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Android: Lizenzen für Google-Apps könnten bis zu 40 Dollar kosten

Smartphone-Hersteller werden künftig in der EU für Google-Apps zur Kasse gebeten.
Smartphone-Hersteller werden künftig in der EU für Google-Apps zur Kasse gebeten. (©Google 2018)

Google-Apps könnten die Hersteller von Android-Smartphones in Europa in Zukunft bis zu 40 US-Dollar kosten. Gemeint ist ein Paket aus Apps wie dem Play Store, Google Maps, Gmail und YouTube. Das wären relativ hohe Lizenzgebühren, die anlässlich einer Entscheidung der EU-Kommission anfallen – allerdings soll es einen Ausweg geben.

Je nach Land und Gerätetyp sollen Lizenzgebühren in einer Höhe von bis zu 40 US-Dollar für die "Google Mobile Services"-Apps auf Android-Smartphone-Hersteller in der EU zukommen. Das schreibt The Verge mit Bezug auf vertrauliche Google-Dokumente, die der Webseite zugespielt wurden. Die Gebühren sind demnach für Geräte zu entrichten, die am oder nach dem 1. Februar 2019 aktiviert werden.

Android-Hersteller können Lizenzgebühren wohl vermeiden

Android-Smartphones könnten aufgrund der Gebühren innerhalb der EU deutlich teurer werden. Allerdings soll Google zusätzliche Vereinbarungen mit den Herstellern planen, die darauf hinauslaufen, dass sie die Lizenzkosten nicht oder nur anteilig bezahlen müssen, falls sie auch den Chrome-Browser und Google Search auf ihren Geräten vorinstallieren. Falls sie das nicht tun, fallen in England, Schweden, Deutschland, Norwegen und den Niederlanden die höchsten Lizenzgebühren an.

Für Flaggschiffe werden höhere Gebühren fällig

Für Geräte mit einer Pixeldichte über 500 ppi würden in diesen Ländern die 40 US-Dollar Lizenzgebühren fällig, zwischen 400 und 500 ppi sind es noch 20 US-Dollar und darunter 10 US-Dollar. Die Pixel-Dichte gilt wohl als Anzeichen dafür, ob es sich um ein Einsteiger-, Mittelklasse-, oder Flaggschiff-Gerät handelt. Die EU-Kommission entschied, dass Google mit Vereinbarungen für die Vorinstallation seiner Apps auf Android-Geräten wettbewerbswidrig handle und verurteilte den Android-Macher zu einer Milliardenstrafe.

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