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Apple-Fans nutzen ihre iPhones immer länger

Die Apple-Kunden wechseln seltener auf das neueste iPhone.
Die Apple-Kunden wechseln seltener auf das neueste iPhone. (©picture alliance / dpa 2016)

Wer ein iPhone besitzt, nutzt dieses länger als noch vor einigen Jahren. Immer häufiger werde ein Upgrade auf das neueste Apple-Smartphone hinausgezögert, enthüllt jetzt eine neue Studie. Dafür sind primär zwei Gründe verantwortlich.

Apple-Fans nutzen ihre iPhones immer länger, berichtet CNET unter Berufung auf Dienstag veröffentlichte Zahlen des Marktforschungsunternehmens Consumer Intelligence Research Partners. Wer in den USA von einem älteren iPhone auf ein neueres Modell upgradet, tut dies der Untersuchung zufolge in immer größeren Abständen. Waren Ende Juni 2013 in einem Zeitraum von zwölf Monaten nur 34 Prozent der ersetzen iPhones älter als zwei Jahre, so waren es ein Jahr später bereits um die 50 Prozent. Als Grundlage für die Erhebung dienten annähernd 3000 Kunden von Apple in den USA.

Apple ist für gute Umsätze auch auf Bestandskunden angewiesen

Smartphone-Hersteller wie Apple generieren Umsatz und Gewinn nicht nur aus der Erschließung neuer Käufer – sondern vor allem auch von bestehenden Kunden, die regelmäßig auf das neueste iPhone upgraden. So zumindest die Theorie, doch in der Praxis scheint das auf immer weniger Kunden zuzutreffen. Zwar ist die Bindung der Kunden an Apple und das iOS-Universum sehr hoch, doch muss das US-Unternehmen mit jedem neuen iPhone-Release mit innovativen Features neue Anreize schaffen, das jeweils neueste Smartphone zu kaufen. Doch dies gelingt dem erfolgsverwöhnten Konzern in den letzten Jahren offenbar immer weniger.

Darum steigen die Kunden zögerlich auf das neueste iPhone um

Warum die Apple-Kunden immer länger mit dem Kauf eines neueren Modells warten, dafür führt der Mitbegründer von CIRP, Josh Lowitz, gleich zwei maßgebliche Gründe an. Zum einen sind die wirklich innovativen Must-have-Features, die einen Kauf des neuesten Smartphones rechtfertigen, in den vergangenen Generationen deutlich weniger geworden. Und zum anderen werden die üblichen Zweijahres-Handyverträge seltener. War es lange Zeit üblich, nach Ablauf der zwei Jahre auf ein neues iPhone umzusteigen, so werden Smartphones heutzutage immer öfter vollständig finanziert.

Mit eigenem Upgrade-Programm will Apple dem Trend trotzen

Damit war nicht zuletzt die Hoffnung verbunden, dass die Kunden Jahr für Jahr ihr Smartphone austauschen und mit dem erlösten Verkaufsgeld ein neues Gerät finanzieren. Diese Rechnung scheint nicht aufzugehen, stattdessen verbleiben die iPhones einfach länger im Besitz. Apple selbst kommentierte die Zahlen von CIRP auf Nachfrage von CNET wie gewohnt nicht. In den USA bietet Apple seit geraumer Zeit ein eigenes Upgrade-Programm an, das es den Kunden gegen einen monatlichen Betrag jedes Jahr ermöglicht, auf das neueste Modell umzusteigen. Ob der Abwärtstrend damit jedoch umgedreht werden kann, bleibt abzuwarten.

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