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Alexa, Siri & Google Assistant durch versteckte Befehle angreifbar

Sprachassistenten wie Amazon Alexa lassen sich mit unhörbaren Befehlen überlisten.
Sprachassistenten wie Amazon Alexa lassen sich mit unhörbaren Befehlen überlisten. (©Amazon 2017)

Hacker können die Sprachassistenten Alexa, Siri und den Google Assistant durch versteckte Befehle zum Ausführen von Aktionen bringen. Für Menschen sind die Befehle nicht wahrnehmbar. So lassen sich Forschern zufolge heimlich fremde Smartphones missbrauchen.

Sprachassistenten könnten durch versteckte Befehle manipuliert werden. Das schreibt die New York Times mit Bezug auf die Ergebnisse US-amerikanischer Forscher der University of California in Berkeley. Alexa, Siri und der Google Assistant könnten sich in den falschen Händen dazu missbrauchen lassen, Türen zu öffnen, Geld zu verschicken und Online-Bestellungen aufzugeben. Die Benutzer hören derweil nur Radiomusik oder einen Podcast und nehmen die darin versteckten Befehle nicht wahr. Die geheimen Befehle könnten via Ultraschall über eine Entfernung von ein paar Metern übertragen werden.

Nutzer bemerken die Manipulation nicht

Es gibt keine Belege dafür, dass diese Manipulationstechniken bereits außerhalb des Labors angewendet wurden. Laut Nicholas Carlini, einer der Autoren der neuen Forschungsarbeit, ist das aber wahrscheinlich: "Ich gehe davon aus, dass bösartige Menschen bereits Leute anstellen, die das tun, was ich tue", sagte er der NYT. Die Sprachassistenten wandeln gesprochene Begriffe und Sätze in geschriebene Wörter um. Die Forscher haben die Töne leicht verändert, sodass die Assistenten mündliche Aussagen anders umwandeln, während ein menschlicher Zuhörer kaum einen Unterschied bemerkt.

Sprachassistenten laut Herstellern angeblich sicher

Google versicherte gegenüber der New York Times, dass der Google Assistant unhörbaren Befehlen entgegenwirken könne. Amazon erklärte, Schritte für die Sicherheit der Echo-Smart-Speaker ergriffen zu haben. Apple wies darauf hin, dass iPhones und iPads erst entsperrt werden müssen, bevor Siri auf persönliche Daten zugreifen oder Apps beziehungsweise Websites öffnen kann.

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