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Android 12 soll die Nutzung von alternativen App-Stores erleichtern

Unter Android 12 sollen es alternative App-Stores leichter haben.
Unter Android 12 sollen es alternative App-Stores leichter haben. Bild: © Samsung 2018

Mit Android 12 will Google ab dem nächsten Jahr die Nutzung von alternativen App-Stores auf Smartphones und Tablets erleichtern. Gleichzeitig will der Anbieter in seinem eigenen Play Store mehr an In-App-Käufen mitverdienen.

Während die meisten Nutzer noch auf das Update für Android 11 warten, basteln die Entwickler bei Google bereits an der nächsten Version. In einem Blogeintrag haben sie nun verraten, dass mit Android 12 unter anderem die Installation und Nutzung von alternativen App-Stores neben dem Google Play Store erleichtert werden soll.

Google nennt "Fortnite" als positives Beispiel

In dem Beitrag erklären die Entwickler, dass viele Smartphones ohnehin bereits mit zwei installierten App-Stores ausgeliefert würden. Im Falle von Samsung ist das beispielsweise der Hersteller-eigene Galaxy Store. Laut den Entwicklern hätten Anbieter unter Android die Möglichkeit, ihre Apps in anderen Stores anzubieten, selbst wenn sie sich mit Google selbst nicht einigen konnten.

In diesem Zusammenhang adressiert Google auch den Fall "Fortnite", der aktuell für große Aufregung sorgt, weil sowohl Google als auch Apple die App wegen Verletzung der Geschäftsbedingungen aus ihren jeweiligen Stores geworfen haben. Über den Samsung Galaxy Store sowie den Epic Store ist das Spiel jedoch zumindest auf Android-Geräten weiterhin nutzbar.

Google will mehr an In-App-Verkäufen im Play Store verdienen

Doch auch wenn Google damit die Offenheit von Android unterstreichen will: In seinem eigenen Play Store zieht Google die Zügel weiter an. So will Google die Anwendungen, die über den Play Store auch In-App-Zahlungen anbieten, in Zukunft dazu verpflichten, auch für diese das hauseigene Abrechnungssystem Google Pay zu verwenden. Auf diese Weise sichert sich das Unternehmen einen Anteil von bis zu 30 Prozent an den Einnahmen. Die Verpflichtung soll ab dem 30. September 2021 in Kraft treten.

Gleichzeitig will Google aber vorerst keine Gebühren von Unternehmen erheben, die im Zuge der Corona-Pandemie gezwungen waren, einen Teil ihrer Dienste kurzfristig digital anbieten zu müssen. Diese sollen mindestens eine Übergangsphase von weiteren zwölf Monaten erhalten. Apple hatte im Gegenzug bereits vor einigen Wochen begonnen, auch für solche Dienste eine Gebühr einzuziehen, musste dann nach heftiger Kritik aber teilweise zurückrudern.

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