Apple HomePod im Teardown: Smart Speaker lässt sich kaum reparieren

Stabil, aber kaum zu reparieren: Die Reparaturexperten vergeben nur einen Punkt für den Apple HomePod, was die Reparierbarkeit betrifft.
Stabil, aber kaum zu reparieren: Die Reparaturexperten vergeben nur einen Punkt für den Apple HomePod, was die Reparierbarkeit betrifft. (©YouTube/MacRumors 2018)
Alexander Mundt Wartet weiterhin sehnsüchtig auf die ersten erschwinglichen OLED-TVs mit 65 Zoll aufwärts.

Die Reparaturexperten von iFixit haben den Apple HomePod in einem Teardown auseinandergenommen – und dabei unter anderem 16 GB Speicher und einen ominösen 14-Pin-Connector entdeckt. Vor allem ist der HomePod aber eins: kaum zu reparieren.

Geht es um den Reparatur-Score, landet Apples HomePod mit deutlichem Abstand hinter Amazon Echo und Google Home. Das hat ein Teardown der Seite iFixit ergeben. Das Ergebnis fällt mit 1 von 10 Punkten vernichtend aus, womit der HomePod für den Endverbraucher kaum zu reparieren ist. Schon allein für das Öffnen des Geräts mussten die Experten alle Hebel in Bewegung setzen.

Vielleicht gebe es noch eine bessere Möglichkeit, um den Apple HomePod zu öffnen, merkten die Tester an. Doch für den Zugriff auf das Innere benötigten zumindest die Experten eine Vielzahl an Werkzeugen, darunter eine Heißluftpistole, ein Plektrum und ein Messer. Damit nicht genug, denn die aufgezählten Werkzeuge führten noch längst nicht zum Erfolg. Außerdem waren eine Säge und ein Ultraschallmesser erforderlich. Allein die Wahl der Arbeitsmittel zeigt: Der normale Endverbraucher sollte von einer Reparatur in Eigenregie lieber absehen.

16 GB Flash-Speicher und 14-Pin-Connector entdeckt

Direkt unter dem Gummifuß stießen die Tester auf einen versteckten 14-Pin-Connector, der womöglich für Diagnosetests oder für eine Programmierung während der Fertigung dienen könnte. Wie von Apple beworben konnte der A8-Chip entdeckt werden, außerdem 1 GB Arbeitsspeicher. Wenngleich der HomePod Musik nur per Streaming wiedergeben kann, hat iFixit einen Flashspeicher von Toshiba mit einer Kapazität von 16 GB entdeckt. Das Netzteil besteht aus zwei Teilen und versorgt zum einen den AC/DC-Wandler mit Energie und zum anderen alle acht Lautsprecher.

In Summe kommen die Tester zu dem Ergebnis, dass der HomePod zwar überaus stabil sei, dafür aber auch kaum repariert werden könne. So könnten sich die vergleichsweise hohen Reparaturkosten in Höhe von 279 US-Dollar erklären, die Apple für das Instandsetzen des HomePods aufruft. Immerhin: Der Tausch des Stromkabels fällt mit 29 Dollar fast schon günstig aus. Dass es besser geht, zeigt die Konkurrenz: Während Amazon Echo einen Reparatur-Score von 7 Punkten erreicht, bringt es Google Home gar auf 8 Zähler.

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