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Saugroboter von Eufy, Xiaomi & Vorwerk im Vergleich: Wer putzt besser?

Saugroboter
Die drei Kontrahenten: Eufy RoboVac L70 Hybrid (links), Xiaomi Roborock S6 (rechts) und Vorwerk VR300 (oben).

Es ist der Traum eines jeden Wohnungs- und Hausbewohners: ein kleiner Helfer, der nervige Putzaufgaben wie Staubsaugen und Wischen übernimmt. Wir haben die drei Staubsaugerroboter Eufy RoboVac L70 Hybrid, Xiaomi Roborock S6 und Vorwerk VR300 einem Vergleichstest unterzogen.

Eufy RoboVac L70 Hybrid: Die beste App

Eufy RoboVac L70 Hybridfullscreen
Der Eufy RoboVac L70 Hybrid kann saugen und wischen.

Der RoboVac L70 Hybrid stammt von Eufy, eine Tochtermarke des bekannten chinesischen Herstellers Anker. Während das Unternehmen in den vergangenen Jahren eher günstige und einfache Saugroboter gefertigt hat, ist der auf der IFA 2019 vorgestellte RoboVac L70 Hybrid ein Topgerät und zudem ein richtiger Allrounder. Das Gerät saugt nicht nur die Wohnung, dank eingebautem Wassertank kann es auch den Boden wischen.

Einmal ausgepackt, ist der RoboVac L70 Hybrid dank der App EufyHome (iOS und Android) im Handumdrehen mit dem heimischen WLAN verbunden. Per App kann der Saugroboter auf Putztour geschickt werden, zudem gibt es in der Anwendung eine Übersicht über absolvierte Reinigungen und die Option, nach bestimmten Zeitplänen zu saugen.

Eufy RoboVac L70 Hybrid fullscreen
Der Eufy RoboVac L70 Hybrid navigiert mit einem Laser, der in diesem Türmchen untergebracht ist.
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Der RoboVac L70 hat nur eine Seitenbürste.
Eufy RoboVac L70 Hybrid
Eufy RoboVac L70 Hybrid

Sehr praktisch ist die Karte der heimischen Räume, die der Roboter erstellt und die in der App angezeigt wird – es lässt sich sogar live nachverfolgen, wo der RoboVac L70 Hybrid gerade unterwegs ist und welche Bereiche er bereits gereinigt hat. Dank seiner Höhe von gerade einmal zehn Zentimetern passt der Saugroboter unter die meisten Möbelstücke wie Betten und Regale. Spätestens nach 150 Minuten (je nach Reinigungsmodus) fährt der RoboVac L70 Hybrid selbstständig zu seiner Ladestation, um Strom zu tanken. Nach vier bis fünf Stunden ist der Roboter wieder vollständig aufgeladen und setzt automatisch die Reinigung fort.

 

Eufy Home fullscreen
In der App Eufy Home kann man den Weg des Saugroboters nachvollziehen.
Eufy Home fullscreen
Auch die Saugstärke lässt sich festlegen.
Eufy Home fullscreen
Zudem können die Zonen festgelegt werden, in denen der Roboter reinigen soll.
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No-Go-Zonen lassen sich ebenfalls festlegen.
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Der Reinigungsverlauf verrät, wann wie lange und welche Fläche gesaugt wurde.
Eufy Home fullscreen
In der App können Zeitpläne für die Reinigung definiert werden.
Eufy Home fullscreen
Der Eufy-Roboter kann auch wischen.
Eufy Home
Eufy Home
Eufy Home
Eufy Home
Eufy Home
Eufy Home
Eufy Home

So gut die App für den Eufy RoboVac L70 Hybrid auch ist, beim Roboter selbst gibt es ein paar Kritikpunkte. So kommt der kleine Helfer aufgrund seiner runden Bauform (die übrigens viele Saugroboter haben) nicht wirklich in die Ecken von Räumen – dort bleibt also immer etwas Schmutz liegen. Zudem blieb der Roboter im Test recht häufig an Hindernissen wie leichten Teppichen oder an den Beinen eines Schwingsessels hängen und musste per Hand aus seiner misslichen Lage befreit werden – was das Gerät immerhin per Smartphone-Benachrichtigung meldete.

Obwohl der rund 500 Euro teure Roboter per WLAN sogar aus dem Büro auf Putztour geschickt werden kann, sollte man daher vorsichtig mit einer komplett ferngesteuerten Reinigung sein beziehungsweise mit Missgeschicken rechnen.

Xiaomi Roborock S6: Software-Lücken

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Der Xiaomi Roborock S6 kann ebenfalls saugen und wischen.

Wie der Eufy RoboVac L70 ist auch der Xiaomi Roborock S6 ein Hybrid-Roboter, der saugen und wischen kann. Dafür sitzt im Heck des Roborock S6 ein Wassertank mit einer Füllmenge von 0,16 Litern.

Gesteuert wird der Roborock S6 mit der App Xiaomi Home (für iOS und Android verfügbar). Wie beim Eufy RoboVac L70 Hybrid kann die Anwendung auf einer Live-Karte den aktuellen Standort des Saugroboters und den bisherigen Reinigungsverlauf darstellen. Reinigungspläne und Statistiken zu vergangenen Putzeinsätzen gibt es ebenfalls.

Xiaomi Roborock S6 fullscreen
Unter dieser Abdeckung versteckt sich die Laser-Raumvermessung des Roborock S6.
Xiaomi Roborock S6 fullscreen
Die Seitenbürste des Saugroboters könnte etwas größer ausfallen.
Xiaomi Roborock S6
Xiaomi Roborock S6

Im Test offenbarte die App allerdings einige Schwächen. So vergaß der Roborock S6 bei einer Reinigung ohne erkennbaren Grund plötzlich die erstellte Karte der Wohnung – und fand dann nicht mehr selbstständig zu seiner Ladestation zurück. Hier half nur noch ein Rücktransport per Hand. Zudem sind nicht alle Texte in der App ins Deutsche übersetzt, stellenweise trifft man nur auf chinesische Schriftzeichen oder Englisch.

Weitere Kritikpunkte: Der Roborock S6 ist bei der Reinigung deutlich lauter als der RoboVac (58 Dezibel gegenüber 50 Dezibel in der niedrigsten Saugstufe). Wie der Konkurrent von Eufy hat der Xiaomi-Roboter zudem eine runde Bauform und kommt daher auch nicht besonders gut in die Ecken.

Xiaomi Home fullscreen
Die App Xiaomi Home zeigt in einer Live-Karte, wo der Roborock S6 gerade reinigt.
Xiaomi Home fullscreen
Die App informiert zudem über den Zustand der einzelnen Komponenten des Saugroboters.
Xiaomi Home fullscreen
Die Anwendung ist nicht komplett ins Deutsche übersetzt.
Xiaomi Home fullscreen
Für die Reinigung stehen mehrere Modi zur Auswahl bereit.
Xiaomi Home fullscreen
Der Roborock S6 kann Putzaufträge mit vielen verschiedenen Roboterstimmen bestätigen.
Xiaomi Home
Xiaomi Home
Xiaomi Home
Xiaomi Home
Xiaomi Home

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Vorwerk VR300: Die beste Form

Vorwerk VR300fullscreen
Der Vorwerk VR300 ist der teuerste Roboter in diesem Test.

Der Vorwerk VR300 ist ein reiner Saugroboter ohne Wischfunktion. Mit einem Preis von satten 849 Euro ist er zudem der teuerste Saugroboter in diesem Test. Im Vergleich zu den beiden anderen Modellen zeigt sich relativ schnell ein entscheidender Vorteil des Vorwerk-Geräts: Es ist nicht kreisrund, sondern hat eine zum Teil eckige Bauform (auch D-Form genannt). Somit kommt der Vorwerk VR300 beim Saugen viel besser in die Winkel der Räume als die beiden anderen Roboter – ein klarer Vorteil im Kampf gegen Flusen, die sich gerne an diesen Stellen ansammeln!

Vorwerk VR300 fullscreen
Die Form des Vorwerk-Saugroboters erleichtert das Reinigen in den Ecken der Räume.
Vorwerk VR300 fullscreen
Der Roboter kann auch über dieses Touchfeld gesteuert werden.
Vorwerk VR300
Vorwerk VR300

Im Test zeigten sich beim Vorwerk VR300 allerdings bald ein paar Schwachpunkte. So ist der Saugroboter mit einer Lautstärke von etwa 70 Dezibel sogar noch etwas lauter als die Konkurrenten von Xiaomi und Eufy. Zudem hat das Gerät mehr Probleme mit leichten Gegenständen wie etwa Badvorlegern – diese werden deutlich häufiger als etwa beim RoboVac L70 Hybrid verschoben, oder der Roboter bleibt schlichtweg daran hängen. Dafür erklimmt der VR300 zuverlässig auch etwas höhere Türschwellen, an denen die anderen Geräte teilweise scheitern.

Der größte Kritikpunkt beim Vorwerk VR300 ist die App Kobold Roboter (für iOS und Android verfügbar). Die Anwendung zeigt zwar ebenfalls eine Karte der Räume an, die der Roboter auf seiner Fahrt erstellt hat – allerdings ohne den Live-Standort des Saugroboters und den Reinigungsverlauf! Eine Übersicht über den Putzvorgang erhält man erst nach Abschluss der Reinigung. Und wenn der VR300 einmal festhängen sollte, muss man sich erst auf die Suche nach ihm begeben.

Kobold Roboter App Vorwerk V330 fullscreen
Mit einem Tipp auf den Button "Start" wird der Vorwerk VR300 auf die Reise geschickt.
Kobold Roboter App Vorwerk V330 fullscreen
In der App stehen verschiedene Reinigungsmodi zur Auswahl, etwa Intensiv-Reinigung und Spot-Reinigung.
Kobold Roboter App Vorwerk V330 fullscreen
Die Reinigungsstatistik gibt Aufschluss über Dauer und gesäuberte Quadratmeter.
Kobold Roboter App Vorwerk V330 fullscreen
Eine Karte der Wohnung zeigt an, wo der VR300 gesaugt hat.
Kobold Roboter App Vorwerk V330 fullscreen
Liegt ein Grundriss der Wohnung vor, können auch No-Go-Zonen festgelegt werden.
Kobold Roboter App Vorwerk V330 fullscreen
Festgelegte Zeitpläne sagen dem Roboter, wann er sauber machen soll.
Kobold Roboter App Vorwerk V330
Kobold Roboter App Vorwerk V330
Kobold Roboter App Vorwerk V330
Kobold Roboter App Vorwerk V330
Kobold Roboter App Vorwerk V330
Kobold Roboter App Vorwerk V330

Die drei Saugroboter im Detail-Vergleich

Eufy RoboVac L70 Hybrid Xiaomi Roborock S6 Vorwerk VR300
Größe 35,5 x 35,5 x 10,2 cm 35,3 x 35,0 x 9,65 cm 34 x 34 x 9 cm
Gewicht 3,8 kg 3,6 kg 5,0 kg
Laufzeit 150 Min 150 Min 90 Min
Ladedauer 4 - 5 Std 3 Std. 3  - 4 Std
Saugkraft 2.200 Pascal 2.000 Pascal 2.000 Pascal
Navigation Laser-Navigation (LDS) Laser-Navigation (LDS) Laser-Navigation (LDS)
Staubbehälter 450 ml 480 ml 530 ml
Preis 499 Euro 549 Euro 899 Euro

Fazit

Müsste ich mich für einen der drei Saugroboter entscheiden, würde ich zum Eufy RoboVac L70 Hybrid greifen. Der Saugroboter der Anker-Tochter bietet das beste Gesamtpaket aus Saugkraft, Bedienkomfort und Preis und hat zudem eine Wischfunktion, um den Fußboden auch nass zu reinigen.

Auch der Roborock S6 hat eine Wischfunktion und konnte im Test überzeugen, zeigte aber vor allem bei der App-Steuerung ein paar Schwächen. Die Anwendung wirkte an einigen Stellen etwas schlampig übersetzt und programmiert.

Der Vorwerk VR300 hat die cleverste Form, mit der er auch in Ecken gut reinigen kann. Zudem überzeugt der Roboter in Sachen Saugkraft und Steighöhe. Bei einem Gerät mit einem so hohen Preis wären allerdings ein größerer Lieferumfang und vor allem eine bessere App wünschenswert.

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