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Android One ersetzt die Nexus-Reihe

Das HTC U11 Life wird eines der ersten Android-One-Smartphones in Deutschland.
Das HTC U11 Life wird eines der ersten Android-One-Smartphones in Deutschland. (©TURN ON 2017)

Die Nexus-Reihe von Google wurde offiziell durch die teuren Pixel Phones abgelöst. Doch mit Android One steht nun eine Neuauflage in den Startlöchern. Das Versprechen: Preisgünstige Smartphones mit starker Hardware und stets aktueller Software.

2016 leitete Google mit dem Release des Pixel Phone quasi das Ende seiner beliebten Nexus-Reihe ein. Günstige Android-Smartphones mit stets aktueller Software und Update-Garantie waren damit Geschichte – zumindest schien es so. Mittlerweile zeichnet sich jedoch ein anderer Plan von Google ab, der Stock-Android zurück in die Einstiegs- und Mittelklasse bringen könnte. Er hört auf den Namen Android One.

Ein Neustart für Android One als Nexus-Ersatz

Das Android-One-Programm ist eigentlich nicht neu: Schon 2014 ins Leben gerufen, sollte Android One ursprünglich dazu dienen, günstige Android-Smartphones mit Stock-Android, also einer unveränderten Version der Software, für Märkte in Entwicklungsländern anzubieten. Wirklich durchsetzen konnte sich dieser Ansatz bis heute nicht, obwohl Android-Smartphones auch und vor allem in zahlreichen Ländern Asiens, Afrikas und Südamerikas ein Renner sind – dort kaufen die Kunden jedoch ebenfalls lieber Samsung oder Huawei.

Mittlerweile hat Google das Android-One-Programm deshalb einer Neuausrichtung unterzogen: Ziel sind nun nicht mehr Entwicklungsländer, sondern die Kernmärkte des Unternehmens in Europa und Nordamerika, und es sollen auch keine Einsteiger-Smartphones mehr verkauft werden, sondern gut ausgestattete Mittelklasse-Geräte für jede Alltagssituation. Im Prinzip füllt Android One damit die Lücke, die mit dem Ende der Nexus-Reihe geblieben ist.

Motorola und HTC befeuern den Restart

Erste Geräte, die als Teil des Android-One-Programms nach Deutschland kommen, sind das Moto X4 von Motorola und das HTC U11 Life. Bei beiden Herstellern sieht man dabei ganz klar das Potenzial, das Android One für die Vermarktung bietet. Zielgruppe sind genau die Kunden, die sich ein Pixel oder Nexus mit stets aktueller Software wünschen, ohne dafür 800 Euro oder mehr auf den Tisch legen zu müssen.

Die immer stärker werdende Debatte um Software-Sicherheit rund um Schwachstellen wie Blueborne oder Krack könnte den Herstellern helfen, zusätzlich neue Kundenschichten zu gewinnen. Denn zum Produktversprechen von Android One gehört auch, dass die Smartphones monatlich die neuesten Sicherheitsupdates erhalten und damit trotz der günstigen Preise ähnlich gut gegen Mallware geschützt sein sollen wie iPhone, Pixel Phone oder diverse Flaggschiffe von Samsung, Huawei und Co.

Wie gut Android One auf dem Markt ankommen wird, dürfte jedoch auch davon abhängen, ob es HTC, Motorola und Google gelingt, das Thema Software in das Bewusstsein der Smartphone-Käufer zu rücken – und natürlich von der Qualität der entsprechenden Geräte insgesamt. Hier könnten Hersteller wie HTC oder Motorola zum Zünglein an der Wage werden.

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