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Lenovo Smart Clock im Test: Aufstehen mit dem gelungenen Minimalisten

Lenovo Smart Clock: Die kompakte Schaltzentrale fürs Smart Home gibt im Test eine prima Figur ab.
Lenovo Smart Clock: Die kompakte Schaltzentrale fürs Smart Home gibt im Test eine prima Figur ab.

Die Smart Clock von Lenovo ist ein Mini-Kontrollzentrum für Dein Smart Home. Die kompakte Schaltzentrale für den Nachttisch lässt sich per Sprache steuern und hilft Dir beim Aufwachen. Wir haben Lenovos smarte Uhr getestet – und sie hat uns überzeugt!

Die Lenovo Smart Clock ist die kleine Schwester des Lenovo Smart Displays. Sie ist bei einem Gewicht von 328 Gramm gerade einmal elf Zentimeter breit, findet gut Platz auf einem Fensterbrett in der Küche oder auf dem Nachttisch.

Die kompakten Maße sind möglich, da Lenovo im Vergleich zum Smart Display den Funktionsumfang reduziert hat. Der Smart Clock fehlen unter anderem Videotelefonie und eine Abspielmöglichkeit für YouTube-Videos. Im Test hat das Fehlen dieser Features aber nicht gestört.

Optik & Design: Schlicht und unauffällig

Knallige Farben und bunte Gehäuse hat Lenovo nicht im Angebot. Dafür fügt sich die grau melierte Smart Clock mit schwarzem Bildschirmrand in jede Einrichtung ein, ohne störend aufzufallen.

Die Smart Clock lässt via Sprache oder über den Touchscreen steuern. fullscreen
Die Smart Clock lässt via Sprache oder über den Touchscreen steuern.
Durch die kleinen Maße des Weckers, passt er in jede Ecke. fullscreen
Durch die kleinen Maße des Weckers, passt er in jede Ecke.
Der Schalter stellt das Mikrofon an oder aus. fullscreen
Der Schalter stellt das Mikrofon an oder aus.
Auf der Oberseite des Lautsprechers befinden sich die lauter und leiser Tasten der Box. fullscreen
Auf der Oberseite des Lautsprechers befinden sich die lauter und leiser Tasten der Box.
Die Smart Clock lässt via Sprache oder über den Touchscreen steuern.
Durch die kleinen Maße des Weckers, passt er in jede Ecke.
Der Schalter stellt das Mikrofon an oder aus.
Auf der Oberseite des Lautsprechers befinden sich die lauter und leiser Tasten der Box.

Auch mit Knöpfen haben sich die Designer zurückgehalten: Auf der Oberseite der smarten Uhr befindet sich eine Laut- und Leise-Taste, auf der Rückseite ein Schalter, um die integrierten Mikrofone ein- und auszuschalten. Außerdem steht hier ein USB-2.0-Anschluss zur Verfügung, über den sich zum Beispiel ein Smartphone laden lässt. Der Bildschirm ist ein Vier-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln. Im oberen Rand sind zwei Mikrofone verbaut, die die Sprachbefehle des Nutzers auffangen, sowie ein Sensor, der die Helligkeit des Bildschirms an die Umgebung anpasst.

Betrieben wird die Smart Clock via Stromkabel. Ein Akku ist nicht verbaut – doch den habe ich mir im Test gelegentlich gewünscht, damit nicht jeder Umzug des Geräts in ein neues Zimmer mit Wartezeiten verbunden ist: Bis die Smart Clock nach einer Stromunterbrechung wieder einsatzbereit ist, dauert es etwas.

Hardware: Nur das Nötigste verbaut

Für die Leistung der Smart Clock sorgt ein 1,5-Gigahertz-Prozessor, der Arbeitsspeicher beläuft sich auf ein Gigabyte und die Speicherkapazität auf acht Gigabyte. Ins Heimnetzwerk einbinden lässt sich die Uhr per WLAN oder Bluetooth 5.0. Bis auf die Wartezeiten beim Hochfahren der Smart Clock gab es im Test keine störenden Ladezeiten oder Verzögerungen in der Bedienung. Die Hardware ist für den Funktionsumfang völlig ausreichend.

Interessenten sollte jedoch klar sein, dass sich die Uhr nicht mit einem vollwertigen Smart Display vergleichen lässt. Lenovo setzt auf Minimalismus, verzichtet auf Kamera und Videowiedergabe. Die Smart Clock ist, wie der Name sagt, eine Uhr mit integriertem Sprachassistenten zur Unterstützung der Heimautomatisierung. Speziell für Personen, die sich keine Kamera ins Schlafzimmer stellen wollen, ist das Gerät eine interessante Alternative.

Keine hohen Erwartungen sollten Nutzer an den Sound der Smart Clock stellen. Für den Klang sorgt ein 1,5-Zoll-Lautsprecher (3 Watt) mit zwei passiven Hochtönern. Für die Beschallung bei der morgendlichen Routine und beim Kochen in der Küche absolut ausreichend, satte Bässe für die Hausparty darfst Du jedoch nicht erwarten.

Software & Bedienung: Alles via Google

Als Betriebssystem kommt bei Lenovos Smart Clock Android Things zum Einsatz. Der integrierte Sprachassistent stammt ebenfalls von Google. Die Einrichtung der Smart Clock gelingt mithilfe der Google-Home-App in wenigen Schritten.

Google Home setzt mindestens Android 6.0 voraus. Nutzer müssen ein entsprechendes Smartphone, Tablet oder Chromebook im Haus haben, um die Smart Clock zu nutzen. Wer gerade keine Lust hat, seiner Box Sprachbefehle zu erteilen, kann die Steuerung über die App oder den Touchscreen erledigen. Die Benutzeroberfläche der Uhr ist übersichtlich, das Gerät mit Wischbewegungen problemlos steuerbar.

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"Ruhe!" Ein leichter Schlag mit der Hand auf die Oberseite lässt den Wecker verstummen.

Praktisch ist das Ausschalten des Weckers durch einen leichten Schlag mit der Hand auf die Oberseite des Geräts. Die klassische "Wecker, sei endlich ruhig"-Handbewegung.

Dem Hersteller zufolge lässt sich die Smart Clock mit mehr als 10.000 Smart-Home-Produkten der unterschiedlichsten Marken verbinden. Dazu gehören Nest, Philips Hue, Wemo und TP-Link. Die Beleuchtung und auch ein Babymonitor lassen sich also über die Smart Clock steuern. Musik kommt via YouTube Music, Spotify oder einen anderen Streamingdienst aufs Gerät. Wer Googles Chromecast besitzt, kann seine Smart Clock als Fernsteuerung nutzen, um Videos von YouTube und Netflix auf dem Fernseher anzusehen.

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Die Heimautomatisierung wird bei der Lenovo Smart Clock von Google Home und dem Google-Sprachassistenten übernommen.

Grundsätzlich lassen sich die genannten Funktionen auch ohne Smart Clock nutzen. Schließlich steht die Software in Form von Google Home und dem Google-Sprachassistenten kostenlos auf Google Play zur Verfügung. Das Lenovo-Gerät bietet allerdings den Mehrwert der zusätzlichen visuellen Darstellung, den Wecker und den besseren Lautsprecher als Smartphones. Im Test erwies es sich als angenehm, ein Gerät an einem festen Standort für die unterschiedlichen Funktionen im Haushalt zu nutzen. Weiterer Pluspunkt der Smart Clock: Die Mikrofone lassen sich leichter abstellen als bei Smartphones.

Im Alltag: Ein Tag mit der Smart Clock

Dienstag, 6:30 Uhr. Die Smart Clock klingelt, weckt mit einer der verfügbaren Standardmelodien und dem integrierten Sonnenlicht-Alarm: Der Bildschirm hellt sich eine halbe Stunde vor der Weckzeit graduell auf und imitiert einen Lichtwecker. Im Test wache ich tatsächlich schon vor dem akustischen Alarm auf, allerdings scheint auch die Sonne durch die Vorhänge in mein Zimmer. Leider ist es nicht möglich, sich von Spotify oder YouTube wecken zu lassen.

Ein Sprachbefehl startet den Tag: "Guten Morgen", sage ich. Die Smart Clock grüßt zurück. Erzählt, welcher Tag ist, wie das Wetter wird, welche Termine und Erinnerungen im Kalender stehen und gibt aktuelle Nachrichten wieder. Mit welchen Informationen die Box den Tag startet, lässt sich einstellen. Auf Wunsch informiert die Smart Clock auch über den Verkehr auf dem Arbeitsweg, stellt das Licht automatisch an und startet die Musikwiedergabe. Für jeden Sprachbefehl können Nutzer unterschiedliche Abläufe festlegen. Alles, was sich mit der Smart Clock verbinden lässt, kann auf diese Weise automatisiert werden.

Der Einsatz auf dem Nachttisch liegt nahe, die Smart Clock ist aber auch in der Küche ein sinnvolles Gadget. Via Sprachbefehl lässt sich ein Timer für den Auflauf im Ofen setzen oder für Musik beim Abwaschen sorgen – ohne die  von der Küchenarbeit dreckigen oder nassen Hände benutzen zu müssen. Die Spracherkennung funktionierte im Test anstandslos. Selbst als nebenbei die Waschmaschine lief, das Nudelwasser kochte oder ich aus dem Nebenzimmer gerufen habe.

Kleines Manko: Wenn der Google-Assistent keine Antwort auf eine Frage hat, startet er keine Google Suche und zeigt Suchergebnisse an, sondern entschuldigt sich und bleibt stumm.

Fazit: Minimalistisch und überzeugend

Die Lenovo Smart Clock bei SATURN

Die Smart Clock kann nicht alles, aber was sie leisten soll, das funktioniert auch. Wer sich für einen Nachttischwecker interessiert, der mit einem Sprachassistenten ausgerüstet ist und das Smart Home steuert, darf zugreifen. Nutzer, die sich mehr Funktionsumfang wünschen, sollten hingegen ein vollwertiges Smart Display vorziehen.

Der günstige Preis von rund 100 Euro macht die Smart Clock zur attraktiven Einsteigerzentrale für das Smart Home.

Das hat mir gut gefallen Das hat mir weniger gefallen
+ kompaktes Design - Lautsprecher lässt Bässe vermissen
+ gute Spracherkennung auch aus dem Nebenzimmer - Kabelloser Betrieb nicht möglich
+ Mikrofone lassen sich per Hebel abschalten - Fürs Wecken steht nur eine begrenzte Auswahl an Klingeltönen bereit
+ guter Wecker mit einigen Extras
+ übersichtliche Bedienoberfläche

 

Das sagt Annika:
Das Ausschalten des Weckers am Morgen hat mir bei der Lenovo Smart Clock am meisten Spaß gemacht. Anstatt mit noch halb geschlossenen Augen nach dem Smartphone zu suchen, um verzweifelt das lärmende Gebimmel mit einer Wischbewegung zu beenden, reicht ein leichter Schlag auf die Uhr. Was für eine Erleichterung! Nur Liegenbleiben ist schöner!
Lenovo Smart Clock
Lenovo Smart Clock
  • Datenblatt
  • Gerätetyp
    Smart Clock
  • Preis ab (UVP)
    99 Euro
  • Release
    Juli 2019
  • Farbe
    Grau
TURN ON Score:
4,0von 5
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