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Apple hat Geheimanlage, in der Chips bei minus 40 Grad getestet werden

Auch der A12 wurde von Apple vor dem Release sicher auf Herz und Nieren geprüft.
Auch der A12 wurde von Apple vor dem Release sicher auf Herz und Nieren geprüft.

Apple hat erstmals Journalisten Zugang zu einer geheimen Anlage in Kalifornien gewährt, in der Smartphone-Chips unter härtesten Bedingungen auf Herz und Nieren getestet werden. Die Bauteile werden dafür unter anderem Temperaturen von minus 40 Grad Celsius ausgesetzt.

Besuchen durfte die Fertigungsanlage, die sich in der Nähe des Apple Park in Cupertino befinden soll, ein Journalist des britischen Independent. In dem Gebäude testet Apple Prozessoren und andere Bauteile, um diese sicher gegen mögliche Angriffe zu machen. Doch warum sind dafür extreme Kälte oder Hitze (bis zu 110 Grad Celsius) notwendig? Wie Andrew Griffin vom Independent berichtet, will Apple mit diesen Extremtemperaturen ausprobieren, ob sich die Chips in irgendeiner Art fehlerhaft verhalten, und ob Angreifer diese Schwachstellen ausnutzen könnten, um quasi Daten aus den Bauteilen "herauszukochen".

Um dies zu verhindern, überprüft Apple in seiner geheimen Fertigungsanlage unter anderem die Sicherheit der sogenannten Secure Enclave, ein speziell isolierter Chip in jedem Gerät mit Touch ID oder Face ID, in dem die Schlüssel zur Decodierung der biometrischen Daten des Nutzers gespeichert werden.

Apple testet Bauteile bereits lange vor dem Release

Auf Basis der Testergebnisse optimiert Apple dann die Sicherheit seiner Prozessoren für Smartphones, Laptops und andere Geräte – oftmals Jahre vor deren eigentlichem Release. "Wir wissen, dass es jede Menge hoch motivierte Angreifer gibt, die in diese wertvollen Informationsspeicher in unseren Geräten einbrechen wollen", erklärt Craig Federighi, Senior Vice President für Software-Entwicklung bei Apple, im Interview mit dem Independent.

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