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Smart Button "Flic" im Test: Dahinter steckt ein kluger Knopf

Flic
Der Flic-Button dient zur Steuerung diverser Aktionen.

Per Druck auf den kleinen grünen Knopf "Flic" startet die Musik einer beliebigen App und spielt eine vorher eingestellte Playlist ab. Oder per Doppeldruck löst der Flic Button die Kamera aus – und ein langer Druck dimmt das Licht auf ein für ein Rendezvous taugliches Niveau. Im Test soll der kleine Alleskönner zeigen, was er noch so drauf hat.

Flic ist im Grunde ein – nüchtern ausgedrückt – kleiner Drucktaster, der Bluetooth-Signale aussenden kann. Per Smartphone können diese dann mit einer App ausgewertet und in diverse Aktionen übersetzt werden. Der Nutzer hat grundsätzlich drei verschiedene Variationsmöglichkeiten, Druck zu machen: ein kurzer Druck, ein Doppeldruck und ein langer Druck. Dazu gibt es zahlreiche Voreinstellungen an auslösbaren Aktionen, die mit den verschiedenen Druck-Längen aktiviert werden. Möglich sind also immer bis zu maximal drei unterschiedliche Aktionen, die in der App gespeichert und dann abgerufen werden können. Allerdings kann sich jede Aktion aus unbegrenzt vielen Unteraktionen zusammensetzen. So ist es kein Problem, etwa mit einem Knopfdruck gleichzeitig Musik und Licht anzuschalten.

Ursprünglich ist der Knopf aus einer Finanzierungs-Aktion auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo hervorgegangen. Das Ziel war damals schnell erreicht, weil offenbar zahlreiche Nutzer der Plattform das Smart Home-Konzept für eine gute Idee hielten.

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Per Smartphone können die Flic-Aktionen gesteuert und konfiguriert werden.

Sonos oder Spotify – oder beides? Geht alles per Flic

Und was gibt es alles an Aktionen in der App? Viele – so lässt sich etwa die Sonos-Anlage per Knopfdruck bedienen, Spotify kann gestartet werden und Philips Hue wird ebenso erfolgreich gesteuert wie demnächst ein Volvo. Denn die Macher von Flic haben jetzt eine Partnerschaft mit dem Automobilhersteller, um demnächst die Türen zu schließen und zu öffnen und die Heizung hochzufahren.

Zusätzlich lassen sich viele weitere Standardaktionen starten und auch ganze Aktions-Sripte aufrufen, etwa per IFTTT oder indem mit der internen Delay-Funktion des Buttons gearbeitet wird, die nach einer Aktion eine weitere auslösen kann. Wer spielen will, kann außerdem zwei eingebaute Games ausprobieren und Entwickler können auch bestimmte interne Aktionen mit dem Button auslösen. Und nicht zuletzt lassen sich beispielsweise an der Kleidung angebracht auch sehr schnell Notrufe absetzen. Der kleine Smart Home-Knopf ist also recht vielseitig veranlagt.

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Der Flic-Button ist abwaschbar, ...
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.. haftet auf den meisten Oberflächen, und ...
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... zeigt Aktivität durch rotes Licht ...
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... bei kompakten Abmessungen.
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Verarbeitung und Bedienung sind einwandfrei

In Sachen Verarbeitung und Mechanik ist das Gerät sehr gut: Der weiche Kunststoff ist angenehm, der Klick-Hub wirkt praxisnah und die selbstklebende Rückseite ist abwaschbar, sollte sie schmutzig geworden sein – und klebt danach so gut wie zuvor an einem beliebigen Platz. Das kleine Gerät gibt es in den Farben Grün, Türkis, Schwarz und Weiß. Wer den Flic an der Kleidung tragen möchte, kann dafür einen speziellen Clip verwenden. Der Hersteller sichert außerdem zu, dass die Mini-Batterie, die den Knopf mit Energie ausstattet, erstens langlebig und zweitens wechselbar ist. Über ein Jahr soll der Akku durchhalten können. Die Reichweite des Bluetooth-Senders im Knopf beträgt laut Hersteller etwa 50 Meter, aber je nach Ort kann das auch mehr oder deutlich weniger sein. Sofern man diese Reichweite nicht überschreitet, lässt sich der Knopf auch als Suchhilfe für ein verlegtes Smartphone verwenden.

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Der Flic-Button ist robust aufgebaut und in verschiedenen Farben erhältlich.

Das Koppeln des Flic-Buttons mit dem Smartphone funktionierte gut. Aber: Nutzer berichten von Problemen mit Android 6.0 Marshmallow, die im Test reproduzierbar waren. Eigentlich sollten diese per Update behoben worden sein, aber auch bei einem HTC One M8 mit Android 6.01 wollte der Flic sich nicht koppeln lassen. Bei anderen Smartphones ging es mit Android und iOS problemlos, aber wenn man den Button mit einem neuen Gerät verbinden will, darf das Alte nicht aktiv sein, beziehungsweise die Verbindung zum Knopf muss zuvor getrennt werden. In jedem Fall muss man eine alte Koppelung erst einmal beenden, indem man sieben Sekunden lang auf den Button drückt.

Zuweisen klappt mit dem klugen Knopf prima

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Man kann den Flic für Selfies benutzen ...
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... als Schnellwahl-Knopf oder ...
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... einfach auch als Klingel. Wer ...
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... in Gefahr ist, kann Warnungen absetzen, oder man benutzt ...
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... Flic als Helfer für einen romantischen Abend.
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Das Zuweisen der Aktionen auf dem klugen Knopf klappt prima und die von uns getesteten Programme wurden zuverlässig ausgelöst. Die Menge der Aktionen ist absolut zufriedenstellend – und es kommen anscheinend immer weitere dazu, die dann per Update der App zur Verfügung stehen. Bestellen kann man Flic direkt bei den Machern. Dort bekommt man für 99 US-Dollar plus 10 Dollar Versandkosten vier Exemplare. Wobei man bei einem Versand aus den USA immer damit rechnen muss, dass der Zoll kassieren kommt.

Flic
  • Datenblatt
  • Hardware und Software
  • Gerätetyp
    Smart Button
  • Abmessungen
  • Gewicht
  • Farben
    Grün, Türkis, Schwarz und Weiß
  • Lieferumfang
    Flic, Anleitung
  • Preis
    25 EUR
  • Konnektivität
    Bluetooth
  • Besondere Merkmale
    Selbstklebend, abwaschbar
TURN ON Score:
3,5von 5
  • Energieverbrauch
    4,5
  • Design
    4,0
  • Handling
    3,5
  • Preis-Leistung
    2,5
  • Hardware
    4,0
  • Nutzerzufriedenheit
    3,0
  • Ausstattung
    3,5
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