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Grüner Daumen mit Sensor und App: 5 Gadgets für gesunde Pflanzen

Du willst Deine Pflanzen verstehen und besser auf ihre Bedürfnisse eingehen? Wir zeigen Dir verschiedene Gadgets, die Dich dabei unterstützen.
Du willst Deine Pflanzen verstehen und besser auf ihre Bedürfnisse eingehen? Wir zeigen Dir verschiedene Gadgets, die Dich dabei unterstützen.

Nicht jeder hat einen grünen Daumen – und so ist es schnell passiert: Die eben gekaufte Zimmerpflanze ist von einem Tag auf den anderen eingegangen. Zum Glück gibt es verschiedene technische Helferlein, die Dich beim Gärtnern unterstützen. Damit Du Deine nächste Pflanze vor dem sicheren Tod bewahrst, zeigen wir Dir fünf Gadgets, die Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Damit Deine Pflanzen gedeihen, musst Du ihre Bedürfnisse kennen. Und das ist gar nicht so einfach, schließlich gibt es jede Menge verschiedene Arten, die ganz unterschiedliche Ansprüche haben. Hier kommen die smarten Gärtner-Gadgets ins Spiel: Sie helfen Dir, Deine Pflanzen richtig zu pflegen.

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Gadgets: komplette smarte Blumentöpfe und separate Sensoren, die in die Blumenerde eingesetzt werden. Finde im Folgenden heraus, welche Variante für Dich passt.

Smarter Blumentopf

Ein smarter Blumentopf ist in der Regel mit einem intelligenten Bewässerungssystem ausgestattet, sodass Du das Blumengießen von Deiner To-do-Liste streichen kannst – nur den integrierten Wassertank musst Du hin und wieder auffüllen. Ist ausreichend Wasser vorhanden, gießen smarte Blumentöpfe Deine Pflanzen vollautomatisch. Sensoren verraten ihnen, wann das Gewächs neues Wasser braucht.

Botanium

Botanium ist ein smarter Blumentopf, der Pflanzen automatisch gießt. Das Projekt war 2017 eine Kampagne auf Kickstarter und wurde dort erfolgreich finanziert. Der Topf besteht aus zwei Elementen: Die untere Hälfte ist ein Wassertank, die obere Hälfte ein Behältnis für den Nährboden.

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Den Botanium-Topf gibt es in drei verschiedenen Farben.

Botanium arbeitet nach dem Prinzip der Hydrokultur. Eine Wasserpumpe befördert das Wasser ins obere Gefäß, um den Nährboden der Pflanze zu bewässern. Überschüssiges Wasser wird wieder nach unten abgegeben. Somit gehört Staunässe der Vergangenheit an. Damit das alles funktioniert, wird der smarte Blumentopf an den Strom angeschlossen.

Botanium gießt Deine Pflanze bis zu einen Monat lang – je nachdem, wie viel Wasser sie benötigt. So lange brauchst Du Dir um Deine Pflanze also keine Sorgen zu machen. Eine App gibt es für Botanium nicht – hier funktioniert alles automatisch.

Botanium eignet sich für alle Pflanzenliebhaber, die öfter mal vergessen, ihre grünen Freunde zu wässern. Der smarte Blumentopf kostet zwischen 64 und 80 Euro – es gibt ihn auch im Doppelpack. Möchtest Du Nährboden, Nährstoffe und Samen dazu kaufen, die speziell auf den Botanium-Topf abgestimmt sind, kostet das noch mal zwischen vier und sieben Euro.

LazyLeaf

Der selbstgießende Blumentopf namens LazyLeaf wurde 2019 bei "Die Höhle der Löwen" finanziert. Das Design des Topfes ist schlicht und wirkt hochwertig – trotz Kunststoff. Es gibt den Topf mit 13 und 27,5 Zentimeter Durchmesser zu kaufen. Das Gadget arbeitet mit einem smarten Bewässerungssystem im Inneren, das Deine Pflanzen regelmäßig und mit der richtigen Menge Wasser versorgt.

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Den smarten Blumentopf von LazyLeaf gibt es in zwei verschiedenen Größen.

Durch eine kleine Öffnung am Rand des Topfes bewässert der LazyLeaf-Blumentopf die Pflanze mit einem dünnen Wasserstrahl. Ein Sensor registriert, wie viel Wasser die Pflanze braucht, und passt die Gieß-Intensität immer wieder an. Zehn verschiedene Bewässerungsstufen sind möglich. Der obere Rand des Blumentopfs ist außerdem ein Touch-Feld, mit dem Du die Bewässerung bei Bedarf manuell steuern kannst.

Die smarten Blumentöpfe von LazyLeaf gibt es ab 30 Euro und Du kannst sie auch im Doppel- oder Dreierpack kaufen.

Sensoren für die Blumenerde

Neben den smarten Blumentöpfen gibt es auch Sensoren für die Blumenerde. Sie sind wie ein Spieß aufgebaut und werden einfach in die Erde Deiner Blumentöpfe oder Beete gesteckt. Die Sensoren messen verschiedene Werte, zum Beispiel Bodenfeuchte, Helligkeit und Temperatur.

Sie zeigen Dir an, ob Deine Pflanze eventuell mehr Licht, Wasser oder Dünger braucht – können das Gießen oder Düngen aber nicht selbst übernehmen. Die Sensoren machen Dich per App darauf aufmerksam, wann und wie Du Dich um Deine Gewächse kümmern solltest. Zur Tat schreiten musst Du selbst. Dafür weißt Du aber genau, was zu tun ist. Im Folgenden stellen wir drei Blumenerde-Sensoren vor.

Gardena smart Sensor

Der Sensor von Gardena misst die Bodenfeuchte, Lichtintensität und Außentemperatur und übermittelt die Werte an die dazugehörige App. Er wird mit zwei AA-Batterien betrieben.

Zusätzlich zum Sensor bietet Gardena ein Gateway, also eine zentrale Steuerungseinheit, die mit dem Internet verbunden wird. So kannst Du den Sensor für die Blumenerde in Dein Smart Home integrieren. Der Vorteil: Du kannst mithilfe der App von überall aus auf den Sensor zugreifen und die aktuellen Daten einsehen. Bist Du zum Beispiel im Urlaub und stellst fest, dass eine Deiner Pflanzen dringend Wasser braucht, kannst Du rechtzeitig handeln. Bitte etwa einen Freund oder Nachbarn, das durstige Gewächs zu gießen.

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Der Gardena smart Sensor erleichtert Dir die Gartenarbeit.

Gardena bietet außerdem viele weitere smarte Garten-Gadgets an, die Du über das Gateway in Dein Smart Home einbinden und so mit dem Pflanzensensor verbinden kannst. Legst Du Dir beispielsweise einen passenden Bewässerungscomputer zu, reagiert dieser auf die Daten des Bodensensors: Ist die Erde Deiner Pflanzen zu trocken, schaltet der Bewässerungscomputer die Sprinkler ein.

Der Gardena smart Sensor richtet sich vor allem an Leute mit eigenem Garten und weniger an Balkon-Hobby-Gärtner. Ein Sensor kostet 99 Euro.

Greensens

Die Blumenerde-Sensoren von Greensens sind mit Solarzellen ausgestattet, sodass sie keine Batterien benötigen oder aufgeladen werden müssen. Es lassen sich bis zu zehn Sensoren mit einer zentralen Steuerungseinheit verbinden, sodass Du zentral die Daten von mehreren Pflanzen oder Beeten überwachen kannst.

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Greensens ist einer der wenigen Hersteller, der seine Bodensensoren mit Solarzellen ausstattet.

Die Daten, die der Greensens-Sensor misst, werden in Echtzeit an die zugehörige App übertragen. Dort kannst Du genau sehen, wie es um die Bodenfeuchtigkeit, die Licht- und Temperaturverhältnisse im Beet oder Topf bestellt ist – und ob du etwas daran ändern solltest, damit Deine Pflanze optimal gedeihen kann. Die App benachrichtigt Dich, wenn Deine Pflanze neues Wasser, mehr Licht oder eine andere Umgebungstemperatur benötigt.

Die Greensens-Sensoren können derzeit vorbestellt werden. Ein Starterset mit drei Sensoren und einer zentralen Steuerungseinheit mit Internet-Anschluss kostet 45 Euro.

Mi Plant Flower Care

Xiaomi kennst Du vielleicht als Handy-Hersteller, doch die Firma hat auch andere Gadgets in petto. Mit dem Mi Plant Flower Care hat Xiaomi einen smarten Pflanzensensor auf den Markt gebracht, der die Wachstumsbedingungen von Zimmerpflanzen überwacht. Auch dieser Sensor wird zu der jeweiligen Pflanze in die Erde gesteckt. Er misst die Bodenfeuchtigkeit, den Nährstoffgehalt, die Lichtintensität und die Umgebungstemperatur.

Xiaomi Mi Plant Sensorfullscreen
Der Pflanzensensor von Xiaomi hat das Wohlergehen Deiner Zimmerpflanzen im Blick.

Der Sensor lässt sich über Bluetooth mit der zugehörigen App verbinden. Hier bekommst Du Tipps zum idealen Standort für jede Pflanze und erfährst, wann und wie du sie gießen solltest. Außerdem kannst Du auf ein wöchentliches und monatliches Wachstumsprotokoll zugreifen.

Ein Sensor von Xiaomi kostet in der europäischen Version mit bebilderter Anleitung rund 24 Euro.

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