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App Store 2.0: Das ändert sich mit dem neuen Abo-Modell

Mit dem App Store 2.0 weitet Apple sein Abo-Modell aus.
Mit dem App Store 2.0 weitet Apple sein Abo-Modell aus. (©picture alliance / HOCH ZWEI 2015)

App Store 2.0: Kurz vor der WWDC 16 erläutert Marketing-Manager Phil Schiller, wohin die Reise für den App Store gehen soll. Apps sollen nicht mehr nur einmalig verkauft, sondern auch als Abo angeboten werden. Das umfangreiche Update geht mutmaßlich mit dem Release von iOS 10 live. Wir klären, was sich mit dem App Store 2.0 alles ändert.

Apple will seinen App Store radikal verändern, berichtet The Verge. In seltener Offenheit erläuterte Apple-Manager Phil Schiller in einem Interview mit dem US-Technikportal bereits vorab, welche Neuerungen künftig im App Store Einzug halten werden. Die wohl wichtigste Änderung: Schon bald können iOS-User Programme auch als Abos käuflich erwerben. Bislang ist das Abo-Modell nur für ausgewählte Anwendungen möglich, etwa Zeitung- oder Dating-Apps. Diese Beschränkung werde fallen und auf alle Apps ausgeweitet. An der bisherigen Umsatzaufteilung – 30 Prozent gehen an Apple, 70 Prozent an den Entwickler – ändere sich zwar nichts.

Im App Store 2.0 steht das Abo-Modell allen Entwicklern bereit

Doch bei einem Abo, das mehr als ein Jahr bezogen werde, verlange der iPhone-Hersteller bereits ab Montag nur noch 15 Prozent – zuvor waren es die üblichen 30 Prozent. Für App-Entwickler eröffnen sich dadurch neue und lukrative Geschäftsmodelle. Denn: Derzeit wird ein Programm entweder kostenlos oder kostenpflichtig angeboten. Das bedeutet, dass der Entwickler bereitgestellte Updates nicht monetarisieren kann.

Wer die App einmal erworben hat, erhält alle Updates kostenlos – ganz egal, wie viele neue Features die Aktualisierung mit sich bringt. Mit dem App Store 2.0 wird sich dies dank des neuen Abo-Modells ändern. Während Entwickler diesen Schritt begrüßen dürften, wird sich zeigen müssen, ob die neue Praxis auch für die Kunden Vorteile bringen werde. Das Abo-Modell werde für alle Kategorien eingeführt. Das umfasse auch den Games-Bereich, "eine riesige Rubrik", sagte Schiller.

Künftig Werbung in den Suchergebnissen des App Stores

Eine weitere Änderung wird die Suchergebnisse im App Store betreffen. So wollen die Kalifornier innerhalb der Treffer Werbung einblenden – zum ersten Mal überhaupt. Man werde jedoch mit einer "gewissen Vorsicht" vorgehen, versprach Schiller, die Kundenzufriedenheit stehe an erster Stelle. Schon heute funktioniere der Review-Prozess durch Apple signifikant schneller als früher. Etwa 50 Prozent aller eingereichten Apps werden innerhalb von 24 Stunden geprüft, 90 Prozent innerhalb von 48 Stunden.

Apple will mehr Traffic für den App Store generieren

Außerdem will Apple noch mehr Traffic für seinen App Store generieren, die Plattform soll laut Schiller zu einer täglichen Anlaufstelle werden. Um die Besucherzahlen zu steigern, soll man künftig jede App per Share-Button in den sozialen Netzwerken empfehlen können – die Integration soll als Quick Action mittels 3D Touch erfolgen. Am Montag wird Apple auf seiner WWDC 16 neben dem App Store 2.0 auch iOS 10 vorstellen. Was sonst noch gezeigt werden könnte, haben wir hier zusammengefasst.

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