Apple geht gegen Apps vor, die Standortdaten weitergeben

Apple wirft Anwendungen aus dem App Store, die Standortdaten unerlaubt weitergeben.
Apple wirft Anwendungen aus dem App Store, die Standortdaten unerlaubt weitergeben. (©TURN ON 2017)
Gregor Rumpf Würde sich auch in 10 Jahren noch das iPhone SE kaufen, weil große Smartphones nerven.

Apple will offenbar stärker gegen Apps vorgehen, die Standortdaten von Nutzern sammeln und ohne Erlaubnis an Dritte weitergeben. Die ersten Übeltäter sind bereits aus dem App Store geflogen.

Obwohl Apple laut Bericht von Softpedia nicht öffentlich zu dem Schritt Stellung nahm, habe es in den vergangenen Tagen mehrere Fälle gegeben, bei denen Apps wegen Verstößen gegen die App-Store-Review-Richtlinien entfernt wurden. Ein besonders bekanntes Beispiel ist die App der französischen Zeitung Le Figaro, meldet T-Online. Nachdem die Entwickler die App angepasst und den kritischen Teil entfernt hatten, ist die Anwendung inzwischen aber wieder online.

Neue Europäische Daten­schutz-Grund­ver­ordnung der Grund?

Apple verweist laut 9to5Mac in E-Mails an App-Entwickler auf die Punkte 5.1.1 und 5.1.2 seiner Richtlinien. Darin geht es um die Weitergabe von Standortdaten an Drittanbieter ohne Einwilligung des Nutzers und für "nicht genehmigte Zwecke". Apple erklärt zudem, dass die Entwickler fraglichen Code, Frameworks und SDKs aus ihren Apps entfernen müssen, bevor diese zur Begutachtung wieder eingereicht werden kann.

Obwohl die fraglichen Punkte zur Sammlung von Standortdaten schon länger in den App-Richtlinien von Apple zu finden sind, scheint das Unternehmen nun stärker gegen Verstöße vorgehen zu wollen. Hintergrund ist vermutlich auch die neue Europäische Daten­schutz-Grund­ver­ordnung (DSGVO), die ab dem 25. Mai verpflichtend ist.

Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Beliebteste Artikel bei Tech

  • Letzte 7 Tage
  • Letzte 30 Tage
  • Alle
close
Bitte Suchbegriff eingeben