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Wohltuend wie ein Tag an der See? Meeresklimagerät von Beurer im Test

Beurer Meeresklimagerät MK 500 Maremed
Nicht zu übersehen: Das Meeresklimagerät Maremed MK 500 von Beurer. Bild: © TURN ON 2020

Ein Urlaub oder auch nur ein Tag am Meer ist eine Wohltat. An der Küste kannst Du nicht nur die Seele baumeln lassen, die salzige Seeluft lässt Dich auch freier atmen als sonst. Diesen angenehmen Effekt soll das Meeresklimagerät Maremed MK 500 von Beurer in den eigenen vier Wänden nachahmen. Wie gut das gelingt, erfährst Du in unserem Test.

Das Maremed ist genau genommen ein Kombigerät aus Luftreiniger und Luftbefeuchter. Im Zusammenspiel der Funktionen soll laut Hersteller "ein naturidentisches Meeresklima" im eigenen Zuhause geschaffen werden.

Wieso ist das Meeresklima so gut für uns?

Bevor es mit dem Test losgeht, soll es kurz darum gehen, wieso das Klima am Meer eigentlich so wohltuend für den Körper ist. Tatsächlich tragen verschiedene Faktoren hierzu bei: Es geht um das Zusammenspiel von kühlem Wind, hoher Luftfeuchtigkeit, Salz und Sonne. Diese Bedingungen am Meer werden unter dem Begriff Reizklima zusammengefasst. Dinge, die den Körper reizen? Das klingt zunächst negativ. Aber das Gegenteil ist der Fall. Die niedrigen Temperaturen, der starke Wind und die salzhaltige Luft reizen zwar unser Immunsystem, härten es aber gleichzeitig ab und stärken es damit.

Besonders die Atemwege profitieren von einem Aufenthalt an der See. Durch Brandung und Wind werden winzige, salzhaltige Tröpfchen aus dem Meer, sogenannte Aerosole, versprüht. Sie weisen einen hohen Salzgehalt auf und enthalten Jod, Magnesium sowie Spurenelemente. Gelangt die salzige Seeluft in den Nasen-Rachen-Raum, wird unter anderem die Durchblutung gefördert und der Schleim in den Atemwegen gelöst. Ein weiterer Bonus: Die Meeresluft ist weitestgehend frei von Schadstoffen und Pollen. Ein Aufenthalt an der See tut also besonders Menschen gut, die an Asthma, Allergien und Atemwegserkrankungen leiden. Außerdem hat das Zusammenspiel von salziger Meeresluft und Sonne eine positive Wirkung auf die Haut.

Der Aufbau: Eine Wanne voller Filter

Das Maremed soll diese positive Wirkung in die eigenen vier Wände bringen. Es besteht grob aus zwei Teilen: einer Wanne und einer Abdeckung. Die Wanne wird mit Wasser und dem Spezial-Meersalz befüllt. Hier sitzen außerdem der Wasserfilter und Sensoren. In der Abdeckung befinden sich zwei Vorfilter und das Touchdisplay zur Bedienung. Bevor das Maremed einsatzbereit ist, gibt es einiges zu tun. Wer der bebilderten Gebrauchsanweisung Schritt für Schritt folgt, kann aber nicht viel falsch machen.

Zunächst einmal müssen die Vorfilter in die entsprechenden Halterungen in der Abdeckung des Gerätes eingesetzt werden. Hier gibt es Potenzial für Fehler, denn der Filter muss so eingesetzt werden, dass die glatte und feste Seite der Filter zur Geräteinnenseite zeigt. Ich musste das auf einer Seite korrigieren. Nun kommt der Verdunsterblock mit dem Wasserfilter in die Wanne. Schließlich fehlt nur noch das Wasser und Salz, damit das Maremed seinen Betrieb starten kann. Die Wanne sollte bis zur Max-Markierung mit kaltem, klaren Leitungswasser gefüllt werden. Das sind immerhin sechs Liter.

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Das Meeresklimagerät hat etwa die Größe eines Papierkorbs. Bild: © TURN ON 2020
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Die Wanne bietet Platz für maximal sechs Liter. Bild: © TURN ON 2020
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Die Luft wird durch Vorfilter von Staub, Pollen und mehr befreit. Bild: © TURN ON 2020
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In der Wanne gibt es einen Wasserfilter. Bild: © TURN ON 2020
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Beurer Meeresklimagerät MK 500 Maremed

Nun kommt das Salz hinzu. Wichtig: Bitte nur das mitgelieferte Spezial-Meersalz benutzen. Es besteht laut Hersteller komplett aus natürlichen Salzen und besitzt 65 wertvolle Mineralien und Spurenelemente. Beurer warnt davor, dass andere Salze das Gerät beschädigen könnten. Und wer sich denkt "Och, es wäre ja nett, wenn da auch ein bisschen Duft rauskommt", sollte sich besinnen. Ätherische Öle und Ähnliches haben in dem Meeresklimagerät nichts zu suchen. Pro Liter kommen 15 Milliliter Salz ins Wasser. Für eine komplette Füllung also 90 Milliliter. Ein mitgelieferter Messbecher macht das Abmessen einfach. Über einen Netzanschluss wird das Meeresklimagerät mit Strom versorgt.

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In Betrieb: Leise und mobil

Und dann ist das Gerät auch schon einsatzbereit. Es ist für Raumgrößen von bis zu 50 Quadratmetern geeignet und sollte nicht zu beengt stehen. Das bedeutet, das Gerät sollte mit einem Mindestabstand von 30 Zentimetern zu allen Gegenständen und Wänden rundum platziert werden. Dank zwei Eingriffmulden an der Wanne kann das Maremed gut getragen und versetzt werden. Dabei darauf achten, nicht zu hoch zu greifen, sonst hat man schnell nur die Abdeckung in der Hand.

Ich habe das Klimagerät tagsüber in der Küche aufgestellt, in der ich im Home-Office arbeite, und abends im Wohnzimmer. Nachts ist es ins Schlafzimmer umgezogen, denn vor allem beim Schlafen kann die Kombination aus Luftreiniger und Luftbefeuchter seine wohltuende Wirkung entfalten. Mit einer Füllmenge von sechs Litern Wasser ist das Klimagerät allerdings kein Leichtgewicht, also schön in die Knie gehen beim Tragen.

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Das Maremed lässt sich relativ problemlos von Raum zu Raum bewegen. Bild: © TURN ON 2020

Ein geeigneter Platz ist gefunden, das Gerät ist befüllt und an den Strom angeschlossen? Dann kann das Maremed MK 500 seinen Betrieb starten. Dazu halte ich die Ein-Aus-Taste auf dem Touchdisplay für drei Sekunden gedrückt. Nach drei Minuten Dauerblinken startet der Lüfter. In dieser Zeit wird das Wasser in der Wanne mithilfe der integrierten UVC-Lampe entkeimt. Das Gerät startet auf der höchsten Lüftergeschwindigkeit (drei Balken), in diesem Modus ist es zwar leise, aber hörbar.

Über die Lüftertaste, die aussieht wie ein Ventilator, kannst Du die Stufe hoch- und herabsetzen. Ich habe in der Regel tagsüber die mittlere Stufe eingestellt. Sie hat meiner Meinung nach noch genug Power, ist dabei aber etwas leiser als die Höchststufe. In der Nacht ist die niedrigste Stufe kaum zu hören. Das Klimagerät kann bis zu 72 Stunden in Betrieb sein, bevor es sich automatisch abschaltet. Nach dieser Zeit ist es in der Regel nötig, das Wasser aufzufüllen. Die Filter müssen nach circa drei Monaten ausgetauscht werden. Es kommen also Folgekosten auf Nutzer zu. Wenn es soweit ist, wird das auf dem Display angezeigt.

Was passiert im Gerät?

Ich will ehrlich sein, ich hatte erwartet, dass mir eine salzige Meeresbrise entgegenweht. Immerhin verspricht Beurer ein "naturidentisches Meeresklima". Doch Pustekuchen: Ich konnte zwar spüren, dass das Klimagerät Luft in Form eines kühlen Luftzugs abgibt, aber das geschieht ähnlich dezent wie bei einem Luftreiniger – und eben ohne die erhoffte salzige Brise. Während ich nur den kühlen Lufthauch spüre, läuft das mehrstufige Filtersystem im Meeresklimagerät auf Hochtouren.

Zunächst wird, wie schon erwähnt, das Wasser in der Wanne per ultraviolettem Licht zu 99 Prozent von Keimen und Viren befreit. Dann saugt ein Lüfter an der Rückseite des Gerätes Luft an. Diese wird durch die Vorfilter geleitet, wodurch 70 Prozent der Schmutzpartikel entfernt werden sollen, darunter Staub, Tierhaare und Pollen. Anschließend wird die durchströmende Luft mit den Mineralien im Salzwasser angereichert. Schließlich erfolgt noch eine Ionisierung, die dafür sorgt, dass Schadstoffe und Partikel entfernt werden. Hat die Luft all diese Stationen durchlaufen, wird sie am vorderen Luftauslass wieder herausgelassen.

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Der Lüfter im Deckel des MK 500 saugt die Raumluft an ... Bild: © TURN ON 2020
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... und lässt das mineralisierte Wasser zirkulieren. Bild: © TURN ON 2020
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Beurer Meeresklimagerät MK 500 MaremedBeurer Meeresklimagerät MK 500 Maremed

Im Prinzip funktioniert das Maremed-Meeresklimagerät also wie ein Luftreiniger. Allerdings wird die Luft nicht nur mineralisiert, sondern zusätzlich befeuchtet. Wer sie einatmet, benetzt damit seine Atemwege. Gerade während der heizintensiven Wintermonate eine gute Sache.

Ein kleiner Wermutstropfen: Ich fror etwas, wenn ich das Maremed zu nah bei mir aufgestellt habe, denn es stößt ziemlich kalte Luft aus. Als Frostbeule, die mitunter auch im Sommer friert, bin ich aber nicht unbedingt ein typischer Nutzer. Während der Nacht unter dem Schutz einer dicken Decke ist der Luftzug kaum wahrnehmbar, außerdem schläft es sich in einem kühlen Schlafzimmer ohnehin besser.

Features: Timer und Sleep-Funktion

Praktisch: Wer wie ich vom erleuchteten Display in der Dunkelheit genervt ist, kann die Sleep-Funktion nutzen. Die Taste ist an ihrem Halbmond-Symbol erkennbar. Wenn Du sie drückst, erlischt nach fünf Sekunden die Beleuchtung des Displays. Etwas irritierend ist das schon, denn manchmal war ich mir morgens nicht sicher, ob das Maremed noch im Schlafmodus ist oder ich vielleicht schlicht und ergreifend vergessen habe, es abends einzuschalten.

Ein Tippen auf die Sleep-Taste schafft jedoch schnell Gewissheit. Völlige Dunkelheit gibt es bei dem Meeresklimagerät aber auch nicht. Durch die schlitzförmigen Öffnungen an den Seiten des Deckels ist etwas grünes Licht von der UVC-Lampe auszumachen. Doch auch hierfür gibt es Abhilfe. Wenn ich die Sleep-Taste fünf Sekunden drücke, schalte ich damit die UVC-Lampe aus. Damit habe ich eine vollständige Abdunklung in der Nacht, aber laut Beurer keine garantierte 99-prozentige Keimfreiheit.

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Das LCD-Display (von unten nach oben): Ein-Aus-Taste, Sleep-Taste, Timer-Taste und Lüftertaste. Bild: © TURN ON 2020
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Das UVC-Licht kann in der Nacht störend sein. Bild: © TURN ON 2020
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Neben der Sleep-Funktion gibt es auch die Möglichkeit, einen Timer zu stellen, also festzulegen, nach wie vielen Stunden das Meeresklimagerät sich automatisch ausschaltet. Von einer bis 24 Stunden ist alles möglich.

Einen kleinen Punkt Abzug gibt es für die Bedienung. Vermutlich bin ich durch andere Produkttests schon etwas verwöhnt, aber ich habe bei dem Meeresklimagerät eine Fernbedienung oder noch besser eine App zum Steuern vermisst. Die Bedienung am Gerät selbst ist zwar einfach, aber den Ventilator einfach schnell eine Stufe niedriger stellen zu können, ohne vom Schreibtisch aufstehen zu müssen, wäre praktisch. Außerdem wäre es hilfreich, wenn das Gerät die Luftqualität messen und anzeigen würde. Bei Dyson-Luftreinigern gehören diese Funktionen bereits zur Standardausstattung. Da gibt es für Maremed-Folgegeräte auf jeden Fall noch etwas Luft nach oben.

Meine Erfahrung: Freie Nase dank Klimagerät

In den zwei Wochen, in denen ich das Maremed getestet habe, war das Klimagerät ein dezenter Mitbewohner. Es leistete mir bei der Arbeit tagsüber Gesellschaft und ich hatte das Gefühl, dass ich etwas konzentrierter bei der Sache war. Doch besonders nachts entfaltete das Maremed seine heilsame Wirkung. Ich leide in der Nacht häufig an einer verstopften Nase und nutze Meerwasserspray, um besser atmen zu können (nur zu Info: Es entsteht anders als bei regulären Nasensprays kein Gewöhnungseffekt). Mit dem Meeresklimagerät fiel mir das Durchatmen deutlich leichter, so wie ich es tatsächlich auch an der See empfinde. Während der Testphase konnte ich fast komplett auf das Spray verzichten.

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Beurers Meeresklimagerät dürfte vor allem Menschen mit Atemwegserkrankungen guttun. Bild: © TURN ON 2020

Das ist zwar ein schönes Ergebnis, doch während mich mein Meersalz-Spray nur knapp drei Euro kostet, schlägt das Maremed mit knapp 350 Euro (UVP) zu Buche. Gleichsetzen kann man beides natürlich trotzdem nicht. Das Meeresklimagerät sorgt auf Wunsch die ganze Nacht für gereinigte und befeuchtete Raumluft. Die Wirkung des Sprays lässt schnell nach, reicht aber in der Regel aus, um gut einzuschlafen. Auch beim Aufwachen gibt es einen Unterschied. Während ich ohne das Klimagerät gerade schwer aus dem Bett komme, gelingt das mit dem Maremed doch etwas leichter, ich fühle mich erholter.

Fazit: Lohnt sich für Menschen mit Asthma und Allergien

Das Maremed Meeresklimagerät MK 500 von Beurer konnte tatsächlich mein Wohlbefinden steigern und bescherte mir nachts eine freiere Nase und damit auch einen besseren Schlaf. Inwieweit sich die Luftqualität verbessert hat, kann ich nicht nachprüfen, doch fühlte ich mich etwas produktiver, wenn es eingeschaltet war.

Der Anschaffungspreis ist mit 350 Euro allerdings ziemlich happig, auch gibt es Folgekosten für Filter und Salz. Daher lohnt sich die Anschaffung vor allem für Menschen, die täglich unter Asthma, Allergien oder anderen Atemwegserkrankungen leiden. Sie können mit dem MK 500 ihre Lebensqualität steigern. Ein Ersatz für einen Spaziergang am Meer ist das Meeresklimagerät dennoch nicht. Wie einem die salzige Brise um die Nase weht, ist nun mal unschlagbar.

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Beurer Maremed MK 500
  • Datenblatt
  • Gerätetyp
    Meeresklimagerät
  • Preis
    349,99 Euro (UVP)
  • Release
    September 2020
  • Farben
    Weiß
TURN ON Score:
3,5von 5
  • Handling
    4,0
  • Preis-Leistung
    3,0
  • Nutzerzufriedenheit
    4,0
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