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Apple braucht iPhone 7: Smartphone-Verkaufszahlen stagnieren

Apple verkündet die erfolgreichsten Geschäftszahlen der Firmengeschichte.
Apple verkündet die erfolgreichsten Geschäftszahlen der Firmengeschichte. (©picture alliance / dpa 2016)

Apple hat die besten Quartalszahlen seiner Firmengeschichte verkündet – und scheint dennoch das iPhone 7 dringend zu benötigen. Denn: Die Smartphone-Verkäufe des Konzerns stagnieren. Es droht der erste Umsatzrückgang seit Ewigkeiten.

Im abgelaufenen Geschäftsquartal hat Apple 74,8 Millionen iPhones verkauft. Das verkündete der Konzern in einer Pressemitteilung. Im abgelaufenen Quartal, das im Dezember 2015 endete, hat das US-Unternehmen demnach einen Umsatz von 75,9 Milliarden US-Dollar erzielt. Der Nettogewinn betrug 18,4 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum bereits sehr starkem Vorjahresquartal konnte der iPhone-Hersteller Umsatz und Gewinn aber nur marginal steigern. Und auch die iPhone-Verkäufe stagnieren und konnten lediglich um 0,4 Prozent zulegen. "Unser Team hat Apples bislang stärkstes Quartal hingelegt", feiert Konzernchef Tim Cook die erfolgreichen Verkaufszahlen.

Erster Umsatzrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt?

Dass Apple aber für ein weiteres Wachstum offenbar dringend auf das iPhone 7 angewiesen ist, zeigt die Zukunftsprognose des Konzerns. Erstmals seit 13 Jahren rechnet Apple für das laufende Geschäftsquartal mit einem Umsatzrückgang. Das Unternehmen aus Cupertino erwarte für das im März 2016 endende Quartal einen Umsatz zwischen 50 und 53 Milliarden US-Dollar, im gleichen Quartal 2015 betrug der Umsatz noch 58 Milliarden US-Dollar. Insbesondere der starke US-Dollar macht die Geschäfte schwierig, immerhin erzielt Apple mittlerweile 66 Prozent des Umsatzes außerhalb der Vereinigten Staaten.

iPad-Verkäufe sinken im Jahresvergleich rapide

Die Verkaufszahlen des iPads geben ebenfalls Anlass zur Sorge. Hier beträgt der Umsatzrückgang ganze 21 Prozent. Nur noch 16,1 Millionen Einheiten wurden im abgelaufenen Quartal abgesetzt, ein Jahr zuvor waren es noch 21,4 Millionen. Für Produkte wie die Apple Watch, Apple TV oder auch den Streamingdienst Apple Music gibt das derzeit wertvollste Unternehmen ohnehin keine konkreten Zahlen bekannt, sondern führt diese Produkte nur zusammen unter dem Punkt "andere" auf. In dieser Kategorie konnte der Umsatz auf 4,4 Millionen Einheiten gesteigert werden.

Bekannte Analysten wie Ming-Chi Kuo von KGI Securities prognostizieren Apple für die nahe Zukunft keine rosigen Zeiten. Das iPhone 5se werde kaum positiv zum Geschäftsergebnis beitragen, das iPad Air 3 ebenfalls nicht, so Kuo. Erst neue MacBooks dürften Apple wieder Auftrieb verleihen. Genau wie das iPhone 7, welches im September 2016 erwartet wird.

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