Nicht zu vergessen: die diversen zielbasierten Aktivitätsmodi, die wir von anderen Fitbit-Modellen kennen.

Fitbit Inspire HR-Trainigsaufzeichnung-TURN ON fullscreen
Auch der neue Einsteiger-Fitness-Tracker von Fitbit zeichnet Deine Aktivitäten automatisch auf.

Als besonders aufschlussreich empfand ich persönlich die kontinuierliche Herzfrequenzmessung. Dank dieser Funktion zeichnet der Tracker Werte zu Ruhepuls, Trends und mehr auf. In der zugehörigen App wird alles sehr übersichtlich und nachvollziehbar aufgeschlüsselt. Die aktuelle Herzfrequenzzone ist zusätzlich direkt auf dem Wearable zu erkennen – wenn auch nur grob in Form eines vierfach unterteilten Kreises.

Ebenfalls eines meiner persönlichen Highlight-Features: das Schlaf-Tracking. In meinem Test konnte die Funktion voll überzeugen. Da ich dank zweier kleiner Söhne nachts bis heute mindestens einmal aus dem Bett springe, konnte ich die Genauigkeit der aufgezeichneten Werte besonders gut nachvollziehen. So viel sei gesagt: Die angezeigten Wachphasen stimmten durchweg mit meinem nächtlichen Blick auf die Uhr überein.

Die Schlafphasenaufzeichnung funktioniert sehr akkurat – und in der App werden Dir alle Daten erklärt. fullscreen
Die Schlafphasenaufzeichnung funktioniert sehr akkurat – und in der App werden Dir alle Daten erklärt.
Infos zum Thema runden die App ab. fullscreen
Infos zum Thema runden die App ab.
Die kontinuierliche Herzfrequenzmessung gibt Dir auch Aufschluss zu Deiner Cardiofitness. fullscreen
Die kontinuierliche Herzfrequenzmessung gibt Dir auch Aufschluss zu Deiner Cardiofitness.
In der App werden all Deine Herzfrequenzwerte abgebildet. fullscreen
In der App werden all Deine Herzfrequenzwerte abgebildet.
Die Schlafphasenaufzeichnung funktioniert sehr akkurat – und in der App werden Dir alle Daten erklärt.
Infos zum Thema runden die App ab.
Die kontinuierliche Herzfrequenzmessung gibt Dir auch Aufschluss zu Deiner Cardiofitness.
In der App werden all Deine Herzfrequenzwerte abgebildet.

Ein Punkt, der mir während meiner knapp dreiwöchigen Testphase allerdings mehrmals aufgefallen ist: Das Display des Fitbit Inspire HR scheint sehr empfindlich eingestellt zu sein. So starteten die herabprasselnden Wassertropfen während des Duschens schon mal eigenständig das Fahrrad-Work-out. Auch das Schritt-Tracking ließ sich durch den Wasserfluss offenbar irritieren und zeigte nach der Dusche gerne mal 200 Schritte mehr an als davor. Entweder bin ich deutlich mehr unter dem Wasser herumgehüpft, als ich dachte, oder hier stimmt was nicht ...

Fazit Fitness-Tracking und Schlafüberwachung: Grundsätzlich funktioniert das Tracking von Schritten, Aktivitäten und Co. sehr gut, nur beim Duschen lässt sich der Inspire HR irritieren. Schlaf-Tracking und Herzfrequenzmessung haben mich dafür voll überzeugt.

Smarte Features und Akkulaufzeit: Überzeugt bei den Basics

In Sachen smarte Features beschränkt sich der Inspire HR auf die Basics. Der Fitness-Tracker erinnert Dich unter anderem nach zu langem Sitzen daran, doch mal ein paar Schritte zu gehen. Stehen Termine in Deinem Handykalender oder kommen Benachrichtigungen beziehungsweise Anrufe rein, wirst Du darauf durch Vibration und eine entsprechende Anzeige auf dem OLED-Display in Echtzeit hingewiesen – solange sich Dein Smartphone in der Nähe befindet.

Fitbit verspricht den Nutzern des Inspire HR eine Akkulaufzeit von bis zu fünf Tagen. Die konnte der Fitness-Tracker im Test tatsächlich auch liefern. Zwar variierte das Durchhaltevermögen des Wearables mitunter leicht, das lag aber eher an meinem Nutzungsverhalten. Ist der Akku dann einmal komplett leer – wovor Dich Tracker und App vorab rechtzeitig warnen –, dauert es knapp zwei Stunden, bis das Wearable wieder geladen ist.

Fitbit hält Dich mit Bildschirmbenachrichtigungen auf dem Smartphone ... fullscreen
Fitbit hält Dich mit Bildschirmbenachrichtigungen auf dem Smartphone ...
... und per E-Mail zu Deinen Leistungen und Werten auf dem Laufenden. fullscreen
... und per E-Mail zu Deinen Leistungen und Werten auf dem Laufenden.
In der App werden alle Daten übersichtlich aufgeschlüsselt. fullscreen
In der App werden alle Daten übersichtlich aufgeschlüsselt.
Fitbit hält Dich mit Bildschirmbenachrichtigungen auf dem Smartphone ...
... und per E-Mail zu Deinen Leistungen und Werten auf dem Laufenden.
In der App werden alle Daten übersichtlich aufgeschlüsselt.

Fazit Smarte Features und Akkulaufzeit: Der Fitness-Tracker beherrscht die Basics wie Bewegungserinnerungen und Benachrichtigungen, während die Akkulaufzeit von fünf Tagen überzeugt.

Fazit: Ein günstiger Einsteiger-Tracker, der kaum Wünsche offen lässt

Insgesamt hat mich der Fitbit Inspire HR vollkommen überzeugt. Abgesehen von der erwähnten Fehleranfälligkeit beim Duschen hat das Wearable im Test stets zuverlässig seinen Dienst getan. Auch die Akkulaufzeit lässt keine Wünsche offen und mit seiner einfach zu bedienenden und informativen App gehört Fitbit ohnehin zu den Musterschülern auf dem Gebiet der Fitness-Tracker.

Zum Fitbit Inspire HR bei SATURN

Zwar darfst Du vom Inspire HR und seinem herzsensorlosen Bruder keine so umfangreichen Funktionen wie etwa vom Fitbit Charge 3 erwarten. Dafür versteht sich der Tracker aber auch "nur" als Einsteigermodell – und kommt zudem deutlich günstiger daher. Mit einer UVP von aktuell 99,95 Euro für den Inspire HR und 79,95 Euro für den Fitbit Inspire ist der neue Fitness-Tracker des Herstellers eine echte Kampfansage an die chinesische Konkurrenz rund um Xiaomi und Co.

Das hat mir gut gefallen Das hat mir weniger gut gefallen
+ Dezentes und schmales Design - Duschen sorgt für zusätzliche Schritte auf dem Tracker
+ Lange Akkulaufzeit von rund 5 Tagen
+ Akkurates Schlaf- und Herzfrequenz-Tracking
+ Vergleichsweise viele (Fitness-) Funktionen
+ Der Preis

 

Fitbit Inspire HR
Fitbit Inspire HR
  • Datenblatt
  • Hardware und Software
  • Gerätetyp
    Fitness-Tracker
  • Preis (UVP)
    99,95 Euro
  • Release
    06. März 2019
  • Farben
    Schwarz, Weiß, Flieder und Sangria
  • Display
    OLED-Touch-Display
  • Konnektivität
    Bluetooth 4.0
  • Akkulaufzeit
    Rund fünf Tage
  • Lieferumfang
    Fitbit Inspire HR, Klassische Armbänder (S und L), Ladekabel
  • Besondere Merkmale
    Wasserdicht bis 50 Meter (5 ATM), automatische Übungserkennung, Aktivitätsziele, Schlaf-Tracking, geführte Atemübungen, 24/7 Herzfrequenzmessung
TURN ON Score:
4,7von 5
  • Akkuleistung
    4,5
  • Design
    5,0
  • Handling
    4,5
  • Preis-Leistung
    5,0
  • Ausstattung
    4,5
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