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Ältere Android-Handys können bald nicht mehr alle Websites aufrufen

Geräte mit Android 7.1.1 (Nougat ) oder älter sind von dem Problem betroffen.
Geräte mit Android 7.1.1 (Nougat ) oder älter sind von dem Problem betroffen. Bild: © YouTube/Android 2017

Handys mit der Android-Version 7.1.1 oder älter können ab März 2021 einige Millionen Websites nicht mehr aufrufen. Grund ist eine Änderung der Zertifizierungsstelle Let's Encrypt. Allerdings lässt sich das Problem zumindest mit bestimmten Browsern leicht umgehen.

Rund ein Drittel aller aktiven Android-Geräte laufen noch mit Android 7.1.1 oder einer älteren Version des Betriebssystems. Und diese Smartphones und Tablets können bald Websites von 220 Millionen Domains nicht mehr aufrufen. Die Domains sind nämlich mit Zertifikaten der kostenfreien Zertifizierungsstelle Let's Encrypt gesichert, die ab März 2021 auf Zwischenzertifikate setzen möchte. Diese Zwischenzertifikate sind von einem eigenen Root-Zertifikat von Let's Encrypt signiert. Das Problem: Geräte mit Android 7.1.1 oder älter trauen diesem Root-Zertifikat nicht, können daher die genannten Websites nicht mehr aufrufen. Das schreibt Let's Encrypt via Golem.de.

Firefox kann die Websites weiterhin aufrufen

Die Liste mit vertrauenswürdigen Zertifikaten ist ein Bestandteil von Betriebssystemen wie Windows und eben Android. Apps und Browser greifen auf diese Zertifikate zu. Nun wird diese Liste bei älteren Geräten nicht mehr aktualisiert. Das Problem lässt sich allerdings für Browser leicht umgehen: Es genügt, den Firefox-Browser zu benutzen, der einen eigenen Zertifikatsspeicher nutzt. Hier ist das Root-Zertifikat schon enthalten.

Keine Lösung für die meisten Apps

Auch Googles Chrome-Browser soll zukünftig einen Root-Zertifikatsspeicher erhalten. Außerdem könnte Google das Problem auch für das Android-Webview-Paket lösen und so viele weitere Apps mit dem Root-Zertifikat kompatibel machen. Allerdings könnten trotz all dieser Lösungsansätze für die Besitzer älterer Android-Smartphones Schwierigkeiten auftreten: überall dort, wo sie nicht via Chrome und Firefox auf Websites zugreifen, was für sehr viele Apps gilt. Allerdings machen die betroffenen Android-Geräte nur 1 bis 5 Prozent des Internet-Traffics aus, scheinen nur noch selten genutzt zu werden.

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