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Android-Geräte fehleranfälliger als iPhones – oder nicht?

Mehr Probleme mit Android-Geräten? Statistisch gesehen kaum.
Mehr Probleme mit Android-Geräten? Statistisch gesehen kaum. (©CC: Flickr/Kārlis Dambrāns 2015)

Laut einer neuen Statistik treten 85 Prozent aller Probleme mit Smartphones auf Android-Geräten auf und nur 15 Prozent auf iOS-Geräten. Diese Verteilung dürfte sich jedoch vor allem aus dem jeweiligen Marktanteil der Plattformen ergeben. Interessant ist die Studie allerdings in anderer Hinsicht.

Android-Smartphones sind anfälliger für Probleme als iPhones – das besagt zumindest ein neuer Report der Blancco Technology Group, der die Performance von Smartphones untersucht. 85 Prozent aller Probleme, die im vierten Quartal 2015 von Smartphone-Usern berichtet wurden, stammten demnach von Android-Geräten. Nur 15 Prozent stammten von iPhones.

Der Marktanteil relativiert die meisten Zahlen

Betrachtet man diese Statistik unabhängig vom Marktanteil der einzelnen Hersteller, dann sieht es so aus, als seien Android-Smartphones generell viel fehleranfälliger als iPhones. Allerdings relativiert sich diese Betrachtung fast vollständig, sobald der Marktanteil der Betriebssysteme und Hersteller mit eingerechnet wird. So hatte Android laut Gartner im vierten Quartal 2015 einen weltweiten Marktanteil von 80,7 Prozent, während iOS und damit das iPhone auf 17,7 Prozent kam.

Setzt man den Marktanteil und die Fehlermeldungen ins Verhältnis, dann zeigt sich, dass mit Android-Smartphones statistisch nur minimal mehr Probleme auftreten als mit iPhones. Das ist allerdings ebenfalls kaum verwunderlich, da iPhones in jedem Fall High-End-Geräte sind, während Android-Devices auch zu Preisen unter 100 Euro und dann natürlich auch mit deutlich abgespeckter Hardware angeboten werden. Unterm Strich dürfte es Probleme auf Android- und iOS-Geräten also mit ähnlicher Häufigkeit geben.

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State of Mobile Devices Performance and Health: Trend Report Q4 2015. (©Blancco Technology Group 2016)

Schlechte Mobilfunknetze in Europa?

Interessant ist vielmehr, welche Probleme von den Kunden aus den einzelnen Regionen gemeldet werden. So wird die Statistik in Europa ganz klar von Problemen mit dem Netzbetreiber angeführt. Satte 42 Prozent aller gemeldeten Fehler waren demnach auf das Signal des Netzbetreibers zurückzuführen. Auf dem zweiten Platz folgten dann mit 14 Prozent Probleme beim Telefonieren. Auf den Plätzen drei, vier und fünf folgten schließlich Probleme mit der Kamera, fortgeschrittene Kamera-Probleme und Fehler beim Wi-Fi-Empfang.

In Nordamerika und Asien scheinen die Mobilfunknetze deutlich besser ausgebaut zu sein als in Europa. In beiden Regionen tauchten nämlich Probleme mit dem Netzbetreiber und Probleme beim Telefonieren gar nicht unter den Top fünf der häufigsten Probleme auf. Stattdessen wird die Statistik sowohl in Nordamerika als auch in Asien von Problemen mit der Performance des Smartphones angeführt. Auf den Plätzen zwei, drei, vier und fünf folgen dann in beiden Regionen Probleme mit Kamera, Akku, Kopfhörern und dem Mikrofon.

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State of Mobile Devices Performance and Health: Trend Report Q4 2015. (©Blancco Technology Group 2016)

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