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Abzocke auf Rechnung: Neue WhatsApp-Abofalle im Umlauf

WhatsApp-Nutzer sollten sich vor der Abo-Falle in Acht nehmen.
WhatsApp-Nutzer sollten sich vor der Abo-Falle in Acht nehmen. (©CC: Flickr/Álvaro Ibáñez 2015)

Eine neue Abofalle sorgt derzeit bei WhatsApp für Aufsehen. Dabei wird der Nutzer per Mitteilung über angebliche neue Funktionen des Messengers informiert und aufgefordert, auf einen Link zu klicken. Tut er das, erscheint auf der nächsten Telefonrechnung automatisch ein kostenpflichtiges Abo bei einem Drittanbieter.

Vor einer besonders fiesen Abofalle bei WhatsApp warnt derzeit die Verbraucherzentrale Sachsen. Derzeit erhalten Nutzer über WhatsApp Nachrichten, die auf angebliche neue Funktionen des Messengers hinweisen. "Wer diesen Link anklickt, findet auf seiner nächsten Telefonrechnung zum Preis von 4,99 Euro pro Woche ein Abo bei einem Drittanbieter", erklärt die Verbraucherexpertin Katja Henschler. Zudem fordert die Nachricht den Nutzer zum Weiterleiten an Freunde auf. Gerade das ist besonders gefährlich, da Nachrichten von Freunden generell eine höhere Vertrauenswürdigkeit besitzen – und damit auch eher zum Klicken auf Links einladen.

Betrüger greifen Telefonnummern ab

Damit die Abofalle zuschnappt, greift der betrügerische Anbieter über den Link die Mobilfunknummer des jeweiligen Nutzers ab. Somit kann er die Geldforderungen auf der Telefonrechnung platzieren. "Anbieter haben auf diese Weise ein unglaublich leichtes Spiel, Nutzern eine Geldforderung unterzuschieben", so Henschler. Betroffenen Usern rät sie, den ausgewiesenen Betrag auf keinen Fall zu zahlen.

Nutzer sollten der Zahlung widersprechen

Vielmehr sollten WhatsApp-Nutzer, die in die Abofalle getappt sind, sowohl beim Mobilfunkanbieter als auch bei dem Drittanbieter der Forderung schriftlich widersprechen. Sofern der Rechnungsbetrag automatisch vom Konto abgebucht wird, hat der Betroffene acht Wochen Zeit, bei seiner Bank eine Rückbuchung zu veranlassen und den Betrag anschließend um den entsprechend gekürzten Betrag erneut an seinen Mobilfunkanbieter zu überweisen.

Sperre schützt vor Abzockern

Damit es gar nicht so weit kommt, empfiehlt die Verbraucherschützerin das Einrichten einer Drittanbietersperre. Diese verhindert, dass die Nummer des Smartphones automatisch an Drittanbieter weitergeleitet wird. Beantragen lässt sich eine solche Sperre kostenlos beim Mobilfunkanbieter. Dieser ist sogar gesetzlich dazu verpflichtet, eine Drittanbietersperre auf Wunsch des Kunden einzurichten. Einige Anbieter ermöglichen auf Nachfrage sogar eine Sperre, die nur bestimmte Nummern und Apps einschließt.

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