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AltStore: Alternativer App Store startet auf dem iPhone

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Über den alternativen App Store lässt sich etwa ein Nintendo-Emulator installieren.

Apps für das iPhone kommen nur über Apples hauseigenem App Store – normalerweise. Denn: Ein findiger Entwickler bringt jetzt mit AltStore einen alternativen App Store an den Start, ganz ohne Jailbreak. Wie funktioniert das?

Der Kopf hinter dieser Idee ist iOS-Entwickler Riley Testut, schreibt The Verge. Testut arbeitete zuvor einige Jahr an Games-Emulatoren und veröffentlicht seinen alternativen App Store am Samstag, den 28. September. Nutzer können so einen Nintendo-Emulator namens Delta installieren und auf ihrem iPhone Klassiker wie "Super Mario" spielen. Da Apple die Kontrolle darüber behalten will, welche Apps auf dem iPhone zugelassen werden, konnten alternative App Stores bislang nur auf Geräten mit Jailbreak genutzt werden. Bei AltStore, der bereits als Preview zum Download zur Verfügung steht, soll das nicht der Fall sein. Was steckt dahinter?

So will AltStore Apples Restriktionen umgehen

Testut behauptet, man würde Apples Restriktionen einfach durch das Ausnutzen mitunter Jahre alter Exploits und das Anwenden anderer Tricks umgehen. Einen davon hat der Programmierer schon 2014 verraten: Demnach nutze er Apples Developer Enterprise Program, das Unternehmen das Verteilen von Apps ermöglicht. Diese Option wurde jedoch vor einiger Zeit massiv eingeschränkt, da Unternehmen wie Google und Facebook das Programm zweckentfremdet und etwa VPN-Apps an normale Nutzer verteilt hatten. Testut habe jedoch eine neue Methode entwickelt, die schwieriger zu unterbinden sei.

Damit Apps über den alternativen App Store installiert werden können, muss zunächst die AltServer-Anwendung auf einem Mac oder Windows-Rechner installiert werden. Anschließend muss das iPhone per Kabel mit dem Computer verbunden werden, damit die Apps aus dem AltStore manuell auf dem iPhone installiert werden können. Erforderlich für diesen Vorgang ist die Eingabe der App-ID samt App-spezifischem Passwort, das über ein spezielles Apple-Portal generiert wird.

Wie reagiert Apple?

Ist die Software erst einmal auf dem iPhone gelandet, soll sie nicht mehr von Apps unterschieden werden können, die in Eigenregie entwickelt und auf das Smartphone gespielt wurden. Die wöchentliche WLAN-Synchronisierung über iTunes sorgt dafür, dass die über AltStore installierten Anwendungen auf dem Gerät verbleiben und nicht entfernt werden.

Gleichwohl bedeutet das keinesfalls, dass Apple dieser pfiffigen Methode keinen Riegel vorschieben kann. Es werde jedoch, glaubt Testut, nicht so einfach für den US-Hersteller, will man die einfache Möglichkeit für DIY-Entwickler, Schulen und andere Organisationen beibehalten, Apps unkompliziert für interne Zwecke nutzen zu können. Es bleibt daher spannend abzuwarten, ob sich mit AltStore tatsächlich ein alternativer App Store etablieren wird. Am 28. September fällt der Startschuss für das gewagte Experiment.

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