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Adobe Acrobat Reader installiert ungefragt Chrome-Erweiterung

Der Adobe Acrobat Reader DC installiert ungefragt eine Chrome-Erweiterung.
Der Adobe Acrobat Reader DC installiert ungefragt eine Chrome-Erweiterung. (©picture alliance / dpa-tmn 2017)

Der auf vielen Rechnern installierte kostenlose Adobe Acrobat Reader DC installiert im Zuge eines automatischen Updates ungefragt eine Chrome-Erweiterung. Die Erweiterung soll einige Erleichterungen bieten, die viele User jedoch überhaupt nicht brauchen.

Der Acrobat Reader von Adobe gehört zu den beliebtesten PDF-Readern überhaupt und damit auch zur Standard-Ausrüstung vieler Computer. Das Schöne ist: Selbst für die kostenlose Download-Version Acrobat Reader DC bietet Adobe eine Funktion für automatische Updates an, mit welcher die Software immer auf dem neuesten Stand bleibt. Das Schlechte: In einem aktuellen Fall nutzt der Anbieter diese Funktion, um ungefragt eine Chrome-Erweiterung einfach mit zu installieren, wie Caschys Blog berichtet.

Heimliche Installation gehört nicht zum guten Ton

Ähnlich wie ein Trojanisches Pferd wird die Erweiterung für den Chrome-Browser einfach mit auf den PC geschleust und automatisch installiert. Auch wenn es sich bei der Erweiterung keineswegs um Schadsoftware handelt, ist dieses Vorgehen natürlich unschön und sollte bei seriösen Software-Anbietern eigentlich nicht zum guten Ton gehören.

Immerhin bietet Chrome selbst an dieser Stelle einen gewissen Sicherheitsmechanismus und aktiviert die Erweiterung nicht automatisch. Für Nutzer besteht zudem jederzeit die Möglichkeit, die Erweiterung in den Einstellungen des Browsers unter "Erweiterungen" wieder zu löschen. Panik ist demzufolge also nicht angesagt.

Viele User brauchen die Extra-Funktionen nicht

Offiziell dient die Adobe-Erweiterung natürlich vor allem zum Anzeigen von PDF-Dokumenten im Netz und zum Umwandeln von Websites in das PDF-Format. Zumindest das erste beherrscht der Chrome-Browser allerdings im Normalfall auch ohne eine Erweiterung und das Abspeichern einer Website als PDF funktioniert ebenfalls über die "Drucken"-Funktion des Browsers. Nebenbei sammelt die Adobe-Erweiterung übrigens auch noch Daten über das Nutzungsverhalten des Computer-Besitzers. Die Daten sollen zwar anonym erhoben werden, aber ein kleines Geschmäckle bleibt natürlich trotzdem – vor allem, wenn man als Nutzer nicht gefragt wird.

Wer möchte, kann sich übrigens auch diese kostenlosen Alternativen zum Adobe Reader einmal genauer anschauen.

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