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Adobe Flash vor dem Aus: Entwicklung wird 2020 eingestellt

Eine Ära endet: Die Entwicklung von Adobe Flash wird eingestellt.
Eine Ära endet: Die Entwicklung von Adobe Flash wird eingestellt. (©Adobe 2017)

Adobe wird die Entwicklung von Flash bis Ende 2020 einstellen. Bereits in den vergangenen Jahren war es zu einem schleichenden Abschied gekommen, der nicht zuletzt von Google und Apple entscheidend vorangetrieben wurde.

Die meisten Internetnutzer haben zu Adobe Flash ein zwiespältiges Verhältnis. Anfang der 2000er ging ohne die Software im Netz nur wenig. Ganz egal ob Website-Grafiken, eingebettete Videos oder Browser-Games – all das war in den frühen Tagen des Word Wide Web praktisch nur dank Flash möglich. Doch mit dem Umstieg auf das mobile Internet und immer komplexer werdenden Strukturen kam der langsame Abstieg für Flash. Nun hat Adobe angekündigt, die Entwicklung der Software Ende 2020 einzustellen.

Web-Entwickler haben dreieinhalb Jahre Zeit für den Umstieg

Mit der frühzeitigen Ankündigung möchte der Software-Konzern den zahlreichen Website-Entwicklern, die nach wie vor auf Flash setzen, die Möglichkeit für einen sauberen und geordneten Umstieg auf andere Software-Lösungen geben. Viele Entwickler haben ihre Websites und die darauf aufbauenden Geschäftsmodelle nicht nur mit, sondern auch komplett um Flash herum gebaut und dürften nun einige Zeit für den Neuaufbau benötigen.

Die Ankündigung für das Ende von Flash hat Adobe übrigens in enger Kooperation mit seinen wichtigsten Partnern Google, Facebook, Microsoft, Apple und Mozilla veröffentlicht. Die weltgrößten Browser-Entwickler hatten bereits in den letzten Jahren den langsamen Abschied von Flash und den Umstieg auf offene Webstandards wie HTML5, WebGL oder WebAssembly eingeleitet.

Google und Apple haben das Ende von Flash beschleunigt

So war es 2010 etwa Apple-Gründer Steve Jobs, der Flash erstmals heftig für seinen hohen Stromverbrauch und die Sicherheitslücken kritisierte und der Software dauerhaft den Zugang zum iPhone verwehrte. Auch Android unterstützt Flash seit einigen Jahren nicht mehr nativ und Desktop-Webbrowser wie Chrome oder Safari sind spätestens seit 2016 darauf getrimmt, einen Großteil der Flash-basierten Inhalte im Netz aktiv zu blocken. Immer wieder kam es zudem in den letzten Jahren zu kritischen Sicherheitslücken, die Hackern über Flash die Möglichkeit gaben, einen Computer zu übernehmen.

Das Ende von Flash ist deshalb nur folgerichtig und doch hat die Software ihren Platz in den Geschichtsbüchern sicher. Immerhin war es zu einem großen Teil Flash, welches das Internet zu der bunten und vielfältigen Plattform gemacht hat, die es heute ist.

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