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Apple dementiert: Es gab keinen iCloud-Hackerangriff

Laut Apple gab es keinen iCloud-Hack.
Laut Apple gab es keinen iCloud-Hack. (©YouTube/EverythingApplePro 2016)

Gab es einen Hackerangriff auf die iCloud, bei dem mehr als 600 Millionen Accounts erbeutet wurden? Apple sagt "nein" und widerspricht damit einer Hacker-Gruppe, die derzeit öffentlich für Wirbel sorgt.

Hackerangriff oder nicht? Bereits seit einigen Tagen sorgt eine Hacker-Gruppe namens "Turkish Crime Family" für Wirbel. Die Hacker behaupten, sie hätten Zugang zu mehr als 600 Millionen iCloud-Accounts und drohen damit, diese zu löschen, sollte Apple kein Lösegeld zahlen. Der iPhone-Hersteller sieht jedoch überhaupt keinen Grund auf diese Forderungen einzugehen und teilte am Mittwoch gegenüber Fortune mit, dass es keinerlei Hinweise auf einen Hack von iCloud-Konten oder Apple-IDs gäbe.

Angebliche Beweise stammen aus einem älteren Datenleck

Sämtliche Beweise, welche die "Turkish Crime Family" für den angeblichen Hack bisher vorgelegt hat, sollen demnach aus Fällen stammen, bei denen in der Vergangenheit Systeme von Drittanbietern gehackt wurden. Dabei sollen zwar einige iCloud-Daten erbeutet worden sein, doch seien diese Fälle längst bekannt. Der Beweis, dass tatsächlich Zugangsdaten für mehrere hundert Millionen Apple-Konten erbeutet wurden, ist damit jedenfalls noch nicht erbracht.

Aktueller Phishing-Angriff zielt auf iCloud-Konten

Trotzdem empfiehlt es sich für Apple-Nutzer natürlich, vorsichtig zu sein. So scheint es derzeit tatsächlich zu groß angelegten Phishing-Angriffen auf Apple-Konten zu kommen, wie ZDNet berichtet. Dabei werden Apple-User mithilfe einer gefälschten E-Mail auf eine täuschend echt aussehende Website gelockt, wo sie angeblich ihr Passwort ändern sollen. Schützen können sich Nutzer, indem sie für ihr iCloud-Konto die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.

Etwas seltsam mutet übrigens auch die Forderung der Hacker von der "Turkish Crime Family" an. So verlangen diese von Apple 75.000 US-Dollar in Bitcoins und 100.000 Dollar in Form von iTunes-Karten. Für mehr als 600 Millionen gehackte Accounts klingt das schon beinahe bescheiden. Das Ultimatum für die Forderung läuft übrigens am 7. April ab. Dann werden wir wohl auch erfahren, ob hinter der Drohung mehr steckt als nur heiße Luft.

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