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AirPower: So groß sind die Probleme bei Apples Ladematte wirklich

Es ist fraglich, ob AirPower jemals in dieser Form auf den Markt kommt.
Es ist fraglich, ob AirPower jemals in dieser Form auf den Markt kommt. (©Apple 2017)

Seit der Apple-Keynote in der vergangenen Woche fragen sich viele Fans, was denn eigentlich aus der Wireless-Charging-Matte AirPower geworden ist. Ein neuer Insiderbericht bringt nun Licht ins Dunkel – und macht wenig Hoffnung auf einen baldigen Release.

"2018" – diesen Zeitraum nannte Apple im September 2017 auf seiner iPhone-X-Keynote, als auch die Wireless-Charging-Matte AirPower kurz vorgestellt wurde. Ein Jahr später ist von dem Zubehör weit und breit keine Spur zu sehen – und auf der iPhone-XS-Keynote wurde AirPower überhaupt nicht mehr vom Hersteller erwähnt. Wie der bekannte Apple-Insider Sonny Dickson nun schreibt, sollen die technischen Probleme mit AirPower sogar noch größer sein, als bereits vor ein paar Wochen berichtet wurde.

Das sind die größten Schwierigkeiten bei der Ladematte

Laut Dickson, der sich auf Apple-interne Dokumente bezieht, soll es bei AirPower gleich mehrere Hindernisse geben:

  1. Wärme-Management: Derzeit soll AirPower noch zu viel Hitze produzieren, was die Performance beim Aufladen von Geräten beeinträchtigt. Auch der Chip in der Ladematte bekommt durch zu große Hitze Probleme.
  2. Probleme bei der Kommunikation zwischen den Geräten: Bei AirPower soll es sowohl Hardware- als auch Software-Probleme bei der Verbindung zwischen der Ladematte und den Geräten geben, die aufgeladen werden sollen. Besonders die Apple Watch und die AirPods sollen Schwierigkeiten machen und ihre Akkudaten nicht zuverlässig an ein iPhone senden.
  3. Mechanische Fehler und Interferenzen: Insbesondere die Ladespulen in AirPower, von denen es 21 bis 24 geben soll und die für drei unterschiedliche Geräteklassen zuständig sind, sind offenbar ein Schwachpunkt. Hauptproblem sollen hier Interferenzen zwischen den Ladespulen sein. Diese senken die Ladeeffizienz der Matte und sorgen zudem für Überhitzung. Grund für die Interferenzen soll auch das extra dünne Design von AirPower sein.

Wurde AirPower schon zu Grabe getragen?

Der Bericht von Dickson lässt offen, ob Apple das AirPower-Projekt nicht vielleicht sogar schon vollständig gestrichen hat. Erst kürzlich waren Gerüchte aufgekommen, dass der Hersteller komplett von vorne starten wolle. Allerdings könnte zumindest der Name "AirPower", für den Apple das Markenrecht besitzt, in anderer Form und für ein völlig anderes Wireless-Charging-Gerät Verwendung finden. Ein Release im Jahr 2018 ist derzeit allerdings sehr unwahrscheinlich.

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